Krokodilstränen über “Sklavenhandel”

Der EU-Afrika-Gipfel wird von Protesten gegen den “Sklavenhandel” in Libyen überschattet. Frankreichs Staatschef Macron spricht von einem “Verbrechen gegen die Menschlichkeit”, Kanzlerin Merkel ist “empört”.

Allerdings kommt diese Empörung reichlich spät. Schließlich sind die Zustände in den Flüchtlingslagern in Libyen schon lange bekannt. Im vergangenen Jahr sprach das Auswärtige Amt von “KZ-ähnlichen Zuständen”.

Das hinderte Merkel & Co. jedoch nicht, bei einem Sondergipfel auf Malta im Frühjahr die Zusammenarbeit mit den “Sklavenhändlern” und ihrem Fake-Regime in Libyen auszuweiten.

Neben Deutschland, das auf das “Vorbild” Türkei verweist, plädierte vor allem Italien für eine enge Kooperation. Das Ziel war allerdings nicht, die unmenschlichen Zustände zu beenden – sondern die Flucht nach EUropa.

Dass man jetzt trotzdem Krokodilstränen vergießt, hat zwei Gründe. Zum einen gab es einen Bericht des US-Senders CNN. Er zeigt, wie Flüchtlinge als Landarbeiter auf einer Auktion verkauft werden.

Zum anderen macht die Afrikanische Union Druck auf die EU, dem Treiben ein Ende zu bereiten. Für die Afrikaner sind die Europäer mitverantwortlich für den Rückfall in koloniale Gebräuche.

Schließlich haben sie den einstigen Machthabe Gaddafi gestürzt – danach begann das Chaos. Und nun rüsten sie die libysche Küstenwache auf – damit niemand dem “Sklavenmarkt” entkommt?

 

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9 Responses to Krokodilstränen über “Sklavenhandel”

  1. Peter Nemschak 29. November 2017 at 15:47 #

    Die Afrikanische Union könnte in Libyen für Ordnung sorgen statt mit dem Finger auf die Europäer zu zeigen. Auf der einen Seite nehmen die Afrikaner bereitwillig Geld von der EU, auf der anderen spielen sie die moralisch Überlegenen, jene welche die Demokratie in ihren Ländern glauben erfunden zu haben.

    • Ute Plass 29. November 2017 at 20:48 #

      „….die Afrikaner….“ Wer ist das?

      • Oudejans 30. November 2017 at 00:58 #

        Die schon länger dort sind.

      • Peter Nemschak 30. November 2017 at 08:32 #

        Die Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union. Sie stellen auch Friedenstruppen in Krisenherden Afrikas.

  2. Baer 30. November 2017 at 09:34 #

    Ich möchte nicht wissen,wie viele Regierungen an diesem Sklavenhandel mitverdienen.
    Wie schon mehrmals erwähnt, nichts in der Politik geschieht zufällig,alles ist geplant.

  3. Reinhard Lauterbach 1. Dezember 2017 at 09:27 #

    “FAke-REgime in Syrien”? Gemeint war doch wohl Libyen, oder?

    • ebo 1. Dezember 2017 at 09:31 #

      Ja, stimmt – sorry!

  4. Habnix 2. Dezember 2017 at 10:27 #

    Keiner wird dem Handel entkommen! Keiner wird dem Herrn der Ringe entkommen!

    Verwechseln wir bitte nicht unseren vom Konzern-Kapital erlaubten Freiraum nicht mit Freiheit, denn der erlaubte Freiraum ist nur ein Knast ohne Gitter der mit Freiheit nichts zu tun hat, aber die Kunst zu beherrschen sich Unabhängig zu versorgen ist die wahre Freiheit. Wir, das sind über 90% der Weltbevölkerung, dürfen nicht von Freiheit reden, da über 90% der Weltbevölkerung Lohnabhängig sind, was gleichbedeutend ist mit Versklavung durch Lohnabhängigkeit.

  5. Verbotenes Wissen 2. Dezember 2017 at 11:07 #

    Die EU löst nicht einmal das Problem des Sklavenhandels,Menschenhandels und Kinderhandels in Europa.

    Bulgarien und Rumänien Eldorado für Menschenhändler mit europäischen Frauen

    Bulgarien und Rumänien sind die häufigsten Herkunftsländer von Zwangsprostituierten und minderjährigen Sexsklavinnen. Insgesamt werden 120.000 Frauen jährlich nach Westeuropa geschleust.
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bulgarien-und-rumaenien-eldorado-der-menschenhaendler.8e1c6e45-d9fe-4e0b-9d70-df6811d7381b.html
    http://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/prostitution-und-menschenhandel-mit-bulgarischen-frauen-eine-aussteigerin-erzaehlt-a-1135648.html
    https://derstandard.at/2780543/Einkaufsparadies-Moldawien-Wenn-Frauen-zur-Billigware-werden

    Opfer von Menschenhandel in der EU sind in den allermeisten Fällen Europäer
    http://www.dw.com/de/opfer-von-menschenhandel-in-der-eu-sind-meist-europ%C3%A4er/a-17397804

    Sklavenarbeit in Europa wird zur Normalität in Europa, beklagt die europäische Grundrechteagentur
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ausbeutung-im-job-grundrechteagentur-moniert-schwere-verstoesse-a-1036669.html

    Menschenhändlerring in Italien blüht. Der Handel mit rumänischen Kindern auf dem Höchststand (30% aller rumänischen Kinder Opfer von Menschenhandel) seit dem Zusammenbruch des Ostblocks!
    Das gleiche gilt für den Menschenhandel auf dem Balkan, in Moldau und sogar in der Ukraine wächst der Menschenhandel wieder.
    Das erschreckende daran ist: DIe EU Politiker wissen es seit über 15 Jahren. Die Kriminalstatistiken, Reportagen und Berichten von der UN Interpol und anderen Institutionen sind nicht neu. Dennoch kümmert sich die EU lieber um die Bekämpfung des Sklavenhandels und Schleuerrings in Libyen,Syrien,Türkei… Die Europäer sind für die EU Politiker einen Dreck wert.
    Übrigens Viktor Orban ist einer von ganz ganz wenigen Politikern in Europa, der den Europäischen Menschenhandel und Handel mit Sexsklavinnen mit viel Aufwand bekämpft und in vielen Fällen sogar sehr erfolgreich.

    Willkommen in der feudalen mittelalterlichen Feudalherrschaft. Fehlt nur noch die Legalisierung der Leibeigenschaft .

    Die CDU versucht sich nun schnell in Unschuld zu waschen, weil der Maas alles blockiert und verhindert hat.
    Gesetz zum besseren Schutz von Zwangs-Prostituierten scheiterte an Minister Maas
    https://charismatismus.wordpress.com/2017/12/01/gesetz-zum-besseren-schutz-von-zwangs-prostituierten-scheiterte-an-minister-maas/

    In Vergessenheit gerät dabei bei der CDU die Tatsache, dass es die ersten umfassenden Berichte über den exzessiven Menschenhandel in Europa oder die Schleusung von europäsichen Sklaven aus Europa in andere Staaten der Welt bereits spätestens seit 2005 gibt. Ob Interpol,UN oder andere Institutionen…

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