Tusk demütigt May – nun hagelt es Hasstiraden

Wenn die EU-Chefs geglaubt hatten, sie könnten den Showdown beim Brexit hinauszögern, so haben sie sich getäuscht. Die britische Presse reagiert mit Hasstiraden auf die “Demütigung” ihrer Premierministerin May in Salzburg.

Bei dem Gipfel, der von Gastgeber Kurz als Wohlfühl-Trip angelegt war, hatte Ratspräsident Tusk May auflaufen lassen. Ihr Brexit-Plan “wird nicht funktionieren”, sagte er. Frankreichs Macron bezeichnete die Brexiters als “Lügner”.

Nun kommt die Retourkutsche aus London. “Salzburg humiliation leaves May idling at the Brexit crossroads”, schreibt der proeuropäische “Guardian”. Und er drückt sich noch vornehm aus. Die Revolverpresse zieht ganz andere Register.

“Europäische dreckige Ratten” titelte “The Sun”. Dazu druckte er eine Fotomontage von zwei Gangstern mit Maschinengewehren, die Macron und Tusk zeigen sollten. “Euro-Gangster überfallen May aus dem Hinterhalt”, hieß es.

“Nein, Nein, Nein” schrieb die Zeitung “Metro” auf Deutsch und in riesigen Buchstaben auf ihrer ersten Seite. Denn auch Kanzlerin Merkel hat Mays Brexit-Plan abgelehnt. In London sehen sie viele als die mächtigste Frau der EU.

Was kommt als Nächstes? Wird der Tory-Parteitag Anfang Oktober zum Tribunal über die EU? Klar scheint nur, dass Salzburg als Tiefpunkt der britisch-europäischen Beziehungen in die Geschichte eingehen wird…

Siehe auch: Hat dieses Foto die Briten beleidigt?

 
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