So wird Zypern wider Willen in den Irankrieg hineingezogen
Schon vor dem Angriff Israels und der USA auf Iran hatte Zypern große Mühe, den EU-Vorsitz zu stemmen. Nun mußten wegen des Krieges mehrere EU-Treffen abgesagt werden, und die immer noch geteilte Insel wird wider Willen massiv aufgerüstet.
Nachdem eine offenbar iranische Drohne die – exterritoriale – britische Militärbasis auf Zypern getroffen hatte, hat die Insel die Kontrolle über ihr Schicksal verloren. Sie wird zum Objekt einer massiven Aufrüstung und womöglich auch zur Startrampe für den Angriffskrieg.
Als erstes reagierte Griechenland auf den Drohnenvorfall. Die Fregatten der griechischen Marine “Kimon” und “Psara” seien im Rahmen der Verstärkung der Luftverteidigung der Insel auf dem Weg nach Zypern, meldet “Euronews”.
Dann kündigte Großbritannien an, ein Kriegsschiff und Hubschrauber nach Zypern zu entsenden. Da wollte Frankreich nicht nachstehen. Nach Informationen der Cyprus News Agency schickt Paris nun Raketenabwehrsysteme, Drohnenabwehrsysteme und mindestens eine Fregatte.
Deutschland könnte ebenfalls nachziehen, hieß es.
Wird die Waffenhilfe zur Gefahr?
Den Zyprioten wird bei so viel “Waffenhilfe” mulmig zumute. Schließlich sind sie nicht Mitglied der Nato, die meisten wollen nichts mit dem Krieg gegen Iran zu tun haben. Und die Beistandsklausel der EU wurde auch noch nicht ausgelöst.
Ein Regierungssprecher stellte denn auch klar, daß man kein Teil des Konfliktes sei und auch keiner werden wolle. Die militärischen Schutzmaßnahmen dürften nicht falsch interpretiert werden, betonte er. Zitat aus “Politico”:
“They are not in any case measures which indicate the participation of Cyprus in any military operation. We have made it clear and we constantly repeat this, and we will repeat it again today. The Republic of Cyprus has neither participated in, nor is participating in, nor is going to participate in any military operation,” he said.
Das klingt gut – doch werden sich Griechen, Briten, Franzosen und Iraner daran halten? Zypern und der zypriotische EU-Vorsitz werden immer tiefer in den Konflikt hineingezogen – wenn es dumm läuft, wird die Insel zum Kollateralschaden eines fremden Krieges.
Und das mitten im EU-Vorsitz, den Zypern am 1. Januar übernommen hat…
Siehe auch Krieg gegen Iran erreicht Europa – via UK und Zypern
P.S. Die US-Regierung hat eine Reisewarnung für Zypern herausgegeben. Die Lage spitzt sich wohl zu…

4. März 2026 @ 17:51
Wird Zypern in den Krieg gezogen als EU und als nicht-NATO Mitglied (EU Vertrag Artikel 42, Absatz 7)!.
Oder eher die Türkei und damit die NATO (Artikel 5)!?
Obwohl, es sieht zusehends so aus als würden weder Zypern noch die Türkei vom Iran gezogen, als vielmehr von den üblichen Bellizisten in Europa getrieben!?
4. März 2026 @ 11:12
…klar, daß man kein Teil des Konfliktes sei und auch keiner werden wolle…
sonnenklar ist, dass “man die eigenen Hände in Unschuld wäscht, die Drecksarbeit ist schließlich die “der anderen”, das naseweis “unser Kanzler” ganz genau, er ist sich zu gut für “hands oder boots on” aber gut genug für Intrigen jeder, auch der schäbigsten Art. Das Ganze nennt sich dann Vertretung deutscher (?) Interessen, dafür wurde der Friederich vom Willkürherrscher und selbsternanntem Weltenherrscher Megamaga Trump in den höchsten Tönen gepriesen.
Besonders pikant die Lobpreisung des einen, geht immer auf Kosten eines anderen, diesmal dem letzten “one man standing” Sanchez.
Wo bleibt eigentlich die SPD in dem Drama?
Merke: Koalitionsfrieden ist halt wichtiger als Weltfrieden.
Was von der “Freundschaft” oder gar “Solidarität” der SPD (bei Parteitagen immer ganz groß gefeiert, auch und gerade der Herr Sanchez) zu halten ist? Kein Krümel mehr übrig! Aber die Umfrage(un)werte für die SPD in Bayern (8%) zeigen angesichts der anstehenden Kommunalwahlen “stark nach oben”. Was trotz des Komplettverrats an den sozialdemokratischen Friedenswerten und auch an den sozialen Vorstellungen (Krankenhaus”reform”, Renten”reform”, Bürgergeld”reform”, Steuer”reform” ect.) ablesbar ist. Wenn die -berechtigt- als “kleinstes Übel in der Komunalpolitik” ein paar Prozent gutmachen, werden wir die glühende Gutheissung der katastrophalen Bundes- und Europapolitik durch “unsere Medien” erleben dürfen. Ganz großes Politkino also.
Merke: wenn “irgendwer mit Macht” von “unseren Werten”, und dem wichtigen WIR spricht, müssten beim normalen Bürger sämtliche Alarmglocken schrillen.
4. März 2026 @ 13:19
” Wo bleibt eigentlich die SPD in dem Drama?”
Haben Sie das Ihre Genossen im Parteivorstand mal gefragt – im Ortsverein, auf Landesebene und ganz oben?
4. März 2026 @ 20:00
Na klar doch, der Briefe sind reichlich! Die Antworten jedoch nicht hinreichend… Was schert uns unsere Basis, schließlich ist regieren eine ernsthafte Angelegenheit, da muss man schon mal „unbequeme“ Entscheidungen treffen. Hüstel … Mich halten grad nur noch ein paar wie ich widerständige Genoss*innen von AG60+ und von der Arbeitsgruppe Mehr Diplomatie wagen….
4. März 2026 @ 21:40
Ein Problem scheint mir, die mangelnde Organisation abweichender Meinungen/Genossen in der SPD, so es sie denn noch gibt.
Sie tauchten immer mal wieder auf, in den 10er Jahren noch deutlich mehr als jetzt, wo leider die Millenials die damals den “Widerstand” prägten, ihre Diagonalkarrieren abgeschlossen haben oder irrelevant geworden sind.
Unterbezirksübergreifende Organisationen von “Widerständlern” sind mir nicht einmal bekannt.
5. März 2026 @ 00:29
@ Monika:
“Mich halten grad nur noch ein paar wie ich widerständige Genoss*innen von AG60+ und von der Arbeitsgruppe Mehr Diplomatie wagen…”
Ist es nicht eher so, dass diese Gruppen nach aussen nur den Anschein erwecken, in der SPD würde noch Wert auf abweichende Mitgliedermeinungen gelegt ? Diese ganzen Schreiben verschwinden doch nach HiWi-Antwort aus dem Textbaukasten in der Rundablage. Ihr solltet alle geschlossen öffentlichkeitswirksam Eure Parteibücher zurückgeben, damit diese Blenderei der Wähler endlich mal aufhört!
4. März 2026 @ 08:53
Die britische Militärbasis auf Zypern ist nicht „extraterritorial“ sondern „kolonial“ oder genauer – wie auch die zionistische Kolonie Israel in Palästina – „postkolonial“, im Sinne einer andauernden Notwendigkeit Befreiungskämpfe zu führen und nach Unabhängigkeit zu streben!
4. März 2026 @ 01:11
“Den Zyprioten wird bei so viel “Waffenhilfe” mulmig zumute. Schließlich sind sie nicht Mitglied der Nato”
Dann schmeisst als erstes die Briten raus, die Euch das eingebrockt haben! Die sind noch nicht mal mehr Teil der EU, schon vergessen?
4. März 2026 @ 00:13
Es gibt kluge Stimmen im Parlament. Wenn sie nicht zuhören, wird die EU zerbrechen.
Spanien verweigerte den USA und Israel die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe auf Länder des Nahen Ostens.
Die Reaktion der EU auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran hat Spannungen innerhalb der Brüsseler Führung offengelegt: Ursula von der Leyen und Kaja Kallas waren sich uneins darüber, wer in der Krise die notwendigen Maßnahmen ergreifen sollte.
Die spanische Europaabgeordnete Irene Montero erklärte: „Die USA und Israel stellen die größte Bedrohung für die globale Sicherheit und Stabilität dar.“ Sie bombardieren Länder, um Öl zu erbeuten, Handelswege zu kontrollieren und strategische Militärpositionen zu beherrschen. Spanien muss die NATO verlassen.
„Das Bündnis mit den USA bringt uns in Gefahr.“
Europa werde durch die Schließung der Straße von Hormus „in die Hölle stürzen“, erklärte der serbische Präsident Vučić. „Die Ölpreise werden uns alle umbringen“, fügte er hinzu.