Schaut auf dieses Land!

Neuerdings heißt es ja oft, in Brüssel könne man keine Karriere für Deutschland vorbereiten. Der gescheiterte SPD-Chef Schulz habe das gezeigt. Doch es geht auch anders – wie A. Laschet beweist.

Der Ministerpräsident aus NRW war vor seinem Wechsel nach Düsseldorf nämlich Europaabgeordneter. Er machte weniger Wind als Schulz, sondern tat sich mehr durch seine Sacharbeit hervor.

Nun kommt Laschet nach Brüssel. Der CDU-Mann will in der belgischen Hauptstadt mit Premier Michel und mit Wirtschaftsvertretern zusammen treffen. Nur die EU-Kommission fehlt auf seinem Besuchsprogramm.

Zu dumm, denn Kommissionschef Juncker täte gut daran, Laschet im Auge zu behalten. Schließlich entscheidet sich in NRW die politische Zukunft Deutschlands. Hier hat Schulz seine Kanzlerkandidatur eingefädelt.

Und hier hat er erst die Landtagswahl und dann sein Amt als SPD-Chef verloren. Es waren die Genossen aus dem größten Bundesland, die Schulz zum Rückzug gedrängt haben.

Die NRW-SPD könnte auch den Ausschlag beim parteiinternen Referendum zur GroKo geben. Nach Medienberichten liegen die Gegner eines Bündnisses mit der Union vorn. 

Laschet und Juncker hätten also viel zu besprechen. Gern würden wir auch erfahren, wie sie neue Umfragen bewerten, denen zufolge die AfD erstmals die SPD in der Wählergunst überrundet

WAS FEHLT? Das Treffen der EU-Finanzminister. Auf der Agenda steht vor allem ein Austausch über die Förderung grüner Investments. Außerdem sollen sie die Nominierung des spanischen Finanzministers De Guindos für die EZB abnicken.

 
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