Schäuble gibt den Euro-Innenminister

Finanzminister Schäuble hat keine Probleme mit dem Big Brother made in USA. “Meine europäischen Kollegen regen sich jedenfalls nicht darüber auf”, sagte der frühere Innenminister laut “Zeit online”.

Dies ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Erstens verharmlost Schäuble die massive Ausspähung deutscher Bürger und Unternehmen durch US-Dienste.

Zweitens spürt man, dass er immer noch die Brille des Law-and-Order-Innenministers trägt. “Ich bin nie der Meinung gewesen, dass Kommunikation, die weltweit erfolgt, nicht von Nachrichtendiensten überprüft werden darf”, so Schäuble.

Drittens wählt der CDU-Minister eine ungewöhnliche Perspektive – die seiner “europäischen Kollegen”. Er tut so, als sei er der Sprecher der (imaginären) europäischen Innenministerkonferenz.

Kurz: Schäuble gibt den Euro-Innenminister – so wie er nach der Bundestagswahl wohl auch gern den Euro-Finanzminister geben würde. Der Mann traut sich alles zu – und ihm ist alles zuzutrauen…

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