Wieviel Nachhaltigkeit hätten’s denn gern?

Die Ziele klingen toll. Das Ende der Wegwerfgesellschaft, genug Essen für alle, umweltverträgliche Energie – all das hat sich die UNO seit 2016 auf die Fahnen geschrieben. Doch der Weg zur “Nachhaltigkeit” bleibt vage – auch in der EU.

Statt einer klaren Strategie zur Erreichung der Uno-Ziele legte die EU-Kommission nur ein “Reflexionspapier” vor (PDF hier). Doch selbst das ist noch zu viel gesagt. Das Nachdenken geht nämlich nicht sehr weit.

In der Praxis reicht die Brüsseler Behörde den Schwarzen Peter an die 28 Mitgliedstaaten weiter. Die sollen sich nun selbst den Kopf zerbrechen und zwischen drei Optionen bzw. Szenarien entscheiden.

  • Szenario eins würde eine umfassende EU-Strategie mit konkreten bis 2030 zu erreichenden Zielen bedeuten.
  • Nach Szenario zwei würden die Uno-Ziele die EU weiter “inspirieren”, die Staaten würden aber zu nichts gezwungen.
  • In Szenario drei würde Brüssel versuchen, “dem Rest der Welt zu helfen“, weil die EU “bereits ein Spitzenreiter” sei.

Ein neues Wirtschaftsmodell, wie es zuvor großspurig angekündigt wurde, ist das nicht. Eher ein neuer Fragebogen – wie das “Weißbuch” zur weiteren Entwicklung der EU, das die Kommission 2017 vorgelegt hatte.

Zwei Jahre später haben sich die Mitgliedstaaten immer noch nicht entschieden, wie es mit ihrer Union weitergeht. Dasselbe ist nun auch bei Nachhaltigkeit zu befürchten…

 

 
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