“Heimat Europa” – eine deutsche Ideologie?

Der Heimat-Begriff ist schwer en vogue in Deutschland. Konservative und Grüne ringen um die Deutungshoheit – und versuchen, mit Heimat-Gefühlen bei der Europawahl zu punkten.

So war es wohl auch kein Zufall, dass die “taz” ihren jährliche Kongress (“taz lab”) dem Thema Heimat Europa widmete. “Heimat, Sehnsucht, Nachbarschaften”, so der vollständige Titel.

Alles schöne Begriffe – doch lassen sie sich auf die EU und ihre aktuelle Politik anwenden? Da habe ich doch große Zweifel, selbst wenn es EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) versucht.

Bei den beiden Gesprächsrunden, die ich moderieren durfte, ging es allerdings um andere Themen. Ein Gespräch mit Martin Schirdewan von der Linken, eine Diskussion mit Jan Zahradil von den Rechtskonservativen – das war ein sehr breites Spektrum…

Auch inhaltlich war es sehr bunt. Schirdewan berichtete vom “Pan-European Personal Pension Product” – und davon, was es mit dem US-Investor Blackrock zu tun hat.

Und Zahradil erklärte, warum er Europa für eine deutsche “Ersatzidentität” hält – womit er indirekt auch das Motto des taz lab kritisierte – nämlich Europa als Heimat…

Mehr dazu hier (auf meinem taz-Blog)

 
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