Gaskrise: “Mit fast leerem Tank auf der Autobahn”
Leere Gasspeicher, chwankende Gaspreise und zunehmende Abhängigkeit von LNG aus den USA: Kurz vor einer Sondersitzung des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie in Berlin schrillen auch in Brüssel die Alarmglocken.
Die EU-Kommission will zwar (noch) nicht von einer neuen Versorgungskrise sprechen. Von einer europaweiten Gasmangellage könne keine Rede sein, heißt es in der Brüsseler Behörde. Allerdings seien die Speicherstände niedriger als im Fünf-Jahres-Durchschnitt.
Dies räumt auch der deutsche Energieexperte Georg Zachmann vom Brüsseler Thinktank Bruegel ein. „Es ist ein bißchen, als würde man mit fast leerem Tank auf der Autobahn fahren und nach einer Ausfahrt suchen“, sagt er. Vor allem in Deutschland seien die Speicher ungewöhnlich leer.
„Das macht einen natürlich nervös“, so Zachmann. „Aber es sieht doch so aus, dass wir die Tankstelle gut erreichen werden.“ Am vergangenen Wochenende waren noch etwa 60 TWh in den deutschen Gasspeichern, weiß er. „Das reicht für zwei kühle Monate – dann ist der Winter vorbei.“
Warum die EU trotzdem ein Problem hat, steht hier (Link zur “Berliner Zeitung”). Siehe auch “Die nächste Gaskrise”

19. Februar 2026 @ 14:09
Die Gasprinzessin ist halt eine Marktradikale. Die Unternehmen sollten von den Vorhaltekosten entlastet werden und schwupps zeigt soch, dass sie nur das Minimale tun.
Risikovorsorge die Gewinne kostet? Wo kommen wir da hin?
Der egoistische Markt kann es eben nicht, wenn er nicht im Gesamtinteresse hinreichend reguliert wird.
Aber selbst wenn es diesmal schief geht, jammern gewiss ein paar libertäre Idioten, dass es zu viel Regulierung gäbe….
18. Februar 2026 @ 10:40
“… zunehmende Abhängigkeit von LNG aus den USA:” “Wir sind abhängig von den USA!” * zähneklapper * “Wir sind nicht souverän!” * knieschlotter * (wir tun bloß so, am Liebsten handeln wir gegen eigene Interessen und im Sinne des “Großen Meisters”!) “Lieber Onkel Donald, wenn du uns schon nicht lieb hast, dann schlag uns wenigesten!” * Aua * “Danke!”
“Leere Gasspeicher”: Kaum sind die Grünen weg und die CDU versucht sich an “Wirtschaft und Energie” schon geht’s daneben! Lieber Gott, gib uns den Robert wieder!!
18. Februar 2026 @ 11:53
“Lieber Gott, gib uns den Robert wieder!!”
Dann lieber frieren!
18. Februar 2026 @ 13:30
Der kann doch nicht.
Der lehrt jetzt Habeconomics in den USA 😉
18. Februar 2026 @ 09:17
Haarsträubend: Was für friedensbewegte Umweltschützer jahrzehntelang die von vielen Seiten bekämpfte Energie-Leitlinie war, macht sich jetzt der Rüstungskonzern Rheinmetall zu eigen, um ungehindert von Energiekrisen und Sanktionen Krieg führen zu können:
Rheinmetall plant deshalb ein europaweites Netzwerk von autarken Energieinseln. Dort sollen Elektrolyseure von Cleantech-Unternehmen wie Sunfire aus Dresden grünen Wasserstoff erzeugen. Der große Verbündete? Wind und Sonne. „Denen ist egal, ob Krieg oder Frieden herrscht“, sagt Britzen. „Die sind immer da.“
Die Begründung ist eine vernichtende Bilanz der großmäuligen „Kriegstüchtigkeit“:
Die Vorräte für Panzer, Kampfflugzeuge, Lkw und auch Krankenhäuser wären im Kriegsfall nach wenigen Wochen aufgebraucht.
Siehe https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wasserstoff-Projekt-von-Rheinmetall-Die-europaeischen-Treibstoffvorraete-reichen-fuer-drei-Monate-Krieg-id30354124.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
18. Februar 2026 @ 10:48
@ B.Weber
FACK!
Dein Kommentar-Zitat offenbart noch etwas: Man braucht Energietransformation um transformationsfähige Energie zu erzeugen (hier: “grünen” Wasserstoff). Von Thermodynamik, Entropie und Dissipation hat keiner was gehört. https://www.hhoeft.de/mythos/wp-content/uploads/2025/11/image1-1.jpg
18. Februar 2026 @ 08:36
Wer Versorgungssicherheit will, muss seine Gasspeicher so führen, dass auch bei niedrigen Temperaturen die Entnahmeleistung stabil bleibt. Denn der Druck mit dem die Leitungen gefüllt werden, ist vom Füllstand abhängig.
18. Februar 2026 @ 07:52
Gas aus Russland hat uns Versorgungssicherheit gewährleistet sowie wettbewerbsfähig und unabhängiger gemacht. US Gas liefert unsere Versorgungssicherheit einer Kabale von Zockern aus, die auf das Wetter wetten, uns lieber den direkten Erpressungen der USA unterwerfen und unsere Wirtschaft aushöhlen.
Die Wahl ist ebenso unangenehm wie einfach.
17. Februar 2026 @ 18:54
Kostet LNG aus den USA nicht nur das etwa 3-4-fache im Vergleich zu Gas aus Russland? Trump wird sich freuen! Schäden durch „fracking“ fallen da nicht ins Gewicht, trifft schließlich die eigenen Leute! Und ob das Geld dann in Europa bzw. Deutschland an allen Ecken und Enden fehlt … „who cares“, Hauptsache man gefällt Trump!
17. Februar 2026 @ 18:03
“Von einer europaweiten Gasmangellage könne keine Rede sein”
Crisis? What crisis?
Vielleicht kommen wir auch diesmal wieder über den Winter… aber was KOSTET uns das?