Folge des Handelskriegs: China überholt USA beim Handel

Die willkürliche Zoll- und Abschottungspolitik von US-Präsident Trump zeigt Wirkung: Die USA sind nicht mehr der wichtigste deutsche Handelspartner, sondern China. Das hat konsequenzen – auch für die EU.

Mit den Vereinigten Staaten wurden von Januar bis August Güter im Wert von 162,8 Mrd. Euro gehandelt, während sich der Warenaustausch mit China auf 163,4 Mrd. Euro summierte.

Das geht aus Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters hervor. Noch im ersten Halbjahr hatten die USA vorn gelegen. Erst 2024 nahmen sie China den Titel als wichtigster deutscher Handelspartner ab, den die Volksrepublik von 2016 bis 2023 trug.

Gründe für den Wechsel sind laut “Reuters” zum einen sinkende deutsche Exporte in die USA wegen der hohen Zölle von Präsident Trump, zum anderen eine Importflut von Waren aus China.

Der Boom der Exporte ist allerdings auch auf Trump zurückzuführen. Denn er hat gerade für chinesische Waren hohe Zollbarrieren errichtet. Dies führt dazu, dass chinesische Exporte nach EUropa “umgeleitet” werden.

Das Problem heißt Trump

Der wirksamste Hebel, das zu ändern, liegt deshalb in Washington. Die EU müsste Druck auf Trump ausüben, um den amerikanischen Handelskrieg einzudämmen. Doch das wagen die EUropäer nicht.

Stattdessen dürften sie nun ihrerseits den Druck auf China erhöhen. Zum Reizthema “Seltene Erden” ist bereits eine Krisensitzung in Brüssel angesetzt. Auch hier liegt der Auslöser in Washington.

Bemerkenswert ist, dass Frankreich im deutschen Handel nur noch eine Nebenrolle spielt. Früher war es einmal der wichtigste deutsche Handelspartner, heute ist es nur noch wichtigster Partner innerhalb der EU. 

Das bedeutet, daß der Binnenmarkt aus deutscher Sicht nicht mehr die entscheidende Rolle spielt. Viel wichtiger – und turbulenter – werden die Handelsbeziehungen zu den USA und mehr und mehr zu China…

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