Eine ketzerische Bemerkung zum Binnenmarkt

Im vergangenen Jahr sind so viele EU-Bürger nach Deutschland zugewandert wie nie zuvor, vor allem aus Osteuropa. Insgesamt leben nun gut 4 Mio. EU-Ausländer in der BRD. Was, es wenn es noch mehr werden?

Bisher wird diese Frage in Berlin nicht gestellt. Dabei haben wir ja gerade in Großbritannien gesehen, was passieren kann, wenn der Migrationsdruck zu hoch wird, oder wenn die Bürger dies glauben.

Auch in der Schweiz gibt es schon eine Bewegung gegen die Zuwanderung, in diesem Fall witzigerweise aus Deutschland. Offenbar trifft das Problem vor allem wirtschaftlich attraktive Staaten.

Der EU-Binnenmarkt gibt darauf keine Antwort, im Gegenteil: Er kennt keine Grenzen – weder für die Zuwanderung von Arbeitnehmern, noch für die (noch gefährlichere) Abwanderung von Kapital.

Bisher macht in Deutschland auch niemand Anstalten, das zu ändern. Der Binnenmarkt ist heilig, wie wir gerade in den Sondierungen zum Brexit sehen. Niemand darauf daran rütteln!

Dennoch erlaube ich mir eine ketzerische Bemerkung: Wenn es Deutschland irgendwann “zu viel” wird, dann wird bestimmt auch an der Arbeitnehmer-Freizügigkeit gerüttelt – wetten, das?

Bei Schengen, einem anderen angeblich unantastbaren Grundpfeiler der europäischen Einigung, hat Berlin ja schon Sonderregeln durchgesetzt…

 

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