Droht ein “Black Friday” – und wenn ja, wem?

Der berühmte Spekulant und Sponsor G. Soros hat vor einem “Black Friday” gewarnt, falls die Briten am Donnerstag für den Brexit stimmen. Nicht nur UK, die ganze EU würden leiden.

Der Mann muss es wissen, schließlich hat er schon mal erfolgreich gegen das Pfund spekuliert. Diesmal sieht er Folgendes voraus, Zitat aus dem “Guardian”:

Sterling is almost ­certain to fall steeply and quickly if leave wins the referendum. I would expect this devaluation to be bigger and also more disruptive than the 15% ­devaluation that occurred in September 1992, when I was fortunate enough to make a ­substantial profit for my hedge fund investors at the expense of the Bank of England and the British government.

Sollte er Recht behalten, so hätte vor allem die Bank of England ein Problem, denn sie kann die Zinsen kaum noch senken, um gegenzusteuern. Aber auch den Banken der Eurozone droht Ärger.

Die EZB beteuert, sie sei für alle Fälle gerüstet – dabei ist auch sie schon am Anschlag. Wenig glaubwürdig klingt auch das Statement der Deutschen Bank, die stark in UK exponiert ist.

“Ich kann Ihnen versichern, dass wir uns bei der Deutschen Bank gut darauf vorbereitet haben”, sagte Vorstandschef J. Cryan in Berlin. So gut wie auf die Turbulenzen im Frühjahr, die die Bank kalt erwischt haben?