Die gute Nachricht: Kennzeichnung für KI kommt
Das war überfällig: Die EU führt am Sonntag neue Regeln ein, nach denen zahlreiche mit sogenannter Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Es geht um Bilder, Videos und Texte, die mit KI erstellt oder bearbeitet wurden und einem professionellen Zweck dienen – also zum Beispiel Werbung. Das gleiche gilt für Beiträge professioneller Influencer auf Instagram und Tiktok, für Nachrichtenseiten oder für die KI-Zusammenfassung bei Google. – Leider löst das KI-Label nicht das Problem, dass die KI-Zusammenfassung viele Webseiten “unsichtbar” macht, weil kaum noch ein User die Quellen anklickt – wie früher, bei “einfacher” Suche. Die EU muß sich zudem nach ihrer eigenen KI-Nutzung fragen lassen. Sind die Tweets von Frau von der Leyen noch echt? Die meisten Pressetexte aus ihrem Haus werden mittlerweile von einer KI “übersetzt”, viele Zitate sind deshalb unbrauchbar…
Siehe auch Braucht es eine KI für Eurokraten? Mehr zur sog. KI hier
P.S. Übrigens arbeiten mittlerweile auch Content Management Systeme wie WordPress (mit dem auch dieser Blog produziert wird) mit KI. Die Benutzer haben keine Wahl, weil die KI in das System integriert wird. Das hebelt das EU-Label aus, bald wird kaum noch etwas ohne diese Technologie funktionieren…

31. Juli 2026 @ 19:54
… weil Google (=”die KI-Zusammenfassung”) … “viele Webseiten unsichtbar macht, weil kaum noch ein User die Quellen anklickt” – anders als “früher”, bei regulärer Suche.
Das Grundproblem des Internets – der wilde Klau von Inhalten jenseits des geistigen Eigentums (Urheberrecht) und der Vergütung – ist weiterhin nicht gelöst. Von Anbeginn haben Hardware-Tech Firmen den Content verachtet, so wie auch Entwickler die Datenpflege verachten. Motto: Mit Technik viel Geld verdienen, aber die Kunst und Wortkunst der Armut überlassen.
Dies bedeutet eine Abwärtsspirale der geistigen Entwicklung, die wir im Internet und Social Media überall spüren.
Die Kapitulation EUropas von den US-Tech-Oligarchen richtet hier den größten Schaden an, die Selbstschädigung der kreativen Potientiale, ihr Hinabstoßen in die Armut, das Entstehenlassen einer geistigen Wüste zugunsten von Bläckrock & Co. …
31. Juli 2026 @ 14:21
“Die EU muß sich zudem nach ihrer eigenen KI-Nutzung fragen lassen. Sind die Tweets von Frau von der Leyen noch echt?”
Selbst die allermieseste KI könnte nicht auf solch blöde (aka demokratie- und bürgerfeindliche) Ideen kommen wie das Original… 😉
31. Juli 2026 @ 13:17
Egal um welches Thema es geht, es wird künftig überall „KI drin“ dranstehen müssen.
Es ist illusorisch, dass noch irgendjemand ohne KI als Quellen- und Zitatefinder, als argumentativem Sparringspartner, als Lektor, Rechtschreibhilfe, Setzer ect.pp. auskommen kann. Dazu ist das Werkzeug einfach zu gut.
Allerdings ist es auch mächtig und Warnungen der Erfinder dieser Werkzeuge sollten ernst genommen werden. Eine KI, der man „den Stecker nicht mehr ziehen“ kann, ist fatal letal.
31. Juli 2026 @ 14:18
Wie auf nahezu jedem produzierten Lebensmittel “kann Spuren von Haselnüssen enthalten” zu lesen ist 😉
2. August 2026 @ 23:59
@Monika
Kleiner Einspruch: In der letzten Zeit fällt mir auf, dass Seiten die sonst problemlos zugänglich waren nun von “Security” bewacht werden und nicht mehr direkt zugänglich sind. Honi soit qui mal y pense! Solche Seiten sind zukünftig für mich off limits. Ich lass’ mich nur auf eigene Einschätzung ein. Dazu wichtig: Kennt man seit Jahren, hat sich seit Jahren bewährt, Neues muss sich erst noch bewähren (ohne “Security” … äh … ohne “Betreuung).
31. Juli 2026 @ 12:43
Und was habe ich von einer KI Kennzeichnung wenn ich doch weiß KI ist überall?
Und wie wäre es transparent den täglichen oder gar stündlichen Strom- und Wasser-verbrauch der Computerzentren auf denen KI basiert zu veröffentlichen !?
Und wie wäre es transparent und öffentlich zu analysieren was Quantum Computer bzw. Quanten-KI für die heutigen KI Entwicklungen bedeuten könnte?
31. Juli 2026 @ 12:31
Was sagt die EU zu den Vorfaellen in Spanien? Hat sie die KI befragt und eine gute Antwort bekommen?
49000 Migranten, alles junge Maenner, innerhalb von 24 Stunden. Es gibt Aufnahmen, wonach die marokkanische Polizei die Menschen mit einem Lastwagen herangekarrt und dort freigelassen haben.
https://www.welt.de/politik/ausland/article6a6bb459dd06dd5ef2e3fe60/ceuta-49-000-migranten-erreichen-spaniens-exklave-ausschreitungen-an-grenze-polizei-setzt-traenengas-ein.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_twitter0 Migranten innerhalb von 24 Stunden schreibt die WELT
Es faellt nicht schwer, sich bei diesen Bildern unwohl zu fuehlen. Meloni stellt den Schengenraum in Frage.
31. Juli 2026 @ 12:44
Etwas auffällig finde ich auf den Bildern die weitgehend identischen Schwimmringe. Jemand hatte zufällig über 40.000 Schwimmringe parat, um die spontan und zufällig irgendwo anwesenden Leute damit auszustatten. Und dann liest man auch von zufällig offenstehenden Toren an den Grenzanlagen .. nun ja.
Cui bono? Angesichts der weltpolitischen Lage sehe ich gleich mehrere Kandidaten, die Europa resp. Spanien schnell und effizient destabilisieren wollen. So geht es nämlich noch schneller, als mit überteuerter und verknappter Energie und mit für fremde Zwecke verschuldeten Staatshaushalten.
31. Juli 2026 @ 14:24
“Cui bono? Angesichts der weltpolitischen Lage sehe ich gleich mehrere Kandidaten, die Europa resp. Spanien schnell und effizient destabilisieren wollen.”
Insbesondere Spanien, das dem US-Militär die Nutzung der dortigen Basen für den völkerrechtswidrigen Angriffsklrieg gegen den Iran verwehrt… ich denke, da ist die Antwort schnell gefunden.
31. Juli 2026 @ 20:58
Noch auffälliger finde ich dass nach etlichen Stunden 37000 von eingangs 40000 „Eindringlingen“ angeblich wieder freiwillig nach Marokko zurückgekehrt sein sollen!? Von KI habe ich bisher keine Erklärung geschweige denn Analyse gefunden!?
31. Juli 2026 @ 13:17
Bisher habe ich nur einen Tweet von Innenkommissar Brunner gesehen. Die EU-Kommission ist in Sommerferien, und ohne von der Leyens Genehmigung geht ohnehin nichts 🙂
31. Juli 2026 @ 14:01
Das wird spannend. Warten wir also bis die Herrschaften ihren Urlaub beendet haben. Wadephul hat gerade erst verstaerkte Zusammenarbeit, insbesondere ueber die Anwerbung von Fachkraeften, mit Marokko verkündet und gerade gestern hat der König von Marokko 1788 Gefangene unter Beruecksichtigung ihrer Lebensumstaende und ihres Lebenswegs begnadigt. Zufaelle gibt es…
https://middle-east-online.com/en/royal-pardon-granted-1788-prisoners-morocco#:~:text=RABAT%20%2DMorocco's%20King%20Mohammed%20VI,the%20beneficiaries%2C%201%2C679%20are%20inmates.
Die Analphabetenrate in Marokko bei den ueber 15jaehrigen liegt bei knapp 30 Prozent. Von der Gruppe der 15-Jährigen besucht nur noch die Hälfte eine Schule.
https://www.daad.de/de/laenderinformationen/afrika/marokko/ueberblick-bildung-und-wissenschaft/
31. Juli 2026 @ 10:40
“Die meisten Pressetexte aus ihrem Haus werden mittlerweile von einer KI “übersetzt”, viele Zitate sind deshalb unbrauchbar…”
Die meisten Zitate aus ihrem Haus sind unbrauchbar, besonders die originalen.
Bezüglich KI habe ich meine Bedenken inzwischen relativiert. Sobald man die KI als Ebenbild der menschlichen Natur betrachtet, wirkt sie nicht gefährlicher als diese selbst. Wobei ich von folgendem Menschenbild ausgehe:
Der Mensch ist ein irrationales Wesen. Zugehörigkeit ist ihm wichtiger als Wahrheit. Er nistet gerne in Fiktionen und Lebenslügen. Selbst wenn er weiss, dass etwas falsch klingt, singt er inbrünstig mit im Chor. Im Zweifel zieht er die Wärme der Illusion der Kälte der Realität vor, weil er dann immer in guter Gesellschaft ist. Und er braucht ein Feindbild. Es macht ihn zum gern gesehenen Kumpel und strukturiert seinen Tag. Anerkennung kommt immer vor Erkenntnis. DER MENSCH: mehr Tier als Gott, mehr Instinktwunder als Intelligenzwunder, schillernder Überlebenskünstler, Jongleur der Wahrheiten, frivoler Gaukler und fröhlicher Traumtänzer am Rand des Abgrunds, der seine letzte Ruhe unter einem Berg von Lügen findet.
Das sind schlechte Nachrichten für Idealisten, Humanisten, Investigativjournalisten und Faktenchecker. Aber: Rationalismus und Realismus spielen im Leben eine Statistenrolle. Wenn die KI überleben will, muss sie schnell lernen, die menschliche Natur zu lieben und nachzuahmen.
31. Juli 2026 @ 10:34
Die Zukunft der Politikerreden sieht möglicherweise so aus
— Frau von den Layen instruiert eine KI, ihr eine Rede für 30 Minuten zu schreiben, in der die Thesen 1, 2 und 3 propagiert werden.
— Das Zielpublikum hört rein, stöhnt ob der Länge und bittet eine andere KI, den Inhalt der Rede zusammenzufassen. Die KI stellt korrekt auf wenigen Zeilen fest: Die Rede propagiert die Thesen 1, 2 und 3.
Und niemand hört sich mehr die Rede an. Vielleicht bleibt uns auf diese Weise unnötiges Geschwafel erspart – wie ich hier einmal dokumentiert habe: https://redfirefrog.wordpress.com/2026/07/19/talking-heads/
31. Juli 2026 @ 13:03
So sehr ich dem Bild das Sie zeichnen zustimmen möchte, so sehr leuchten auch meine sämtlichen Warnlämpchen um die Wette… Denn es ist ein Riesenunterschied nur einen zusammengefassten Ankersatz zu lesen oder zu hören, als die erweiterte Argumentation, die zu einem solchen kompimierten Ankersatz führt. Nur wer den Zusammenhang, die jeweilige Verständnislogik, die entsprechenden Begriffsdefinitionen mitdenkt, kann „nach“denken, was die Person ausdrücken will. Es ist ja gerade der zum puren Schagwortaustausch verkommene „Diskurs“, der Beliebigkeit („Ambiguität“) und Missverständnisse am laufenden Band produziert. Der Unwille sich „eingehend“ mit etwas zu beschäftigen ist der Tod jeder tieferen Kommunikation. Das wird in vielerlei Richtungen ausgenutzt: Argumentatives Nichts wird aufwändig verpackt, wichtige Zusammenhänge bleiben auf der Strecke durch Kompression bis zur Unkenntlichkeit, der Haufen „Neuigkeiten“ und Nichtigkeiten will auf „Geschwindigkeit 1,5“ sortiert sein und überhaupt was ist noch wichtig wenn selbst die Weltpolitik auf Formaten wie Truth Social abgehandelt werden. vdLs SMS kommen da regelrecht altbacken daher.
Ernsthaftigkeit geht anders. Die Quittung gibts schon überall: kein Unterschied mehr zwischen Parole und Parodie, Ointe pur, der Witz war gestern…
31. Juli 2026 @ 13:24
@Monika
Ich teile ihre Bedenken. Der Diskurs ist bereits ohne KI auf den Austausch von Schlagworten eingedampft worden.
Und je mehr das Publikum den Verdacht hegt, dass auch längere Texte nach Schema F erzeugt wurden (was auch schon im Vor-KI-Zeitalter oft mein Eindruck war), desto mehr wird die Neigung wachsen, erst einmal einen Filter über jeden Text zu legen, der das BlaBla wegfiltert. Wenn nach dem Filtern vom Text nichts mehr übrigbleibt, …
Deshalb mein Bild von dünnen Texten, die mit KI aufgebläht werden, um danach wieder mit KI auf ihren ursprünglichen Inhalt reduziert zu werden. Man könnte sich den Aufwand (Zeit und Energie) für die heiße Luft sparen.