Bad timing: Klimakommissar in Nöten

Im Streit mit den USA geht er zum Angriff über. Der Pariser Klimavertrag sei nicht verhandelbar, sagt der EU-Kommissar für Klimaschutz, Canete. Doch hinter den Kulissen muss er sich selbst verteidigen.

Die Linken im Europaparlament haben gerade seinen Rücktritt gefordert. Denn Canetes Name wird immer öfter im Zusammenhang mit dem Panama-Skandal um Offshore-Firmen und Steuerflucht genannt.

Die Anti-Betrugsbehörde OLAF habe eine Untersuchung gestartet, heißt es nun in einer Pressemitteilung der Linken. Der Name seiner Frau taucht in den “Panama Papers” auf – und offenbar ist es ernster, als bisher gedacht.

Dazu die linke spanische Europaabgeordnete M. Albiol:

“Cañete is embedded in yet another corruption scandal. He already has ties to the oil sector as part of his portfolio as the Commissioner in charge of climate action and energy. He also receives an enormous amount of EU funding for his family’s farming estate. And now, he is being investigated for having links to an offshore company in Panama. This is simply unacceptable and he must step down immediately, or be made to do so by President Juncker.”

Doch in der EU-Kommisison spielt man den Fall bisher herunter. Behördenchef Juncker war gerade selbst vor dem Panama-Ausschuß; er hat kein Interesse an einem Rücktritt.

Fest steht, dass die neuen Anschuldigungen zum denkbar ungünstigsten Moment kommen. Ein korrupter Klimakommissar, und das gerade jetzt, da die EU sich als Vorbild präsentiert – nicht auszudenken…

 
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