Von wegen Trendwende

Kaum hat EU-Währungskommissar Rehn die Trendwende in der Eurokrise verkündet, hagelt es schlechte Wirtschaftsdaten. Nachdem die EZB am Donnerstag die Wachstumsprognose für 2013 heruntergeschraubt hat, ist nun die Bundesbank an der Reihe: Die deutsche Wirtschaft werde nur noch um 0,4 Prozent wachsen und nicht, wie bisher angenommen, um 1,6 Prozent.

Deutschland verliert damit endgültig die Rolle des “Konjunkturmotors” für die Eurozone. Auch seine Lieblingspartner Holland und Finnland schwächeln: Finland rutschte nun offiziell in die Rezession, in den Niederlanden schrumpft die Wirtschaft schneller als in Italien.

Schlechte Nachrichten kommen auch vom Anleihemarkt: Die Risikoaufschläge für Italien gehen wieder hoch. Nachdem sie wochenlang gesunken waren, sorgt jetzt die Regierungskrise in Rom für Verunsicherung. Zudem machen Gerüchte die Runde, dass eine neue Welle von Downgradings bevorsteht.

Neben den Niederlanden könnte es diesmal auch Großbritannien und vielleicht sogar Deutschland treffen. Mehr zum Thema hier und hier.