Deutschland vermiest Feier zu 40 Jahre Schengen
Am 14. Juni 1985 begann in der EU die Zeit des grenzenlosen Reisens. Am Freitag – 40 Jahre später – gab es in dem kleinen Luxemburger Ort Schengen eine Gedenkfeier. Doch die Stimmung war schlecht: Mit seinen Grenzkontrollen hat Deutschland die Axt an Schengen angelegt. „Kontrollen an den Binnengrenzen stören das über Jahrzehnte entwickelte gemeinsame grenzüberschreitende Leben“, betonte Luxemburgs Innenminister Gloden. Er habe seinen deutschen Amtskollegen Dobrindt an sein Versprechen erinnert, die Grenzkontrollen weiter ins Landesinnere zu verlagern. – Die EU-Kommission, die eigentlich über die Einhaltung wachen sollte, schaut weg. Ob es vielleicht damit zusammenhängt, dass ihre Chefin eine Deutsche ist und derselben Partei angehört wie Kanzler Merz?
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15. Juni 2025 @ 19:59
Bin heute von Dänemark mit dem Zug nach Flensburg und da haben sie tatsächlich von den Urlaubern (auf dem Bahnsteig in Flensburg) die Ausweise verlangt.
Ich hatte mit meinem Gepäck und dem Fahrrad zu tun und bin dann einfach weitergegangen. Gut, in den skandinavischen Ländern werde ich meist in der Landessprache angesprochen.
Was für eine kranke Geld- und Ressourcenverschwendung aber Hauptsache der Michel freut sich
16. Juni 2025 @ 12:36
Immer schön den Passierschein A38 griffbereit halten!
16. Juni 2025 @ 12:54
Dänemark hat wohl die restriktivste Migrationspolitik, Polen hat das Asylrecht ausgesetzt, Österreich kontrolliert die Grenzen zu Ungarn und Tschechien….
15. Juni 2025 @ 13:51
Natürlich Deutschland, wer sonst? Alle anderen EU-Länder halten sich ja daran. Was Schengen gebracht hat: Eine stets zunehmende Armutsmigration aus Südosteuropa mit ausuferndem Sozialbetrug. (Allein Duisburg versucht seit kurzem massiv dagegen vorzugehen). Eine erhöhte Kriminalstatistik, Banden, die Bankautomaten sprengen, entkommen häufig nach Holland. Steigende Integrationskosten (Wenn man nach Kanada auswandern will, sollte man Englisch oder Französisch können, bevor man ins Land kommt).
Dass Pendler an den Grenzen im Stau stehen, ist politisch gewollt. Wer will, kann Ausnahmeregelungen beschließen. Bei Reedereien üblich, wenn der Ozeanriese in New York ablegt, wissen die Behörden in Genua schon bescheid. Fracht-, Passagier-, Personallisten werden vorab übermittelt. Deutschland will angeblich seine Landesverteidigung ausbauen, es ist den Behörden aber anscheinend egal, wer ins Land kommt. Deutschland ähnelt mehr einem Besiedlungsgebiet von Brüssel Gnaden und nicht einem souveränen Staat.
15. Juni 2025 @ 12:35
“Er habe seinen deutschen Amtskollegen Dobrindt an sein Versprechen erinnert, die Grenzkontrollen weiter ins Landesinnere zu verlagern.”
Wie soll das gehen, Grenzkontrollen im Landesinnern? Wenn schon, dann muss man die Grenzkontrollen an die Grenzen des Grenzfreien Gebiets verlagern, also an die Aussengrenzen.
Ansonsten haben wir dann doch nur wieder eine Legitimation für einen Polizeistaat wie zu Zeiten der RAF, als man an jeder Autobahnauffahrt oder wo auch immer mit umgehängter MP kontrolliert werden konnte… aber wahrscheinlich soll es – nicht nur in Deutschland – genau wieder dorthin.
15. Juni 2025 @ 10:55
Deutschland vermiest (mir) nicht nur dieses Jubiläum.
Seit mindestens 30 Jahren dominiert Deutschland die EU immer mehr von einer tollen und völkerverbindenden Idee mit neoliberalen Anwandlungen in eine neoliberale Anwandlung ohne jede tolle Idee. Spätestens seit 15 Jahren kommen dann noch Betrug (Minsk
II), Erpressung (Griechenland), fanatische Kriegsgeilheit und andere unangenehme Eigenschaften, deren Erwähnung hier den Rahmen sprengen würden, hinzu.
15. Juni 2025 @ 10:05
Schade, 1985 fand ich das toll…