Verbrennerverbot: Von der Leyen kommt Autokonzernen entgegen
Im Streit um das Verbot des Verbrennermotors in Europa ab 2035 will die EU-Kommission den Konzernen entgegenkommen.
Die eigentlich erst 2026 geplante Überprüfung der CO2-Grenzwerte für Autos soll bereits auf Ende dieses Jahres vorgezogen werden, hieß es nach einem „Autogipfel“ mit Kommissionschefin von der Leyen.
„Die gesetzlich vorgesehene Überprüfung wird so bald wie möglich durchgeführt“, teilte ein Sprecher von Industriekommissar Séjourné mit.
Die europäischen Grenzwerte legen fest, wie viel CO2 die Autoflotten der großen Hersteller in Zukunft noch ausstoßen dürfen. Nach den Plänen der EU sollen diese Werte 2035 auf null sinken – dann dürften keine Neuwagen mit Verbrennermotoren mehr zugelassen werden.
Doch nun könnte diese Vorgabe wanken, hieß es in Brüssel. – Weiterlesen auf taz.de
P.S. Neben den Autobossen hatten auch Kanzler Merz, CSU-Chef Söder und CDU/CSU Druck gemacht. Da kann frau schon mal schwach werden…

13. September 2025 @ 22:32
@WBD
Für ein E-Auto braucht man rund 80 kg Kupfer, für ein Windrad 4 – 80 Tonnen. Für die “Energiewende” gräbt man den halben Globus um. Für Ammoniak, Beton, Stahl oder Kunststoff braucht man fossile Energieträger, weltweit 10 Milliarden Tonnen jährlich und unsere Welt ist buchstäblich auf Sand gebaut, ganze Inseln werden dafür weggebaggert.
13. September 2025 @ 17:36
Entweder es wird das Brenner-Aus in die Tonne gekloppt, oder die AfD gewinnt die nächsten Wahlen. Dass es nicht passiert, dass die AfD gewinnt, müssen die Altparteien nachgeben, mit ihrem ehemals leicht-grünen Gedöns. Trampl hat sich schon von jedwedem Klimaziel verabschiedet. Europa wird folgen, schon wegen der Arbeitsplätze, die erhalten werden wollen.
13. September 2025 @ 13:02
… und jetzt tönt Weber das Aus vom Aus für Verbrenner werde kommen!?
13. September 2025 @ 13:03
Das war doch von Anfang an sein Ziel. Söder und Weber treiben von der Leyen vor sich her…
13. September 2025 @ 10:51
Die Lösung für den Privatverkehr sind kleine (bis mittelgroße) PKW mit E-Antrieb – keine 3-Tonner, egal ob mit E-Motor oder Diesel: Um zur Arbeit zu fahren und das Kind zur Schule zu bringen, reicht das. Und wer einmal zwischendurch einen wirklich großen PKW braucht, wird ihn mieten.
Leider war die deutsche Automobilindustrie in den letzten Jahren wenig fortschrittlich. “Innovation” heiß für Daimler & Co.:
— noch einmal 0,1% mehr Energie aus dem Diesel zu kitzeln
— vor lauter Freude ob dieses Erfolges die PKW 10% schwerer machen
Mit dieser Strategie haben sich die deutschen Autobauer tief in die Sackgasse gefahren. Und jetzt werden wieder die PolitikerInnen nach Brüssel geschickt, um unter der Überschrift “Technologieofffenheit” die Sackgasse zu verlängern (wie A. Merkel das praktiziert hat).
@KK: Wenn in der EU keine Verbrenner mehr gebaut werden, können auch später keine Verbrenner mehr in den Globalen Süden in Rente geschickt werden. Das dauert natürlich. Aber irgendwann muss man anfangen.
Mit jeden Tag “Technologieoffenheit” schwindet auch das Vertrauen, dass sich Investitionen in eine Ladeinfrastruktur lohnen …
13. September 2025 @ 15:15
@ Artur Dent:
Im globalen Süden wird es noch sehr, sehr lange dauern(und sehr viel länger als bei uns, wo es auch noch lange dauern wird), bis dort Infrastruktur für E-Mobilität auch abseits der Metropolregionen ausreichend vorhanden ist… und wenn kein moderner Verbrenner-Nachschub aus EUropa und ggf. auch USA und Asien mehr kommt, werden die vorhandenen am Leben gehalten wie heute die alten US-Karren auf Kuba…
Das Ziel in EUropa ist mE ein ganz anderes: Individualverkehr derart teuer machen, dass er bald ein Luxusprodukt für einige wenige sein wird. Dafür reicht auch die o.g. Infrastruktur dann aus.
13. September 2025 @ 15:16
Sorry @ Arthur Dent, Thomas Damrau war gemeint.
13. September 2025 @ 16:18
@KK
Kein Problem – ich war auch schon ein wenig erstaunt
13. September 2025 @ 16:12
@Thomas Damrau
Batterien für Passgierflugzeuge wird es nicht geben (dafür sind Batterien bei weitem nicht leistungsstark genug), also wird man synthetisches Kerosin (z.B. aus CO2) herstellen. Eurowings hat schon ein entsprechendes Start-Up gekauft. Und wo es Flugbenzin gibt, gibt es auch anderen Treibstoff. Mal sehen, ob die Zukunft elektrisch ist. Hier müssen noch Netze, Erneuerbare Energien, Backup-Gaskraftwerke noch und nöcher ausgebaut werden, Strom wird hier in 100 Jahren nicht billig.
13. September 2025 @ 23:09
Eben ein Beitrag in den tagesthemen über Batterierecycling – aber natürlich kein Wort davon, wieviel Energie das höchst aufwendige Verfahren kostet… stattdessen eine Lobeshymne darauf, dass man dann ja in EUropa die seltenen Metalle künftig selber aus Altbatterien gewinnen könne.
Aber auch dafür würde man dann, um CO2-neutral zu werden, ausschliesslich emissionsfrei erzeugten Strom benötigen – alles Augenwischerei: Der Mensch verbraucht Energie, und die setzt zwangsläufig CO2 frei. E-Mobilität verschiebt nur die Herkunft des CO2 da hin, wo es nicht gar so auffällt – und wenn vermehrt Atomkraft für Stromerzeugung genutzt würde, wüssten wir auch nicht wohin mit dem ganzen Atommüll!
Und wir alle können noch so viel einsparen und in völliger Askese leben, die ganzen neuen Militärgerätschaften, Manöver und Kriege fressen das alles locker wieder auf, ohne in irgendeine CO2-Statistik einzugehen.
Ich wünsche einen schönen Sonntag:
https://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA
14. September 2025 @ 11:56
Röschens Meldung lautet: “Wem kann ich noch der Arsch nachtragen? Bitte melden, mach’ ich doch gern!” Röschens Prinzip: “Keine Prinzipien, keine Moral, keine Haltung – außer zu allem und zu nix!”
@Thomas
Volltreffer, FACK! Einen Punkt hast Du vergessen:
– vor lauter Freude ob dieses Erfolges die PKW 10% größer machen
12. September 2025 @ 18:25
Während hier die Grenzwerte immer weiter raufgesetzt werden, werden unsere Altkarren im Rest der Welt – meisst ohne HU oder sowas wie einer AU – gefahren, bis sie auseinander fallen.
Und Kuba ist sogar gezwungen, wegen der US-Sanktionen immer noch viele alte US-Spritschlucker der Mitte des vorigen Jahrhunderts am Leben zu halten, obwohl das auch aus ökonomischen Gründen völlig unsinnig ist.
Und hier verbietet man einfach Verbrenner, obwohl die Infrastruktur (Stromproduktion, Netz-, Lade- und Batterieinfrastruktur) noch nicht annähernd auf dem Weg ist, eine ausschliessliche Elektromobilität überhaupt bedienen zu können – und da sind im Falle Deutschlands die ganzen Wärmepumpen noch gar nicht mit bedacht!
EUropa wird diesen Planeten nicht retten!
12. September 2025 @ 17:53
… und wenn die Autolobbyisten Druck auf Merz und Söder ausüben fallen sie um!
12. September 2025 @ 20:21
Bilder von der IAA gesehen – die „Stromer“ groß wie ein Bus, – 2,5 und mehr Tonnen schwer. Die sind umweltfreundlich? Wer glaubt denn sowas?
1 kg Diesel hat eine Energiedichte von 11,8 kWh, 1 kg eines Lithium-Ionen-Akkus zwischen 0,15 – 0,26 kWh. 11, 8 : 0,26 = ?- ok, ungefähr 45.
Deshalb kann man mit 50 Liter Sprit 1000 km fahren und mit einer 50 kg Batterie eben nicht.
Ein Diesel ist ein Wunderwerk der Technik und mit Partikelfilter sicherlich nicht weniger umweltschonend als ein „Stromer“. Eher im Gegenteil
12. September 2025 @ 23:58
“Bilder von der IAA gesehen – die „Stromer“ groß wie ein Bus, – 2,5 und mehr Tonnen schwer.”
Die brauchen auch mehr Parkraum als kleine, billige und sparsame Verbrenner – die aber kaum noch zu bekommen sind, weil die sich für den ganzen Bohei, den die Hersteller von Gesetzes wegen inzwischen einbauen müssen, nicht mehr rechnen. Und billige kleine Stromer gibt es sowieso nicht – die aus China werden durch Zölle künstlich verteuert – oder sind aus “Sicherheitsgründen” in EUropa gar nicht erst nicht zulassungsfähig! Also werden auch die ganz alten Stinker in EUropa immer länger gefahren – aber da soll ja auch demnächst eine jährliche HU bald einen Kosten-Riegel vorschieben.
13. September 2025 @ 17:33
@ Arthur Dent: „Ein Diesel ist ein Wunderwerk der Technik und mit Partikelfilter sicherlich nicht weniger umweltschonend als ein „Stromer“. Eher im Gegenteil“
Da ist sicherlich was dran – allerdings bleibt es auch Fakt, daß die Vorräte an Energie endlich sind. Von daher ist ein Umstieg in SINNVOLLE Elektrofahrzeuge lang- und mittel-fristig unausweichlich. Sinnvoll, das wurde ja schon oft gesagt, sind E-Fahrzeuge nur, wenn sie klein und leicht sind. Kleine und leichte Fahrzeuge kann man dann auf die Strasse bringen, wenn sie nicht für Tempo 160+ ausgelegt werden müssen…