Österreich wählt gegen den Rechts-Trend

Bei der Präsidentschaftswahl in Österreich hat sich der europafreundliche Kandidat Van der Bellen klar gegen den rechtsnationalen Hofer durchgesetzt. Leitet das kleine EU-Land damit eine Wende ein?

SPD-Chef Gabriel sieht es offenbar so: “Ganz Europa” sei “ein Stein vom Herzen gefallen”, sagte Siggi.  Auch der grüne Abgeordnete W. Kogler aus Österreich will eine Trendwende erkennen.

Die Wahl Van der Bellens sei eine “kleine globale Wende in diesen unsicheren, um nicht zu sagen, hysterischen und manchmal sogar dummen Zeiten”, zitiert ihn “Der Standard”.

Allerdings macht Österreich keine globalen Trends. Im Vergleich zu den USA liegt der Unterschied vor allem im Wahlrecht.

Dort kann man Präsident werden, wenn man keine Mehrheit der Wählerstimmen auf sich vereint – so wie Trump. In Österreich geht das nicht, in Frankreich übrigens auch nicht.

Deshalb hat Hofer verloren, zum Glück. Aber sein Wahlergebnis ist immer noch beachtlich. Österreich hat gegen den Rechts-Trend gewählt; gebrochen ist er damit noch lange nicht…

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7 Responses to Österreich wählt gegen den Rechts-Trend

  1. S.B. 4. Dezember 2016 at 20:23 #

    VdB ist nicht europafreundlich, sondern EUfreundlich. Das ist ein riesen Unterschied, denn die EU steht für die neoliberale Globalisierung, die von den linksgrünen Internationalisten initiiert wurde und vorangetrieben wird.

    Die eigenen EU-Bürger, sind diesen Globalisten völlig egal. Ich sage nur 118.000.000 Europäern droht Armut.

    VdB und seine linken Konsorten sind europafeindlich. Sie sind die Zerstörer.

    Wie man da von “zum Glück” schreiben kann, erschließt sich mir nicht.

  2. Peter Nemschak 4. Dezember 2016 at 21:19 #

    Wie kommen Sie auf 188 Millionen, denen Armut droht? Welche konkreten wirtschaftspolitischen Ratschläge haben Sie? Es wäre höchst an der Zeit, dass in der EU konkrete themenrelevante Diskussionen geführt statt pauschaler gegenseitiger Beschuldigungen ausgetauscht würden. Gibt es in der Diskussion kein einerseits und andererseits? Das Schwarz-Weißmalen ermüdet.

    • ebo 4. Dezember 2016 at 21:22 #

      Da stimme ich Ihnen zu, Herr Neuschnee. Auch VdB sollten wir nicht schwarzweiß betrachten. Der Mann ist ein echter Europäer, kein EU Vassal

      • Peter Nemschak 5. Dezember 2016 at 07:07 #

        Volle Zustimmung. Die Italiener allerdings haben sich für die Beibehaltung ihres politischen Chaos entschieden und weder Mut noch Disziplin bewiesen dieses zu ändern. Old habits die hard ! Die italienische Kapitalflucht ist ein endemisches Leiden dieses Landes. Was den Euro betrifft, wird man sich etwas überlegen müssen. Ewig wird sich der Norden die Niedrigzinspolitik der EZB zu Lasten seiner Sparer und zukünftigen Rentner nicht gefallen lassen. Auch eine Kreditunion kann auf Dauer zur unfreiwilligen Transferunion werden, wenn man die Kredite abschreiben muss. Die Einführung des EURO erfolgte seinerzeit auf Betreiben jener Länder, die sich heute am schwersten damit tun. Nicht die EU darf man dafür verantwortlich machen, sondern nationale Egoismen.

    • S.B. 4. Dezember 2016 at 22:21 #

      Man kann auch aus Prinzip einfach nicht verstehen wollen, dass EU und Euro.Europa in den Abgrund gerissen haben.

      @Nemschak: ich muss doch keine wirtschaftspolitischen Ratschläge geben. Fragen Sie doch Ihre so heiß geliebten EU-Eliten! (die den Karren tief in den Dreck gefahren haben)

      Abgesehen davon habe ich meinen Weg hier schon oft genug beschrieben: zurück zu EWG und Ecu auf Basis der Nationalstaaten. Wir brauchen keinen Internationalismus, der die Menschen entwurzelt und verarmt.

      Bei Anne Will werden zu EU und Euro gerade WAHRE Worte gesprochen. Seit 15 Jahren läuft die EU völlig aus dem Ruder. Granaten-Uschi mimt natürlich die Pro-EU-Sprecherin.

  3. Claus 5. Dezember 2016 at 09:35 #

    Ich lese: “SPD-Chef Gabriel sieht es offenbar so: “Ganz Europa” sei “ein Stein vom Herzen gefallen”, sagte Siggi”
    Nehmen wir einmal an, Hofer hätte das Rennen gemacht. Hätte Siggi dann gesagt: “Was in Österreich gelaufen ist, ist zwar unschön, aber letztlich nicht beispielgebend für die breite pro-europäische Grundstimmung.” So oder ähnlich, vermutlich. So sind sie, unsere Politiker.

    • S.B. 5. Dezember 2016 at 09:56 #

      Vor allem lügt sich der fette Erzengel damit selbst heftig in die Taschen. Nicht “ganz Europa” fällt ein Stein vom Herzen, sondern bestenfalls der Hälfte, wenn man die AT-Wahl zum Maßstab nimmt (nimmt man die Abstimmung in IT, ist es noch viel weniger). Aber wenn schon mal ein Hoffnungsschimmer am Horizont aufschimmert, dann macht man ganz in alter Propaganda-Manier aus einer Mücke eben einen Elefanten.

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