Abdeslam provoziert seine Richter

Eklat beim Auftakt des Prozesses gegen den mutmaßlichen IS-Terroristen S. Abdeslam in Brüssel: Der Franzose marokkanischer Herkunft provoziert die Richter und die Opfer – und verweigert die Zusammenarbeit.

Gleich zu Beginn des Verfahrens im steeng abgeriegelten Justizpalast straft Abdeslam die Richter mit Verachtung. Er erhebt sich nicht und kündigt an, die Aussage zu verweigern. Stattdessen redet ein Mitangeklagter.

Zwei Stunden später dann der Eklat: Abdeslam behauptet, er werde schlecht behandelt und von den Medien vorverurteilt. “Verurteilen Sie mich, machen Sie was Sie wollen, ich vertraue auf Allah, ich habe keine Angst.”

Doch zur Sache will er sich immer noch nicht äußern. Dabei geht es in Brüssel gar nicht um die Attentate in Paris im November 2013, die Abdeslam als einziger mutmaßlicher Täter überlebt hat.

Es geht zunächst nur um eine Schießerei im Brüsseler Stadtteil Forest, bei der mehrere Polizisten verletzt worden waren. Abdeslam drohen deshalb bis zu 40 Jahre Haft wegen versuchten Mordes.

 
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