Doch noch eine Pleite in 2012?

Die Lage in Zypern spitzt sich zu. Schon in wenigen Tagen könnte die Insel zahlungsunfähig werden, wenn die Eurogruppe bzw. die Troika nicht endlich hilft, meldet „Le Monde“. 250 bis 300 Mill. Euro verlangen die Zyprioten, die wegen der Krise in Griechenland in Schieflage gekommen sind.

Doch die Euroretter spielen auf Zeit. Erst Ende Januar wollen sie über den zypriotischen Hilfsantrag und die Konditionen befinden. Die Prüfung dauert diesmal besonders lange, weil der BND Alarm geschlagen hat: Eine Finanzhilfe könne russischen Geldwäschern helfen, heißt es.

Dass reiche Russen ihr Geld auf die Insel schaffen, ist allerdings nichts Neues. Gegen Geldwäsche hätte die EU, wenn es sie denn gibt, schon längst vorgehen müssen. Doch Brüssel hat geschlafen – und versucht nun offenbar, die Notlage für besonders harte Hilfskonditionen auszunutzen.

Wenn beide Seiten hart bleiben, droht der Eurozone 2012 doch noch eine Pleite. Hatten Merkel und die Euroretter sich nicht gerade erst für ihre „Erfolge“ in diesem Jahr gelobt und von einer „Beruhigung“ der Krise gesprochen? – Mehr zum Thema hier