Eilt! Panzer an die Ostfront!

Ist das die neue Zusammenarbeit zwischen der Nato und der EU? Kaum dass sich das Bündnis über Probleme beim Panzertransport an die neue Ostfront beschwert hat, will Brüssel handeln.

Verkehrskommissarin Bulc kündigte gemeinsam mit der Außenbeauftragten Mogherini für März 2018 einen entsprechenden Aktionsplan an – ganz so, als sei die EU Vollzugsgehilfe der Nato.

“Physische, rechtliche und regulatorische Hürden behindern die schnelle Fortbewegung von militärischem Personal und Ausrüstung”, sagte Bulc. Dies führe zu Störungen und “zu größerer Angreifbarkeit.”

Ja spinnen die denn jetzt komplett? Welche Angreifbarkeit soll denn gemeint sein? Gibt es irgendeine ernstzunehmende Bedrohungsanalyse, aus der hervorgeht, dass Russland in Europa einmarschieren will?

Und was hat das noch mit der zivilen Mission der EU zu tun? Ich denke: nichts. Und hoffe, dass der Ministerrat oder das Europaparlament diesen überflüssigen Plan stoppen!

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11 Responses to Eilt! Panzer an die Ostfront!

  1. Anonymous 11. November 2017 at 09:21 #

    Eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen NATO und EU ist notwendig, weil in den letzten Jahren die Außenpolitik Russlands, vor allem in Osteuropa, an Aggressivität (Ostukraine, Krim) gewonnen hat. Auch Deutschland wird für die Nachrüstung der Bundeswehr, die bereits Anforderungen an die nächste noch nicht einmal gebildete Bundesregierung hat, mehr ausgeben müssen. Man darf sich durch die pazifistischen Stimmen der Eurokommunisten und Linken diesbezüglich nicht in die Irre führen lassen. Das Ende der Geschichte ist noch weit entfernt, weiter denn je, selbst wenn Trump nur eine Episode bleiben sollte.

    • ebo 11. November 2017 at 10:25 #

      Der Beweis, dass Russland die EU bedroht, steht aus. Es fehlt auch ein Beleg dafür, dass sich die Nato nicht selbst helfen könnte. Auszug aus “Politico”:

      The Commission communiqué also caught NATO off guard, prompting Secretary-General Jens Stoltenberg to stress the alliance’s own efforts to improve military mobility in Europe, and to call for greater cooperation from EU governments.

      https://www.politico.eu/article/european-commission-aims-to-lift-roadblocks-for-military/amp/

      • Peter Nemschak 11. November 2017 at 12:12 #

        Augen auf: die Aggressionen in der Ostukraine und die Besetzung der Krim reichen doch wohl aus, um aggressive Absichten Russlands in Osteuropa zu dokumentieren. Lassen wir doch den rechts-autoritären sowie den naiv-pazifistischen Diskurs der Linken gegenüber Russland endlich sein und bleiben am Boden der Realität. In Europa geht es um die Vorherrschaft in Osteuropa. Das bedeutet nicht, dass man mit Russland nicht auf manchen Gebieten gemeinsame Interessen haben kann.


    • obiwan 11. November 2017 at 11:26 #

      Erstens: was hat das denn mit Eurokommunisten und Linken zu tun? Zweitens: Wer ist hier Aggressiv ? Nato und Amis sind in der Westukraine aggressiv, die sogenannten Separatisten in der Ostukraine haben genauso ein Anrecht darauf sich gegen das Aggressionsbündnis Nato / USA / EU zur Wehr zu setzen. Drittens: Die Krim wurde nicht annektiert, das war eine Sezession, die Mehrheit der Krimbewohner wollte es so und ist deshalb kein Argument für eine angebliche Aggression Russlands. Russland reagiert auf westliche Aggressivität. Nehmen sie das bitte zur Kenntnis.

      • Peter Nemschak 11. November 2017 at 16:16 #

        Sie lügen. Die Annexion der Krim war völkerrechtswidrig, damit alles was danach kam, auch die Sezession. Russland soll sich nicht in Syrien wichtig machen, wenn es auf das Völkerrecht pocht. Setzen Sie keine Falschmeldungen in die Welt, bleiben Sie bei der Wahrheit. Wer Lügen und Falschmeldungen verbreitet, macht sich mitschuldig.


  2. Oudejans 11. November 2017 at 12:12 #

    >>“Gibt es irgendeine ernstzunehmende Bedrohungsanalyse, aus der hervorgeht, dass Russland in Europa einmarschieren will?“

    Eben. Beim heutigen Zustand der Brücken ist spätestens am Rhein Schluß.

    • Peter Nemschak 11. November 2017 at 19:51 #

      Denken Sie strategisch. Ihr Horizont endet beim täglichen Schlafengehen. Machtpolitik scheint nicht Ihr Spezialgebiet zu sein.

  3. Wilhelm Tell 11. November 2017 at 17:59 #

    Es freut mich aus der Schweiz sehr, dass immer mehr Bürger in Deutschland erkennen, dass die EU im Schlepptau der USA als Kriegstreiber, die „Bösen“ sind und nicht Russland das sich mit Recht jeden Tag mehr bedroht fühlt. Erfreulich aus deshalb, weil die Regierung Merkel total anders handelt als das Volk fühlt. Daher der Erfolg der AfD. Der Führer- oder Kadavergehorsam hat ihren Stellenwert beim Volk zum Glück verloren, obwohl Deutschland keine direkte Demokratie kennt wie bei uns.

  4. Ute Plass 11. November 2017 at 23:21 #

    „Die geopolitischen Interessenkonflikte werden in den Weiten Eurasiens und auf dem Balkan ausgetragen, wo die EU gegen Russland konkurriert. In Eurasien wurden für Militärübungen sowohl Russlands als auch der Nato Zehntausende Soldaten mobilisiert. „Zwar vermag der europäische Kapitalismus auch nicht mehr zu leisten, als diese längst vom Weltmarkt erledigten Regionen in seine verarmte Peripherie zu integrieren, in die jetzt auch die Ukraine eingegliedert ist, doch machtpolitisch traf der Westen kaum auf Widerstände.“[3] Die tatsächliche Expansion wurde von der Nato und der EU betrieben, welche mit der östlichen Partnerschaft 2009 die politische Assoziierung der sechs postsowjetischen Staaten Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Ukraine und Weißrussland vorangetrieben und entsprechende Abkommen geschlossen wurden. In westlicher Lesart ist jedoch der Westen das Opfer und Russland der Aggressor.“ http://www.nachdenkseiten.de/?p=40918#more-40918

    • Peter Nemschak 12. November 2017 at 09:22 #

      Der politische Wettbewerb der Großmächte um Einfluss in der Welt wird sich in Zukunft verstärken, wenn China voll auf Touren kommt. Für China gehören Russland und die EU strategisch zu den Verlierern und die USA zu einem Verteidiger ihrer ehemaligen Führungsposition. Das ist eine starke Ansage, der sich die EU stellen muss. Im übrigen war die Ostexpansion der EU und der NATO kein Völkerrechtsbruch, die Besetzung der Krim sehr wohl. Politische Einigkeit, militärische und wirtschaftliche Stärke, gepaart mit kultureller Attraktivität, sind nach wie vor die wirksamsten Machtmittel auf unserem Planeten. Vor allem erstere ist eine große Herausforderung für die EU. Damit rechnen die anderen weltpolitische Konkurrenten. Es liegt an uns sicherzustellen, dass sie sich verrechnen.

      • Anonymous 12. November 2017 at 12:48 #

        “Es liegt an uns sicherzustellen, dass sie sich verrechnen.”

        Wer ist “uns” und wie soll das aussehen, dass “sie sich verrechnen”? Macht Feindbildpflege die Welt sicherer und lebenswerter?

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