Zehn Jahre nach dem Brexit: Burnham sucht Nähe zur EU

Zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum kommt Großbritannien immer noch nicht zur Ruhe. Der neue, siebte Premier Burnham hat gegen den Austritt aus der EU gestimmt und wirbt nun für eine Wiederannäherung an die Union. Doch der “Reset” bleibt schwierig.

Burnham hatte vor dem Referendum 2016 für einen Verbleib Großbritanniens in der EU geworben. Er hat erkennen lassen, dass er sich für eine Annäherung einsetzen würde. Anfang Juni sprach er sogar von seiner Hoffnung, dass Großbritannien noch zu seinen Lebzeiten in die EU zurückkehren könne.

Im Wahlkampf zeigte sich der neue Premier vorsichtiger. “Ich schlage nicht vor, dass Großbritannien den Wiedereintritt in die EU anstrebt”, sagte er. “Ich respektiere die Entscheidung, die beim Referendum getroffen wurde”, fügte er hinzu. Dabei hielt er aber daran fest, dass der Brexit “schädlich” gewesen sei.

“Ich möchte die Verhandlungsfortschritte zwischen Großbritannien und der EU festigen und diese Entwicklung zügig vorantreiben”, erklärte Burnham Anfang Juli in einem Beitrag für die “Times”.

Doch erstmal muß er in seinem neuen Amt Tritt fassen – und einen Termin finden: Der ursprünglich für diese Woche geplante “Reset-Gipfel” zwischen Großbritannien und der EU wurde auf unbestimmte Zeit verschoben…

Siehe auch meine Analyse für den Makroskop: “Zehn Jahre nach der Scheidung: Es bleibt kompliziert”

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