Von der Leyen wirbt für den totalen Wirtschaftskrieg
Während Russland und die Ukraine über Frieden verhandeln, empfängt EU-Präsidentin von der Leyen den amerikanischen Senator Graham – und plädiert für krasse Sanktionen gegen Russland.
“Russland muß endlich an den Verhandlungstisch”, erklärte von der Leyen – dabei wird gerade verhandelt.
Hier ihr Statement – es lässt nichts Gutes ahnen…
This morning in Berlin, President von der Leyen met with US Senator Lindsey Graham to discuss EU-US coordination on sanctions in response to Russia’s ongoing war of aggression against Ukraine.
The President made the objective clear: we need a real ceasefire, we need Russia at the negotiating table, and we need to end this war. Pressure works, as the Kremlin understands nothing else. This is why the President welcomed that Senator Graham committed to ramping up pressure on Russia and moving ahead with the bill in Senate next week.
The EU is preparing its 18th package of hard-biting sanctions, targeting Russia’s energy revenues, including Nord Stream infrastructure, Russia’s banking sector and lowering the crude oil price cap.
Siehe auch Neues vom Wirtschaftskrieg (272): Die krassen Pläne der Hardliner
P.S. “Es ist das drakonischste Sanktionsgesetz, das ich jemals vorgeschlagen habe – mit Sekundärsanktionen gegen China.” So warb Graham im ZDF für die Eskalation des Wirtschaftskriegs – nach dem Gespräch mit von der Leyen.

Guido B.
2. Juni 2025 @ 16:05
Wenn man Grahams Sekundärsanktionen einführen würde, müsste man sich gut mit China und Indien verstehen, denn sie gehören zu den Hauptabnehmern des russischen Öls. Lassen sich China und Indien von den USA und der EU erpressen? Kann ich mir echt nicht vorstellen.
Es ist immer dasselbe mit den Sanktionen: Der von Rohstoffen abhängige Westen überschätzt seine Macht in einer gespaltenen Welt. Er schießt sich mit seinen erbärmlichen Erpressungsversuchen in den eigenen Fuß.
KK
2. Juni 2025 @ 17:10
Da diese Sanktionen – und besonders die Sekundär-Sanktionen – nicht vom Völkerrecht gedeckt und somit völkerrechtswidrig sind, muss der Westen aufpassen, dass das nicht mal vom ganzen Rest der Welt – insbesondere der BRICS+ – als Kriegserklärung verstanden werden könnte…
Skyjumper
3. Juni 2025 @ 13:22
“Lassen sich China und Indien von den USA und der EU erpressen? Kann ich mir echt nicht vorstellen.”
Doch, das kann ich mir vorstellen. Noch ist China in seiner wirtschaftlichen Struktur auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen als Werkbank des Westens zu fungieren. Sie arbeiten zwar an der Transformation, können es sich m.E.n. nach aber bisher nicht leisten auf die die USA und die EU als Abnehmer zu verzichten.
Bei Indien bin ich nicht so informiert: Aber als Dienstleister im IT-Bereich für den Westen und als Pharmalieferant meine ich, dass hier ein ähnliches Bild vorliegt.
Der globale Süden als ganzes, vereint handelnd, könnte sich wahrscheinlich erfolgreich gegen den Westen auflehnen. Dann wäre der Schaden für den Westen signifikant höher als der Schaden für den globalen Süden. Aber das wäre dann schon ein ausgewachsener Wirtschaftskrieg mit entsprechenden Verlustmeldungen von den Fronten.
Ist man bereit für Russland diesen Schritt zu gehen? Bereits heute zu gehen? Ich glaube nicht – it’s Dealtime. Der Druck auf Russland wird jedenfalls steigen. Ob das allerdings ein Vorteil ist, ist fraglich.
KK
2. Juni 2025 @ 15:32
“Was macht VdL eigentlich in Berlin?”
Wahrscheinlich holt sie nur wieder irgendeinen Preis dort ab… 😉