Wegen Trump? EU-Diplomatin stößt Indien vor den Kopf

Mitten in den Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen mit Indien warnt die EU-Außenbeauftragte Kallas vor Russland. Will sie US-Präsident Trump gefallen?

Europas Chefdiplomatin Kallas hat Indien vor einer engeren Zusammenarbeit mit Russland gewarnt. “Indiens Teilnahme an russischen Militärübungen und sein Kauf von russischem Öl” könnten dem Abschluss eines geplanten Handelsabkommens im Weg stehen, sagte sie.

“In unserer Partnerschaft geht es nicht nur um Handel, sondern auch um die Verteidigung einer regelbasierten internationalen Ordnung”, sagte Kallas weiter. 

Man darf gespannt sein, wie das in Indien ankommt. Wahrscheinlich nicht gut – denn Indien und Russland pflegen seit Jahrzehnten gute Beziehungen. Neu Delhi kauft auch günstiges Öl in Moskau.

Genau das will aber US-Präsident Trump unterbinden. Trump hat Indien daher mit einem Strafzoll von 50 Prozent überzogen und die EU aufgefordert, es ihm gleich zu tun.

Das wäre jedoch der Gnadenstoß für das geplante Handelsabkommen. Die EU versucht daher, Trump wenigstens verbal entgegenzukommen. Kallas’ Mahnung fällt wohl in diese Kategorie.

Kurz zuvor hatte Kommissionschefin von der Leyen mit Trump telefoniert und einen früheren Ausstieg aus russischer Energie versprochen. Auch sie tut alles, um dem MAGA-Mann zu gefallen.

Regelbasiert ist das übrigens nicht – sondern ziemlich willkürlich und unterwürfig…

Siehe auch Neues vom Wirtschaftskrieg (279): Exporte in die USA brechen ein