Warum die Militarisierung in EUropa fatal ist
Vom Friedensprojekt zum Sicherheitsprojekt: So beschreibt die niederländische Zeitung „de Volkskrant“ die wundersame Verwandlung der EU. Klingt gut – wer könnte schon gegen mehr Sicherheit in EUropa sein?
Das Problem ist nur, dass der Frieden verloren ist – und die “Sicherheit” durch eine massive Militarisierung erkauft wird. Das neue Fünf-Prozent-Ziel der Nato liegt weit über dem, was die Alliierten im Kalten Krieg ausgegeben haben.
Doch anders als damals wird die Aufrüstung nicht durch Entspannungs-Politik abgefedert. Es gibt keinen “Harmel-Bericht”, der eine Doppelstrategie (“rüsten und reden”) begründen würde, und keine “gemeinsame Sicherheit”.
Im Gegenteil: Die neue “Sicherheitspolitik” wird GEGEN Russland und OHNE Diplomatie eingeleitet. Beim EU-Gipfel, der auf den Nato-Gipfel folgte, wurde nicht über Frieden gesprochen, sondern über neue Sanktionen.
Das Ziel ist es, Russland totzurüsten und wirtschaftlich zu erschöpfen. Das Ergebnis wird ein Wettrüsten und eine weitere Schwächung der deutschen Wirtschaft sein. Berlin prahlt gar damit, dass uns die Sanktionen auch weh tun!
Trump und Merz “führen” gemeinsam
Als wenn das nicht schlimm genug wäre, kommt die Wende auf Geheiß von US-Präsident Trump. Zum Durchbruch verhalf ihm Kanzler Merz. Europäisches Vasallentum und deutsche Großmannssucht “glücklich” vereint!
Merz hat immerhin noch einen Plan, wie man die Aufrüstung bezahlen kann – durch massive Neuverschuldung. Das läßt sich von den anderen EU-Staaten nicht sagen. “Europe is going to pay in a BIG way” – that’s all we know…
Der EU-Gipfel, der direkt an den Nato-Gipfel anschloß, hat sich als unfähig und unwillig erwiesen, den nötigen “Follow-up” zu liefern. Die Rechnung für die Militarisierung wurde kurzerhand auf den Herbst verschoben.
Sie wird – so viel ist jetzt schon klar – saftig ausfallen. Einen Vorgeschmack hat Finanzminister Klingbeil schon in seinem Budgetentwurf geliefert. Fürs Militär ist Geld da, für eine allgemeine Stromsteuer-Senkung nicht…
Dieser Beitrag ist zuerst in unserem Newsletter erschienen. Mehr Newsletter hier, Abonnement hier. Siehe auch unser Q&A “Gefahr aus Russland”: Viele Behauptungen, keine Beweise

1. Juli 2025 @ 11:32
Parteitag der SPD. Klingbeil bekommt eine riesige Watschn (64,9%) , stellt sich hin und meint das wäre jetzt zwar ein bitteres Ergebnis, aber er habe hart gearbeitet und alles richtig gemacht. Daher gibt es auch keine andere Politik mit ihm. Schießt allso den gleichen Barbock:..egal was unsere Wähler (hier unsere Basis) denkt..
Keine Ahnung, was diese Kriegstreiberei-notfalls unter Aufgabe Deutschlands-dermaßen befeuert. Ganz nach der Vorlage General Breunings bei seinem Asow-Treffen im Mai dieses Jahres „Lassen sie uns nicht durch Zögern, sondern durch Entschlossenheit in die Geschichte eingehen. (Andernfalls) ..verraten wir unser historisches Erbe“
Dreist wie Dreck.
1. Juli 2025 @ 10:46
Es wird nicht funktionieren. Die Schulden belasten zukünftige Generationen und auch die Wirtschaft zusätzlich. Aud das Gold wird irgendwann alle. Die Handlungsweise ähnelt der Kapelle der Titanic.
Wann kommt die Vernunft zurück?
1. Juli 2025 @ 10:40
vor lauter Russenhass merken unsere Militaristen gar nicht, dass diese wahnsinnige Rüstung auch unser Land wirtschaftlich ruiniert und unser Land nicht sicherer macht, sondern zur Zielscheibe
30. Juni 2025 @ 19:22
„Das Ziel ist es, Russland totzurüsten und wirtschaftlich zu erschöpfen.“
Das ist höchst gefährlich – waidwunde Tiere haben die Eigenschaft, unkontrolliert um sich zu beissen… und Russland ist ja nun nicht gerade Costa Rica, was die militärischen Fähigkeiten angeht.
BTW, die EU macht gerade das Gegenteil dessen, was Costa Rica 1948 gemacht hat, um das Land nach vorn zu bringen…