Wahlkampf in Paris, Inthronisierung in Berlin

Wie es der Zufall so will, schalten Frankreich und Deutschland gleichzeitig in den Wahlkampf-Modus. In Berlin steht Kanzlerin Merkel im Mittelpunkt, in Paris dreht sich jetzt alles um die Sozialisten.

Doch wie schon bei der Vorwahl der Republikaner gibt es auch dort mehr Kandidaten als genug. Neben Ex-Premier Valls wollen Ex-Wirtschaftsminister Montebourg und sein Nachfolger Macron antreten, um nur einige zu nennen.

Auch bei den Sozialisten dürfte es eine Vorwahl geben, auch sie dürfte vorentscheidend für die Präsidentschaftswahl im April 2017 werden. So spannend war Wahlkampf noch nie in Frankreich.

Ganz anders in Deutschland. Hier hätte die SPD zwar auch drei Kandidaten, doch eine Vorwahl ist nicht geplant. Wenn nicht alles täuscht, wird Wirtschaftsminister Gabriel noch einmal antreten.

Innerparteiliche Demokratie? Fehlanzeige. Wahlkampf um die besten Konzepte? Nicht doch. Selbst der sonst so redselige Genosse Schulz wagt es nicht, das Schweigen zu brechen.

Und bei der CDU denkt man nicht einmal im Traum an Alternativen. Doch wird Merkel inthronisiert – die einzige Frage ist, ob sie über 90 Prozent der Stimmen kommt, fast wie in der DDR…

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3 Responses to Wahlkampf in Paris, Inthronisierung in Berlin

  1. S.B. 6. Dezember 2016 at 11:58 #

    “Und bei der CDU denkt man nicht einmal im Traum an Alternativen. Doch wird Merkel inthronisiert – die einzige Frage ist, ob sie über 90 Prozent der Stimmen kommt, fast wie in der DDR… ”

    Was heißt hier “fast” wie in der DDR?… Alle, die die DDR kennen bzw. kannten, stellen fest: Mit Merkel, Gauck & Co. sind wir wieder in der DDR. Es fehlt nur noch, dass auch der “schöne Schein” dahingeht (den gab es in der DDR mangels ausreichendem Kredit allerdings nie). Das Platzen der Schuldenblase wird aber auch den “schönen Schein” auslöschen. Dann heißt es: Der letzte macht das Licht aus. 😉

    • GS 6. Dezember 2016 at 14:03 #

      Die CDU hat Sozialismus einfach durch das Pfaffentum ersetzt. Im Kern entpuppt sich das ganze als ideologisch erstaunlich kongruent. Schlimmer wird’s dann noch dadurch, dass alle anderen Parteien munter daran mitwirken.

  2. GS 6. Dezember 2016 at 14:01 #

    Also ich glaube ja eher, dass die Vorwahl bei den Sozialisten völlig irrelevant sein wird. Wer auch immer da nominiert wird, wird abgeschlagen auf Platz 3 oder 4 landen. Ich frage mich eher, warum Valls et al. so blöd sind, sich dafür zu verausgaben.

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