Von der Leyen lockt Armenien in die EU – Ein “ukrainisches Szenario”?
Wird Armenien eine zweite Ukraine? Diese Frage stellt sich nach den jüngsten Ankündigungen von EU-Chefin von der Leyen. Die Kommission schlage “autonome Handelsschritte” vor, die fast 80 Prozent der armenischen Exporte in die EU von Zöllen befreien würden, erklärte von der Leyen bei einem Besuch in Eriwan. “Damit können wir die Produkte umleiten, die bislang noch stark vom russischen Markt abhängig sind, und sie auf den Binnenmarkt der EU mit 450 Millionen Verbrauchern schicken.” – Das klingt verlockend, doch damit macht die EU auch Russland direkte Konkurrenz. Kreml-Chef Putin verglich die EU-Ambitionen Armeniens mit dem pro-westlichen Kurs der Ukraine, der seiner Ansicht nach zum Auslöser des Krieges wurde: Das “ukrainische Szenario” habe mit dem Versuch Kiews begonnen, der EU beizutreten, sagte Putin im Mai. Zwei Monate später unternimmt von der Leyen alles, um Armenien auf denselben Weg zu führen – dabei gibt es nicht einmal eine Landverbindung zur EU…

4. Juli 2026 @ 18:18
@Elisabeth Krause:
Das hatte die Hexe aber wohl kaum so eingeplant.
Und im Falle der Ukraine wird es wohl so laufen wie im Märchen: Die Hexe EU wird sich dran verbrennen!
4. Juli 2026 @ 14:00
@Kleopatra:
heute.tv als Referenz zu nehmen ist absolut nicht mehr angebracht; so viele berechtigten Abmahnungen, wie die in neuster Zeit kassiert haben, lassen das nicht mehr zu!
@ Guido B.: Trump ist mutmasslich der – direkt oder indirekt – oberste Auftraggeber, und den seziert man doch nicht 😉
4. Juli 2026 @ 09:12
@ebo: Im Gegensatz zu Ihnen bezeichnet heute.tv Putins Äußerungen gegenüber Armenien zutreffend als Drohungen (das ist die Kontextualisierung, die Sie einfordern). Während Sie Putins Behauptung, der “(pro-westliche) Kurs der Ukraine (sei) … zum Auslöser des Krieges (geworden)” als seine “Ansicht” bezeichnen (da Putin den Krieg durch seine Entscheidungen begonnen hat, ist Putin der einzige “Auslöser des Krieges”, und seine von Ihnen zitierte Aussage keine “Ansicht”, sondern sein herbeigelogener Kriegsvorwand).
4. Juli 2026 @ 09:50
Was Putin gesagt hat, ist der Kontext. Die „Drohung“ ist eine Wertung.
4. Juli 2026 @ 13:40
Wenn Sie schon so viel Zeit haben, sich mit Wortklaubereien zu Putins Lügen aufzuhalten, warum legen Sie denn nicht ausnahmsweise mal Trumps Lügen auf den Seziertisch? Ihr von Ihnen bewunderter und verehrter „Leader of the Free World“ lügt, wenn er das Maul aufmacht. Übrigens auch sein Pudel Fritz. Dazu fällt Ihnen wirklich nichts ein? Putin ist im Vergleich mit Ihren Idolen ein hundsmiserabler Lügner, denn meistens sagt er einfach die Wahrheit.
4. Juli 2026 @ 16:47
@ kleopatra : bei ihnen würde mich inzwischen auch nicht wundern, wenn sie behaupten würden 2 und zwei sind drei und diese Info hätten sie aus sicherer Quelle.
3. Juli 2026 @ 20:01
@Monika:
Die EU braucht halt dringend Siedlungsraum im Osten, wenn erst der Nuklearkrieg, an dem die EU selbst so eifrig arbeitet, weite Teile EUropas ganz verwüstet haben wird…
3. Juli 2026 @ 11:13
Nach EU-Wunsch soll Armenien auf jeden Fall ukrainisiert werden. Zur Zeit ist das recht billig zu haben, und mehrere Frontstaaten gegen Russland kommen sehr gelegen. Das bissel Exportzeug aus Armenien das Russland dann “fehlt” schmeißen wir hier lieber auf den Müll, das kann die EU also locker vom Markt putzen. Wir bauen uns in Eurasien gerade ein GroßEUropäisches Reich, also meckert nicht ihr dummen Bürger…
3. Juli 2026 @ 09:46
Es ist weniger wichtig, wie Putin die Annäherung eines bestimmten Landes an die EU bewertet. Wichtiger ist: In den Fällen Ukraine und Georgien (und bei Armenien ist die vermutlich nicht anders) hat die EU ein Kooperationsangebot zu einem Zeitpunkt unterbreitet, als die jeweilige Bevölkerung uneinig war, ob sie die Bedingung “Bruch mit Russland, bevor Zugang zu den EU-Fleischtöpfen gewährt wird” annehmen will.
Die Folgen:
— Bürgerkrieg in der Ukraine 2014
— heftige Konfrontation zwischen der zögernden (gewählten) Regierung und den EU-Fans in Georgien seit Jahren
Stay tuned.
3. Juli 2026 @ 09:38
Obwohl die Türkei NATO-Land ist, tut sie politisch doch jonglieren, und so wie es aussieht, beginnt sie sich von Israel zu distanzieren. Das gefällt der EU (insbesondere Deutschland) nicht.
Und in der (stark pro-USA/Israel/Ukraine) Schweizer Zeitung NZZ steht: „Vom Partner zum Feind: Die Türkei wird immer mehr zur latenten Gefahr für Israel“.
Es wird spannend.
3. Juli 2026 @ 09:06
Neulich konnte man lesen, dass Armeniens Premierminister Paschinjan gegen den Beschluss Israels, die historischen Ereignisse von 1915 als Völkermord (von Türken an Armeniern) anzuerkennen, ist. Er warf Israel vor, die „Tragödie seines Volkes als politische Waffe zu mißbrauchen“. So wie es aussieht, ist Paschinjan in Sache Israel doch nicht hundertprozentig auf westlicher/EU-Linie. Für ihn scheinen gute Beziehungen mit der Türkei ebenfalls Priorität zu haben. Generell ist das ein weiterer Beweis, dass die alte westliche Ordnung weiterhin zerfällt.
3. Juli 2026 @ 06:38
@Kleopatra:
Sie wollen einem Journalisten verbieten, seine Arbeit zu machen, wobei Sie selber unaufhörlich billige NATO-Propaganda verbreiten. Aber Sie dürfen das, weil Sie von Journalismus nichts verstehen. Natürlich ist es die Pflicht jedes seriösen Journalisten, auch Aussagen zu zitieren, die nicht in das einseitige Weltbild einer Kleopatra passen. Wenn Herr Bonse den russischen Präsidenten zitiert, ist das journalistisches Handwerk. Herr Bonse ist nicht die Zensurstelle des EU- oder NATO-Hauptquartiers. Wenn Sie mit Putins Aussagen nichts anfangen können, ist das Ihre Sache. Aber bitte unterlassen Sie hier dilettantische und bösartige Anschuldingungen an die Adresse des Journalisten. Es gibt schon genug Medien in Deutschland, die sich vom Journalismus verabschiedet haben und nur noch westliche Propaganda betreiben. Hier findet noch Journalismus statt. Wenn es Ihnen nicht passt, gehen Sie doch anderswo jammern.
3. Juli 2026 @ 20:41
@Guido – Dem kann ich nur vollumfänglich beipflichten.
2. Juli 2026 @ 23:16
Armenien, Asserbeidschan … was ist eigentlich mit Kasachstan? Das Kaspische Meer muss ein europäisches Meer werden! Herr März: Handeln Sie!! Frage an Röschen: Was ist mit Israel in die EU – wo die doch schon beim ESC, und im Sport … m(
2. Juli 2026 @ 23:22
Erstmal nähert sich die EU noch der Türkei an, wo Sultan Erdogan den Oppositionsführer in den Knast steckt und kritische Berichterstattung zum Nato-Gipfel verbietet. Wie gesagt, was Trump kann, können unsere geopolitischen Genies aus Brüssel schon lange 🙂
2. Juli 2026 @ 20:54
Warum wiederholen Sie systematisch russische Propagandathemen?
Russland hat sich als Schutzmacht Armeniens aufgespielt, die Armenier jedoch schmählich im Stich gelassen. Und was hat Russland im Vergleich zur EU zu bieten? Ich meine immer, die Russen haben zwar bemerkt, dass der Westen / die EU über sogenannte “soft power” verfügt, dass die Russen aber immer nur “power” verstanden haben und nie “soft”. Und anstatt darüber nachzudenken, wie “soft power” funktioniert, versuchen sie, ihre Waffen vorzuzeigen, was heute nicht funktioniert, weil alles an der ukrainischen Front eingesetzt wird.
2. Juli 2026 @ 21:03
Das sind EU-News https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/statement_26_1504 Ich kann nichts für die Themensetzung von Frau VDL .-)
Übrigens war sie vorher auch noch in Aserbaidjan, bei ihrem Autokraten-“Freund” Aliyev. Auch da wollte sie einen “Kontrapunkt” zu Putin setzen: https://de.euronews.com/2026/07/02/sudkaukasus-eu-leyen-aliyev
3. Juli 2026 @ 06:23
Russenpropaganda ist die nahezu kommentarlos zitierte Andeutung Putins, eine Annäherung an die EU werde wie im Fall der Ukraine einen Krieg auslösen (als ob Putin auf der Suche nach dem Auslöser des Ukrainekriegs weiter schauen müsste als bis zu seinem Badezimmerspiegel).
3. Juli 2026 @ 08:27
Dann bringen heute.at, stern.de, ntv und viele andere auch “Russenpropaganda”, z.b. hier https://www.heute.at/s/ukrainisches-szenario-putin-droht-naechstem-land-120205266
Übrigens nennt man das “Kontextualisierung” – es soll dem Leser helfen, die Nachricht einzuordnen. Es is ja schon wichtig, zu wissen, daß sich von der Leyen mit Putin anlegt, oder?
2. Juli 2026 @ 17:36
Warum erinnert mich das Lockangebot nur an Hänsel & Gretel, die ja von der Hexe auch angelockt wurden, um von ihr verschlungen zu werden?
4. Juli 2026 @ 17:26
Nee, das stimmt ja nicht, die Hexe wurde von den Kindern besiegt, und sie gingen nach Hause.