Update: Noch Monate bis zur Corona-Impfung

Die Appelle und Empfehlungen der EU-Kommission zur COVID-19 haben sich überwiegend als wirkungslos erwiesen. Nun kommt die nächste kalte Dusche – die sehnlichst erwarteten Impfungen kommen später (wenn überhaupt).

“Europäer müssen auf Impfstoff warten”, hatten wir am 15. Oktober berichtet. Damals hat manch einer an dieser Meldung gezweifelt, schließlich geben sich deutsche Pharma-Labore optimistisch. Doch nun kommt die Bestätigung aus der EU-Kommission.

“Es wird noch Monate dauern, bis ein Impfstoff gefunden und verteilt ist”, sagte Kommissionsvizepräsident Sefcovic im Europaparlament in Brüssel. Niemand wisse heute, wann die Pandemie endlich vorüber sein werde.

Er appellierte an die Bürger, mit ihrem Verhalten bei der Eindämmung der Pandemie zu helfen. “Niemand in Europa will einen zweiten Lockdown”, sagte Sefcovic. “Deshalb rufe ich alle europäischen Bürger auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten.”

Es klingt wie Pfeifen im dunklen Wald. Schließlich haben sich bisher fast alle Appelle und Empfehlungen der Brüsseler Behörde als wirkungslos erwiesen.

Die Teststrategie ist in den meisten EU-Ländern ebenso gescheitert wie das Kontakt-Tracing per App. Selbst die deutsche Corona-App hat kaum etwas gebracht, wie Bayerns Ministerpräsident Söder einräumt.

Und die Reisewarnungen haben allenfalls dazu beigetragen, die Ausbreitung des Virus zu bremsen – es jedoch nicht gestoppt. Nun ist es eh zu spät – COVID-19 ist praktisch überall in EUropa angekommen.

Doch die Kommission macht weiter wie bisher. Auch bei ihrer Impfstrategie. Heute hat sie einen neuen Vorvertrag mit Johnson & Johnson bekannt gegeben. Details werden geheim gehalten – wie immer…

Siehe auch “Zweite Corona-Welle: EU überholt USA”

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