Ukraine-Krieg: Trump macht Druck auf Selenskyj, Starmer eröffnet neue Front

Platzen die Friedensverhandlungen für die Ukraine? Die neuesten Meldungen aus Kiew, Brüssel, London und Helsinki lassen nichts Gutes ahnen. Der Krieg könnte sich noch mehr ausweiten.

‌Die USA machen Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach Angaben des Präsidenten Selenskyj von großräumigen Gebietsabtretungen abhängig. US-Präsident Trump verlange, dass der gesamte Donbass an Russland abgegeben werde, sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters.

Selenskyj lehnt das ab. Ein Rückzug aus dem Donbass komme nicht infrage. Rückendeckung erhält er von der EU. Die EUropäer haben mehrfach erklärt, daß sie die territoriale Integrität der Ukraine verteidigen wollen. Zudem haben sie Selenskyj eigene Sicherheitsgarantien angeboten – bis hin zum EU-Beitritt.

Allerdings hat die EU immer größere Probleme, ihre Versprechen einzulösen. Der angekündigte Kriegskredit von 90 Mrd. Euro wird von Ungarn blockiert. Ein Blitzbeitritt wird von Deutschland blockiert. Andere Sicherheitsgarantien – etwa in Form von europäischen Truppen – hängen in der Luft.

Gefährliche Flucht nach vorn

Angesichts des wachsenden Drucks sucht Selenskyj die Flucht nach vorn – und weitet die Angriffe auf russische Energieanlagen aus. Auch dabei bekommt er Rückendeckung aus der EU. Sie will verstärkt gegen Russlands “Schattenflotte” vorgehen, auch Großbritannien zeigt sich willig.

Der britische Premier Starmer will sogar eine neue Front eröffnen. Er habe der britischen Marine die Erlaubnis erteilt, Öltanker der russischen “Schattenflotte” zu kapern, heißt es in der “Kyiv Post”. Frankreich hat bereits mit dieser neuen Form der Piraterie begonnen.

Die Frage ist, wo das alles hinführen soll. Starmer fürchtet bereits einen “Zwei-Fronten-Krieg” – mit Iran und Russland. Derweil sagte der finnische Präsident Stubb, die Friedensgespräche für die Ukraine stünden möglicherweise vor dem Aus.

“Das könnte am Krieg im Iran liegen, der viel Aufmerksamkeit vom Krieg in der Ukraine ablenkt”, sagte Stubb. “Es könnte aber auch sein, dass die Verhandlungen ins Stocken geraten sind, weil sie an ihre Grenzen gestoßen sind und keine weiteren Fortschritte mehr erzielen.”

Kein Wunder, wenn die EU und das UK massiv auf der Bremse stehen und auf eine Ausweitung des Krieges setzen…

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P.S. Der Energiekrieg trifft nun auch türkische Tanker. Die Altura, die russisches Öl transportierte, wurde von einer Drohne im Schwarzen Meer getroffen, meldet die “Kyiv Post”. Ein Nato-Bündnisfall? Nein, bisher gab es nicht einmal Proteste…