Ukraine-Krieg: Die Nato war, ist und bleibt der entscheidende Knackpunkt
Die Ukraine habe ihre Forderung nach einem Nato-Beitritt aufgegeben, hieß es bei Sondierungs-Gesprächen in Berlin. Doch das ist falsch: Die Nato war, ist und bleibt der zentrale Knackpunkt.
Entsprechende Medienberichte seien “nicht wahr”, sagte ein hochrangiger Vertreter, der über die Berliner Beratungen der Ukraine mit den USA informiert wurde, der Nachrichtenagentur AFP.
Die USA hätten noch keine Einzelheiten zu den Sicherheitsgarantien genannt. “Das ist eines der Themen, das die Ukraine zu klären versucht”, sagte der ranghohe Vertreter weiter. “Wenn nicht Nato, was dann? Ohne eine Antwort darauf kann es keine Antwort zur Nato geben.”
Das war zu erwarten – die Berichte über einen Verzicht auf den Nato-Beitritt waren von Anfang an unglaubwürdig. Selbst wenn Präsident Selenskyj dazu bereit wäre – die EUropäer sind es nicht.
Peskow: “Einer der Grundpfeiler”
Sie haben die Ukraine hinter den Kulissen immer wieder ermutigt, ihre Maximalforderungen zum Donbass, zu Sicherheitsgarantien und eben auch zur Nato aufrecht zu erhalten.
Dabei wissen alle Beteiligten nur zu gut, daß es ohne einen eindeutigen Verzicht auf den Nato-Beitritt keinen Frieden geben wird. Kreml-Sprecher Peskow hat dies gerade noch einmal bekräftigt.
Peskow sagte in Moskau, der Ausschluss eines Nato-Beitritts der Ukraine sei “einer der Grundpfeiler” der Gespräche und bedürfe “einer besonderen Diskussion”. Er erwarte dazu einen Bericht von den USA.
Sloat: “Neutralität hätte geholfen”
Unterdessen hat eine Insiderin in Washington eingeräumt, daß die Nato und der mögliche Ukraine-Beitritt eine zentrale Rolle beim Beginn des Krieges Anfang 2022 gespielt haben.
In einem Interview räumte A. Sloat, ehemalige Europa-Beraterin von Ex-Präsident Biden, ein, daß es “sehr gut möglich ist”, daß eine neutrale Ukraine – also ohne Nato-Perspektive – den Krieg verhindert hätte.
“Would that [Ukraine neutrality] have been better to do before the war started [or]… in the Istanbul talks (April 2024)? It certainly would have prevented the destruction and the loss of life.“
Das ist bemerkenswert. Denn wohl kaum jemand war näher dran als Sloat. Was sie sagt, widerlegt die alte Behauptung, der Streit um die Nato habe rein gar nichts mit dem Krieg zu tun…

16. Dezember 2025 @ 16:46
@Kleopatra sprechen Sie Österreichisch oder einen anderen sympathischen Dialekt? Wenn ja, dann posten Sie bitte ab jetzt in diesem Dialekt! Vielleicht lesen sich Ihre „Kommentare“ dann „leichter“ und ohne die Beschwerden, die sie mir „auf Deutsch“ verursachen.
Beeindruckend ist jedoch ihre „Unbeirrbarkeit“ mit der Sie an Ihren -zigfach widerlegten- „Narr“ativen festhalten.
16. Dezember 2025 @ 11:54
@Kleopatra – Sprache Russisch
Ja, Sie haben gefordert, dass die ethnischen Russen Ukrainisch lernen sollen, obwohl sie ein Leben lang mit ihrer Heimat- und Muttersprache ihr Leben bestreiten konnten, ihnen aber das Ukrainisch nun dahingehend übergestülpt wurde, dass ihre Muttersprache als Behördensprache abgeschafft wurde und sogar eine Sprachpolizei herumgeschickt wurde, um russisch sprechende Menschen aufzustöbern. Mehr Rassismus geht nicht, es geht nicht um das zusätzliche Lernen der derzeitigen Herrschersprache (wurde und wird denn das überhaupt gefördert? Dazu habe ich keine Informationen), sondern, wie auch bei der Religion und bei den Bücherverbrennungen, um das Niedermachen von allem, was russisch ist. Und diese Agenda habe ich auch in anderen Foren von banderanahen Ukrainern empfangen. Ganz am Anfang hatte ich unserer Außenbarbie mal in Facebook empfohlen, einen Blick nach Ostsachsen zu werfen, dort, wo die Sorben leben, und dort, wo selbst im menschenverachtenden Sozialismus alles 2-sprachig war und immer noch ist, Ortsschilder, Behördengänge e.c.t. Natürlich bekam ich keine Antwort, die hat die Dame ja später gegeben, indem sie meinte, dass wir im Krieg mit Russland seien. Und da steckt ein Teil der Wahrheit drin, man ist im Krieg mit Russland, nicht erst seit 2014, und Sie können sich mal rühmen, Teil dieser Agenda gewesen zu sein.
16. Dezember 2025 @ 12:19
@Erneuerung: Wenn heute nicht wenige Ukrainer das Russische hassen, liegt das an der Taktik der Russen, anderen die Liebe zu ihrer Sprache mit Panzern und Bomben beibringen zu wollen. Vor 2022 wurde das m.W. entspannt gesehen, aber heute wollen viele Ukrainer nichts mehr mit der Sprache der Aggressoren zu tun haben.
Ich kann mich auch aus den 1980er Jahren erinnern, wie unbeliebt die russischen Besatzer ihre Sprache gemacht haben; wenige korrekt ausgesprochene russische Worte genügten, um etwa in Polen eine geradezu körperliche Reaktion des Abscheus hervorzurufen.
16. Dezember 2025 @ 13:24
In Kiew sprechen wieder mehr Schüler Russisch – jetzt soll das per Gesetz unterbunden werden 😉
https://www.dw.com/de/ukraine-sprachtrend-russisch-kehrt-in-schulen-in-kyjiw-zur%C3%BCck-social-media-blogger/a-74907347
16. Dezember 2025 @ 10:01
@Erneuerung: Ich habe gefordert, dass Russen mit Wohnsitz außerhalb Russlands bereit sein müssen, die Staatssprache ihres Wohnsitzlandes zu lernen. Mehr nicht. Und wo hier der Rassismus sein soll, ist erst recht nicht zu erkennen: Sprache ist kein Rassemerkmal, sondern erlernbar. Und das ist eine Anforderung, um die keine Angehörigen nationaler Minderheiten herumkommen. Nicht die deutschsprachigen Südtiroler, die Deutschen in Südjütland oder die Dänen in Schleswig-Holstein. Nicht einmal die deutschsprachige Minderheit in Belgien könnte sich ein verbohrtes Beharren auf dem ausschließlichen Gebrauch ihrer Muttersprache leisten, obwohl Deutsch eine der Staatssprachen Belgiens ist.
Freilich gibt es z.B. in Lettland Menschen, die sich darauf berufen, dort seit den 1980er Jahre ansässig zu sein, die sich aber ca. vierzig Jahre zu fein waren, Lettisch zu lernen, und jetzt jammern, Sprachtests am Computer seien für so alte Leute wie sie unzumutbar. Meiner Meinung nach legt das den Verdacht nahe, dass die Betreffenden ihr Leben lang auf eine russische Invasion gehofft haben.
16. Dezember 2025 @ 13:21
Ihre “Sprachpolitik” tritt die Menschenrechte mit Füßen und erinnert an die Volksgruppenpolitik schlimmster Zeit in Europa.
1) In Lettland geht es mit den neueren Ausbürgerungsversuchen tatsächlich darum, den russischen Rentnerinnen, nachdem sie sich 40-50 Jahre lang in der Industrie Lettlands krumm geschuftet haben, nun die Rente wegzunehmen. Ich bin dort ortskundig, aber noch besser steht es in der einfühlsamen Recherche der Schweizer Nachwuchsjournalistin Janine Schneider — https://www.woz.ch/2338/lettland/loyal-ist-nur-wer-lettisch-spricht/!2W7X2ZC3H6RB
Zur Person dieser Journalistin siehe: https://www.jjs.ch/blog
2.) Zur Ausrottung des Russischen als Sprache der Hochkultur in der Ukraine, wie er sie bezeichnet, habe ich unten lange Zitate von Emmanuel Todd gebracht: Lesen Sie dort. Todds Schlussfolgerung: Selbsthass, Selbstverleugnung und Selbstmord der Ukraine. Auf dieser Grundlage entstehe kein lebensfähiger Nationalstaat.
3.) Sie schreiben “Wohnsitzland”: besonders perfide!
Ihnen ist bekannt, dass überhaupt nur sehr kleine Minderheiten in weiten Teilen der Ukraine zuhause ukrainisch sprechen? Alle anderen machen Sie mit Ihrer Wortwahl heimatlos.
Darüber hinaus ist Ihnen bekannt, dass etwa die Hälfte der zivilen Bewohner des Donbass aus ihren “Wohnsitzen” im Jahr 2014 durch Kriegswaffen der Ukraine herausgebombt wurden? Das war mit 2 Millionen eine der weltweit größten Fluchtwellen jener Zeit, davon 1/3 Rentner.
Statistik: Russisch ist die häusliche Sprache von rund 93% der Menschen im Osten und Süden der Ukraine – insgesamt ca. 17 Millionen Einwohner der folgenden Oblaste (Regierungsbezirke): Donezk, Charkiw, Cherson, Dnipropetrowsk, Luhansk, Mykolajiw und Odessa. – Daten unabhängig ermittelt: Ukrainian Municipal Survey 2015 – Government of Canada, International Republican Institute. (Hinzu kommen 4-5 weitere Oblaste, in denen Ukrainisch die Minderheitensprache ist.)
18. Dezember 2025 @ 14:08
@Karl: von “Ausbürgerungsversuchen” kann keine Rede sein. Die Gruppe, um die es im dem von Ihnen verlinkten Artikel geht, hat selbst die. russische Staatsangehörigkeit beantragt und bekommen. Damit haben sie selbst auf ihren bisherigen Status verzichtet, der ihr Recht auf Aufenthalt in Lettland gesichert hätte, und wurden eben gerade nicht “ausgebürgert”. Und Lettland ist seit ca. 35 Jahren ein selbständiger Staat, die Betroffenen hatten seither Anlass und viele Jahre Zeit, sich um die Einbürgerung zu kümmern (wozu unbedingt die Erlernung der Staatssprache gehört). Natürlich ist so etwas viel schwieriger, wenn man sich ein Leben lang gedrückt hat. Aber wer die Staatsangehörigkeit eines fremden Landes erwirbt, muss sich die Frage gefallen lassen, warum er nicht dorthin umziehen will…
16. Dezember 2025 @ 09:56
@Kleopatra:
Sie schreiben: „Die NATO ist ein Verteidigungs-, kein Angriffsbündnis.“
Das ist Desinformation von der übelsten Sorte. Prompten Sie doch einfach mal ChatGPT mit der Frage: „Welche NATO-Einsätze gab es ausserhalb ihres Bündnisgebietes?“
Studieren Sie die Aufzählung und lernen Sie es am besten auswendig.
Vielleicht lohnt es sich für das Publikum, Ihren nächsten Post zu lesen, der dann hoffentlich nicht mit mutmasslich bezahlter Fake-News-Propaganda verseucht sein wird.
16. Dezember 2025 @ 09:38
@Kleopatra
Sie schreiben: “Das Problem ist, dass viele Russen nicht akzeptieren wollen, dass die Sowjetunion Geschichte ist und dass daher jeder Russe, der außerhalb Russlands lebt, die jeweilige Staatssprache lernen sollte.”
Das Russisch der Russen in der Ukraine ist deren Muttersprache (übrigens auch Sekenskyjs), das wurde in der Vergangenheit auch über den Mainstream so bestätigt.
Mit Ihrer Aussage bestätigen Sie, dass Sie selbst rassistischem Gedankengut verfallen sind und alle Ihre Erklärungen nur dem einen Ziel dienen, die Spezies der Russen auszurotten, mindestens im derzeit gewünschtem Herrschaftsbereich des Wertewestens, später dann auch vor dem Ural. Danke, dass Sie sich geoutet haben.
16. Dezember 2025 @ 08:59
Zu dem verlinkten Interview wäre zu sagen, dass dieser Post auf X keinerlei Angaben darüber macht, gegenüber welchem Medium dieses Interview gegeben wurde. Auch wird übrigens nicht konkretisiert, welchen Posten in Bidens Mannschaft die Frau gehabt haben soll. Dafür wird in üblicher sensationsgeiler Weise geraunt, böse Leute hätten diese “Wahrheit” unterdrücken wollen. Nimmt man hinzu, dass der Post auf X des Trump-Spezis Musk erschien, wirkt die Sache erst recht unseriös.
16. Dezember 2025 @ 09:41
Amanda Sloat, the architect of U.S. President Joe Biden’s Europe policy
https://www.politico.eu/article/top-nsc-official-europe-leaving-amanda-sloat-joe-biden/
16. Dezember 2025 @ 11:16
@ebo: Vielen Dank für die nachgelieferten Informationen zu A. Sloat. In dem von Ihnen gefundenen Politico-Artikel wird sie übrigens ausgerechnet für ihren maßgeblichen Beitrag zur Organisation der Hilfe Europas für die Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gerühmt. Das ändert nichts daran, dass der ursprünglich angeführte X-Post mit dem Videoausschnitt zahlreiche Anzeichen einer unseriösen Quelle trägt (fehlende Quellenangaben; verschwörungstheoretische Erörterungen darüber, dass anonyme Mächte versuchten, diese “Wahrheit” zu unterdrücken; Schreibung von emotional aufgeladenen Wörtern in Versalien, vgl. Trump-Stil etc.). Zudem ist das Video ein so kurzer Ausschnitt aus einem Interview, dass es im Verdacht stehen muss, eine potenziell tendenziöse Auswahl darzustellen. Inhaltlich ist es bei weitem nicht so eindeutig in der Stoßrichtung, wie der X-Poster behauptet. Da weder der Kontext angegeben ist, aus dem der Videoclip entnommen wurde, noch auch nur der Interviewer (und das Medium, für das er arbeitet, wenn er kein reiner Privatmann ist) identifiziert wurde, ist eine ernsthafte Bewertung kaum möglich und sinnvoll.
16. Dezember 2025 @ 08:54
Die NATO ist ein Verteidigungs-, kein Angriffsbündnis. Alle Phantasien über wirksame Sicherheitsgarantien für die Ukraine unter explizitem Ausschluss der NATO, wie sie auch von meinen Vorrednern (Vorschreiben?) vorgeschlagen wurden [etwa die Idee, Truppen von Brasilien und Australien als Sicherheitsgarantien einzusetzen], berücksichtigen den fundamentalen Umstand nicht, dass Russland die Macht ist, die alle ihre Nachbarn potenziell bedroht und mit dem Hirngespinst von Einmärschen spielt. Die NATO wurde nicht aufgrund westlicher verschwörerischer Pläne um ihre mittel- und osteuropäischen Mitglieder erweitert, sondern weil diese die Russen jahrzehntelang als Besatzungsmacht kennengelernt hatten und diese Erfahrung auf keinen Fall wiederholen wollten. Die USA waren hingegen gar nicht so unbedingt scharf auf zusätzliche NATO-Mitglieder. konnten aber nicht prinzipiell dagegen argumentieren. Die Voraussetzung für jeden Frieden müsste also eigentlich sein, dass die Russen akzeptieren, dass sie sich selbst bei ihren Nachbarn unbeliebt gemacht haben und dies allenfalls durch viele Jahrzehnte höflicher, respektvoller und unbedingt unaggressiver Nachbarschaft allmählich gutmachen können. Jeder Versuch, mit Gewaltdrohungen seinen Standpunkt durchzusetzen, kann nur die Abneigung auffrischen und im (aus Sicht der betroffenen Nachbarn Russlands) schlimmsten Fall korrupte, aber moskauhörige Unsympathen wie Victor Orbán an die Macht bringen, nie aber zu produktiver guter Nachbarschaft führen. Die erste Alternative wurde in einem analogen Fall von Deutschland nach dem II. WK praktiziert; vielen Russen scheint hingegen die Aussicht, von allen Nachbarn gehasst zu werden, wenn sie nur gefürchtet werden, leider gar nicht unlieb zu sein.
Klar ist zum Thema Sicherheit: Nur einer der beiden Staaten bedroht den anderen und will sich dessen Territorium aneignen. Daher hat der andere jedes Recht der Selbstverteidigung, und ein dauerhafter Friede muss die Bedrohung durch Russland beseitigen oder durch glaubhafte Abschreckung ausgleichen.
Und was das Thema von “Nazis” und “Unterdrückung von Minderheiten” betrifft: Das Problem ist, dass viele Russen nicht akzeptieren wollen, dass die Sowjetunion Geschichte ist und dass daher jeder Russe, der außerhalb Russlands lebt, die jeweilige Staatssprache lernen sollte. Und der “Kampf gegen Nazis” ist für Russland nur ein Vorwand, missliebige Personen im Nachbarland willkürlich für Repressions- und Tötungsaktionen freizugeben. Niemand sollte diese “antifaschistische” Propaganda glauben.
16. Dezember 2025 @ 10:04
oh je, oh je, auweia
16. Dezember 2025 @ 10:35
Emmanuel Todd – Die Ursache, warum der Westen den Selbstmord der Ukraine möglich macht, ist sein Niedergang.
Er argumentiert: “Auf die Analyse des ukrainischen Falls ist sie kaum anwendbar ” – die “Formulierung von Clausewitz: ‘Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln’.”
[Denn:] Russische Bevölkerung im Donbass oder der Krim zu ersetzen oder sie unter ukrainische Herrschaft stellen zu wollen, und zwar gegen ein immens mächtigeres Russland, kann nicht als politisches Projekt aufgefasst werden, das mit anderen Mitteln fortgesetzt werde. Hier ist der Krieg sein eigenes Ziel, er verleiht einer Nation Sinn, in der es Politik nicht gibt: Die UNFÄHIGKEIT des ukrainischen Nationalstaats, sich zu entwickeln und einen Platz zu finden, ist es, die diesen endlosen Krieg aufrechterhält.”
“In der Ukraine war Russisch die Sprache der Hochkultur. Ihre Ausrottung trifft daher nicht nur die russischsprachige Ukraine; es ist ein Symptom des Selbsthasses.
… Laut David Teurtrie hat [Präsident Selenski] ‘in den letzten Jahren Gesetze erlassen, die darauf abzielen, die russische Sprache ganz aus dem sozialen Bereich zu tilgen. Seit dem Jahr 2022 und dem Kriegsbeginn ist es untersagt, in der Schule russische Schriftsteller zu lesen, Universitätsstudenten, die im Unterricht Russisch verwenden, können aus diesem Grund suspendiert werden, es gibt Geldstrafen für öffentliche Personen, wenn sie in den sozialen Netzwerken Nachrichten in russischer Sprache posten. Und gerade hat Selenski im Parlament einen Gesetzentwurf eingebracht, der ukrainische Beamte verpflichtet … Englisch zu beherrschen.’
Diese Selbstverleugnung bringt uns auf den Begriff des Nihilismus.”
“Jenseits der ununterbrochenen Proklamationen Kiews zu seiner Europanähe und Westlichkeit bedeutet der immerwährende Krieg mit Russland einen immerwährenden Verbleib in der Sphäre des ehemaligen Zarenreiches, wo es doch so einfach gewesen wäre, dieses zu verlassen!”
“Nimmt man die Tatsache zur Kenntnis, dass Russen und Ukrainer sich nicht mehr verstanden, hätte die Ukraine die rein russischen Gebiete sich abspalten lassen und sich auf die Herausbildung eines rein ukrainischen Nationalstaats konzentrieren können, der von allen anerkannt und von einigen unterstützt worden wäre. Aber nach dem Jahr 2014 hat sie den Krieg fortgesetzt … sie wollte die Souveränität über die Bevölkerung einer anderen Nation behalten, und zwar einer deutlich mächtigeren Nation. … [So] zeigt die Realität, dass die Ukraine heute als Staat Selbstmord begeht. …”
Diesen Selbstmord führt der Sozialhistoriker und Demograf in seinem Bestseller genauer aus: wirtschaftlicher, kultureller und militärischer Selbstmord, obwohl die Ukrainer sich so einvernehmlich von den Russen hätten trennen können wie die Tschechen und Slowaken nach der Implosion der Sowjetunion.
Alles aus: Emmanuel Todd. “Der Westen im Niedergang”. 2024, S. 97-99.
16. Dezember 2025 @ 08:37
Das aktuelle “Ergebnis” der mit viel Steuergeld abgesicherten Gespräche in Berlin ist, dass Selenskyj wohl der Nato abschwört, aber Nato-Truppen sollen einen Waffenstilstand absichern, also das glatte Gegenteil der Mainstream-Headline. Wir leben in einer geschlossenen Psychiatrie.
16. Dezember 2025 @ 07:50
Hauptsache, die westlichen Führer haben sich wieder einmal in die Arme fallen und gegenseitig verknuddeln können. Ansonsten: Der Krieg muss auf jeden Fall weitergehen. Ein weihnächtliches Peace Happening im Rahmen des Russlandfeldzugs 3.0.
15. Dezember 2025 @ 19:23
Donbass und Krim russisch oder seperate Republiken, Sicherheitsgarantien ohne Natoländer (also z.B. mit Brasilien und Australien unter Blauhelmen und stark gesichert), Restukraine ohne Natomitgliedschaft, ohne Rassismus, mit Minderheitenschutz, ggf. EU- Mitgliedschaft NACH Erfüllung der ursprünglichen Kriterien, Reparationen heben sich gegenseitig auf, Röhrengas für die Ukraine und Europa. Unter diesen Vereinbarungen sehe ich keinen Frieden.
16. Dezember 2025 @ 08:47
Es gibt nur einen Weg. Sicjerjeirsgaramtoen ala NATO aber kein Beitritt, keine NATO-Truppen on der UA.
Ddue UA soll ein riesiges Heer haben, kann aber auf Jahrzehnte hinaus nur ein kleines stehendes Heer finanzieren. D.h. due wuööoge BlackRoxk Koalitionäre müssen Geld on dieses Fass ohne Boden stecken.Perfektes Umverteilungsschema.
Wenn es nicht so abstrus wäre könnte man auf den Gedanken kommen. dass Starmer. Macron,Merz da ihren Buddies bei BöackRocl & Co einen Auftragsdienst abliefern.
16. Dezember 2025 @ 09:22
Tippfehler oder Absicht?
15. Dezember 2025 @ 18:44
Ich würde sagen, das Problem ist nicht nur die NATO. Das Problem sind jedwede Formen von westlichen Sicherheitsgarantien, die zur Folge haben köönten, dass westliche Truppen an den russischen Staatsgrenzen operieren. Denn solange diese Länder auch nur im Hintergrund noch über die NATO mit den USA verbunden sind, besteht immer wieder das Risiko, dass irgendwann die Stationierung von Raketen oder Atomwaffen wieder ins Spiel gebracht wird.
Lösen lässt sich das Ganze nur, indem eine neue, europäische Sicherheitsordnung vereinbart wird. Die Betonung liegt auf vereinbart. Mit den Russen. Und nicht ohne sie.
16. Dezember 2025 @ 09:56
Eine neue europäische Sicherheitsordnung unter Einschluss Russlands: das ist genau der Punkt, auf den Russland in der Ära Putin stets hingearbeitet hat. Und die NATO-EU-Staaten, unter treibendem Einfluss der USA, waren immer bemüht, dieses Bestreben ins Leere laufen zu lassen mittels beruhigenden Kooperationstrukturen wie etwa dem Nato-Russland-Rat, die ihnen alle Optionen des militärischen Aufmarschs in Richtung Russlands Grenzen offenhielten, sie gegenüber Russland aber zu nichts weiter verpflichtete. Spätestens 2008 waren die Schnuller wohl ausgelutscht. Und heute hat das ganze irre Gedöns um „europäische“ Truppen in der Ukraine als angeblich alternativlose Forderung exakt den Zweck, diesen Gedanken einer neuen integralen Sicherheitsordnung als einzige wirklich dauerhafte Möglichkeit zur Befriedung des Kontinents nicht einmal in den Horizont des Denkbaren eindringen zu lassen. Übrigens: Vor kurzem hat das IPG einen für dieses Magazin der Friedrich-Ebert-Stiftung einen fast schon revolutionären Text veröffentlicht, der im Namen einer geo- und sicherheitspolitischen Unabhängigkeit Europas das Verhältnis zu den gegenwärtigen Trump-USA ganz neu bestimmt („Die herrschenden Kräfte ]der USA] haben es [das liberale Europa] zum Feind erklärt“). Es wird folglich für eine Entkoppelung von der US-bestimmten NATO plädiert und „mittelfristig“ zumindest für einen Ausgleich mit Russland. Das ist beileibe noch kein Schritt in Richtung einer neuer Sicherheitsarchitektur, könnte aber ein Einfallstor für Gedanken dieser Art sein. Aufgrund der machtpolitischen Schlagseite des Textes sollte man sich allerdings auch keine allzu großen Illusionen machen.
Europa, d.h. dann natürlich auch und vor allem Deutschland, als echter, militärisch entsprechend potenter geopolitischer Machtfaktor ist ja bei der gegenwärtigen Struktur gesellschaftlicher Interessen nicht per se ein Friedensengel.
Link zum Artikel „Washingtons Wurmfortsatz“, Marcus Schneider, vom 08.12
25 http://www.ipg-journal.de/
15. Dezember 2025 @ 18:15
Eine Bestätigung, aber keine Neuigkeit, die selbst Trump in seinen Auslassungen gegen Biden schon angedeutet hat!
Das Problem ist jetzt dass Starmer, Merz, Leyen, und Konsorten glauben sie könnten außerhalb des NATO. Vertrages und einer formellen NATO Mitgliedschaft der Ukraine einen gesonderten Artikel 5 auf multilateraler oder bilateraler Ebene mit der Ukraine eingehen, evtl. auch über irgendein Konstrukt im Rahmen einer EU Mitgliedschaft der Ukraine! Bleibt zu hoffen dass Russland jetzt auf der Hut ist, besonders nach den westlichen Machenschaften und Vergehen um das russische Staatsvermögen! Der sog. Westen ist durch und durch Verdorben und verlogen!
16. Dezember 2025 @ 16:22
lieber Michael, die Regierenden in der Russ. Föderation werden sicher auf der Hut sein. Die Tatsache, dass der jetzige Präsident der Föderation, Putin, die Erdrosselung der Föderation nach Jelzin im allerletzten Moment hat abwenden können, ist ja der Urgrund des geballten Hasses, der ihn seit Jahren dem Schaum vorm Mund der Europäer aussetzt. Er wird sich diesen trotzigen, bis zur Selbstzerstörung verrannten europäischen Rumpelstielzchen sicher “erwehren” können.
Könnte aber wehtun.
Vorallem dem deutschen Rumpelstielzchen…