Ukraine-Krieg 2.0? Hegseth und Macron drohen China

Die USA und Frankreich legen sich wegen Taiwan mit Peking an – und ziehen Parallelen zur Ukraine. Droht in Fernost der nächste Krieg?

Pentagon-Chef Pete Hegseth hat vor einer angeblich schnell wachsenden Bedrohung durch China gewarnt.

Die USA beobachteten die „destabilisierenden Aktionen“ Pekings genau, betonte er bei einer Rede auf einer Sicherheitskonferenz in Singapur – und sprach von „katastrophalen Konsequenzen“ im Falle eines chinesischen Angriffs auf Taiwan.

Diese Drohungen sind nicht ganz neu. Doch nun erweckt Hegseth den Eindruck, als sei Krieg nur noch eine Frage der Zeit. „Wir werden nichts beschönigen – die Bedrohung durch China ist real. Und sie könnte unmittelbar bevorstehen.“

Macron droht mit der Nato – ausgerechnet

Auf derselben Konferenz hatte sich zuvor Frankreichs Staatschef Macron geäußert – und ebenfalls gedroht.

Wenn China nicht aufhöre, sich gemeinsam mit Nordkorea in der Ukraine einzumischen, werde sich die Nato nach Asien ausweiten, erklärte der Franzose, der die Allianz noch vor ein paar Jahren für “hirntot” erklärt hatte.

Macron hatte auch noch eine Warnung für Hegseth parat: Die Ukraine aufzugeben, würde die Glaubwürdigkeit der USA auch mit Blick auf einen möglichen Konflikt mit China über Taiwan untergraben, sagte er.

Das wiederum sorgte für Empörung in Peking. Der Vergleich zwischen Taiwan und der Ukraine sei “inakzeptabel”, hieß es. Tatsächlich ist die Lage völlig verschieden – denn China hat legitime Ansprüche auf die Insel.

Eine Parallele gibt es aber doch: Die USA haben kürzlich bis zu 500 Militärberater nach Taiwan geschickt und rüsten die abtrünnige Insel mehr oder weniger heimlich auf – genau wie die Ukraine vor dem Krieg…