TTIP: Juncker wird nervös

Nichts geht mehr bei den Freihandelsgesprächen zwischen der EU und den USA. Jetzt wird sogar Kommissionschef Juncker nervös: Er fordert ein neues Bekenntnis aller 28 EU-Staaten zu TTIP.

Beim nächsten EU-Gipfel Ende Juni werde Juncker die Chefs bitten, dass das Verhandlungsmandat für die EU-Kommission bekräftigt wird, sagte sein Sprecher am Montag in Brüssel.

Zuletzt hatten sich Deutschland und Frankreich von dem Abkommen abgesetzt. TTIP sei zum gegenwärtigen Stand nicht zustimmungsfähig, sagte Frankreichs Staatspräsident Hollande.

In Deutschland ging Wirtschaftsminister Gabriel auf Distanz. Kanzlerin Merkel liege falsch, wenn sie auf Tempo drücke, sagte der SPD-Boss. Für die SPD gehe Qualität vor Tempo.

Dumm nur für Gabriel, dass nicht er, sondern Merkel auf den EU-Gipfel nach Brüssel reist. Dort wird die Kanzlerin bestätigen, dass sie für einen schnellen Abschluss ist – wetten, dass?

 
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