Zwangsarbeit: Trump wirft EU Versagen vor – doch die gibt sich erleichtert
Es wird immer verrückter: Weil ein von US-Präsident Trump verhängter Sonderzoll ausläuft, hat er über Nacht kurzerhand einen neuen Tarif eingeführt. Diesmal geht es (angeblich) um Zwangsarbeit – auch in Europa. Der neue Zollsatz liegt bei 10 beziehungsweise 12,5 Prozent. Er soll auch in der EU zur Anwendung kommen, da die EUropäer angeblich nicht energisch genug gegen Zwangsarbeit vorgingen. Ein Unverschämtheit, gegen die sich die EU energisch wehren würde, sollte man meinen. Doch weit gefehlt. Die EU-Außenbeauftragte Kallas zeigte sich zwar irritiert. Die Vorwürfe, die EU gehe nicht ausreichend gegen Zwangsarbeit vor, seien unbegründet. Doch kurz danach gab die EU-Kommission überraschend Entwarnung: Durch die neuen Zollsätze ändere sich nichts, hieß es in Brüssel. Man ist erleichtert – weil man einem neuen Streit mit Trump ausweichen kann. Souverän ist das nicht, eher feige…
Siehe auch Zu spät, zu schwach und dennoch brisant: EU straft Google ab Mehr zu Trump 2.0 hier

25. Juli 2026 @ 09:16
Wen beschäftigt Trump denn so in seinen Golf-Ressorts? Wie definiert er Zwangsarbeit? Hauptsache, er kann die gewünschten Zölle kassieren. Und die Vasallen zahlen brav ihre Tribute.
25. Juli 2026 @ 12:35
Der Angestellte eines Trump‘schen Besitzes ist nur ein armseliger ausgebeuteter Arbeiter. Und dennoch hat Trump recht und schlimmer noch: Ich bin ein gekaufter aber unbezahlter Sklave im Zeitalter der Neo-Sklaverei, der Ausbeutung des letzten Reservoirs von Arbeitskraft. Die US Oligarchie, Wallstreet und Silicon Valley, eignen sich meine Arbeitskraft und Arbeitszeit an. Ich werde doppelt und dreifach ausgebeutet: erst zahle ich die „hardware“ (smart phone, computer, etc.), dann die „Software“ (Apps, etc.), und dann „zahle“ ich für deren Nutzung indem ich gezwungen werde sog. – ehemals externer – Serviceleistungen selbst zu vollbringen: online Bankgeschäfte, Flug-, Hotel-, oder Mietwagen-buchungen, einschließlich des Einchecken‘s meiner selbst und des Gepäcks, das Auschecken im Supermarkt, das Arrangieren von Terminen und Antragstellungen bei Behörden oder einem Arzt, die Zahlung Parkgebühren, etc, etc.. Es ist nicht so dass ich erwartete direkt bezahlt zu werden, aber doch so, dass ich erwartete per einem Preisnachlass oder Bonus entgolten zu werden! Indes: Fehlanzeige! Es gebührt sich nicht für einen Sklaven derartige Erwartungen zu hegen! Trump hat recht!
25. Juli 2026 @ 15:09
“Trump hat recht!”
Er sollte aber bei sich selbst und seinen Kumpels anfangen – und mit gutem Beispiel vorangehen!
24. Juli 2026 @ 16:41
Die Zölle werden die USA bestimmt retten, sodass sie ihre Hegemonie mit teuren Kriegen fortsetzen können, wir geben das gern. Die Pleitewelle hat gerade erst angefangen, und Leute, die nun übrig sind, können ja in den Kriegsdienst. Die EU möchte ja bis spätestens 2031 einen großen Krieg gegen ein großes Land. Ich denke, bis zum 100. Geburtstag der Kapitulation Deutschlands im WW2 wird Europa human, wirtschaftlich und sozial zerstört sein, dann geht es in Asien und Afrika weiter.
24. Juli 2026 @ 16:32
Fast schon lustig: ausgerechnet Trump, der in seiner ersten Amtszeit Gedenktafeln zur Sklaverei aus Museen und an öffentlichen Orten entfernen liess, weil diese “die amerikanische Geschichte in ein schlechtes Licht” rückten (was erst von US-Gerichten wieder revidiert werden musste) und zudem die Sklaverei aus dem Geschichtsunterricht streichen lassen wollte, will jetzt ein Kämpfer gegen Zwangsarbeit sein.
Dem Typ ist wirklich nichts zu blöd, um als offizielle Begründung für seinen Fetisch “Zölle” hergenommen zu werden.
24. Juli 2026 @ 16:18
Sind im westlichen Kapitalismus nicht alle Arbeiter Zwangsarbeiter, und erst recht im Globalen Süden?