Trump schwächt den Dollar – Lagarde steuert nicht gegen
Es gehört zu den erklärten Zielen von US-Präsident Trump, den Dollar zu schwächen, um die US-Exporte anzukurbeln. Darunter leidet die EU – doch Zentralbankchefin Lagarde steuert nicht gegen.
Die Leitzinsen in der Eurozone bleiben weiter unverändert, gab Lagarde in Frankfurt bekannt. Die Inflation liege nahe an der Zielmarke 2 Prozent, und die Wirtschaft zeige sich “in einem schwierigen globalen Umfeld nach wie vor robust”.
Wie bitte? Die Lebenshaltungskosten steigen weiter, neuerdings wird auch Energie wieder teurer. Zugleich schrammt Deutschland nur knapp an einer Rezession vorbei, die Arbeitslosigkeit steigt und die Aussichten sind düster.
Dies ist nicht zuletzt auf die rabiate Zoll- und Handelspolitik von US-Präsident Traum zurückzuführen – und auf seinen Versuch, den Dollar gezielt zu schwächen, um die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln.
Euro hat 15 Prozent aufgewertet
Unter Trump hat der Dollar deutlich an Wert verloren, der Euro hat rund 15 Prozent aufgewertet. Mittlerweile hat die Aufwertung schon größere (schädliche) Wirkung auf deutsche und europäische Exporte als Trumps Zollpolitik.
Doch in der Europäischen Zentralbank hat man den Schuss nicht gehört. Die Kursgewinne des Euro gegenüber dem Dollar stünden weitgehend im Einklang mit dem allgemeinen Durchschnitt des Wechselkurses, so EZB-Chefin Lagarde.
Sie richtet ihre Geldpolitik weiter an der Inflation aus – und nicht an Wachstum, Arbeitslosigkeit oder Wechselkurs. Früher mag dies – jedenfalls für die neoliberale Lehre – richtig gewesen sein. Doch unter Trump hat sich alles geändert.
Der US-Präsident führt seinen Handels- und Wirtschaftskrieg nicht nur mit Zöllen, sondern auch mit dem Dollar. Neuerdings greift er auch in die US-Zentralbank ein. Wann wehrt sich die EU – und die EZB? Lagarde hat bereit die fünfte Gelegenheit verpasst…
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6. Februar 2026 @ 08:40
Ein Hoch auf den €uro, Fremdwährung für alle!
@Arthur
Sehr gut aufgepasst! (aber * psst * nicht verraten)
6. Februar 2026 @ 00:10
“Euro hat 15 Prozent aufgewertet” – so wird das nix mit der Wettbewerbsfähigkeit
6. Februar 2026 @ 00:16
Haha, da kommen unsere “Experten für Wettbewerbsfähigkeit und Standortpolitik” nie drauf 🙂
5. Februar 2026 @ 21:17
Wie verhält es sich denn mit der Beziehung Legarde zu Powell!? Hatten die Banker sich nicht freiwillig zu gegenseitiger Solidarität (gegen Trump) verpflichtet?
5. Februar 2026 @ 21:28
Gute Frage!