Stunden der Wahrheit für die Ukraine – und die EU
Wird US-Präsident Trump den ukrainischen Staatschef Selenskyj zum Frieden zwingen? Kommt es zum Bruch mit den EUropäern, die mit Selenskyj nach Washington gereist sind? Ein Liveblog.
Das geht ja gut los: “Russland kann nur durch Stärke zu Frieden gezwungen werden und Präsident Trump hat diese Stärke“, erklärte Selenskyj vor seinem Treffen im Weißen Haus. Das klingt nicht nach Frieden – allerdings auch nicht nach Auflehnung.
“Ich hoffe, wir werden die Zeit haben, um über die Architektur von Sicherheitsgarantien zu sprechen. Das ist wirklich das Wichtigste”, fügte Selenskyj hinzu. Es scheint, als habe er sich bereits mit Trumps Nein zu einer Nato-Mitgliedschaft abgefunden.
Auch in der Kleiderordnung scheint sich Selenskyj an seinen Gastgeber anzupassen: Diesmal werde er – wie von Trump gewünscht – einen Anzug tragen, der allerdings immer noch die Zeichen des Krieges trage, meldet “Politico”…
Dieser Beitrag wird laufend aktualisiert. Siehe auch Gipfel in Washington: EUropäer fürchten nächste Klatsche

19. August 2025 @ 12:32
“Deutschland war in der historischen Nacht der Hoffnung vertreten – und es folgte sogar Lob! “Friedrich Merz ist eine starke Person, ein starker Kanzler, er ist mein Freund”, sagte Trump am Montag.”
https://de.euronews.com/my-europe/2025/08/19/merz-frieden-in-ukraine-merz-in-cdu-aussenpolitik-politologe
Na damit ist ja für die Landesverräter der Westbindungspartei(en) letztlich Alles gerettet.
Dass sie uns erst wieder in diese Situation gebracht haben, in der Adenauerisches Handeln vielleicht wieder nötig ist wie als ob es gerade 1952 sei, statt 2025 ist, geschenkt.
Ich befürchte wirklich wir sollen jetzt Epoche der Deindustrialisierung vollendens durchmachen, welche die USA ab den 80igern erlebten, sind ja schon dort in vielen Bereichen. Alleine der Fakt dass die Türkei der weltweit zweitgrößte Exporteur von Weißware ist, anstatt AEG, Siemens, Miele etc.pp. aus dem Land dessen Nutzen all diese Kanzler schworen zu mehren, stattdessen drastisch minimiert haben.
Ach wie gut, dass dieser Eid ein rechtliches Nullum sei.
Super aber auch wieder diese nicht vorhandene Objektivität von Euronews einen CDU Politiker wie Nico Lange auch so zu betiteln anstatt als “Politikwissenschaftler”…war ja nur Stabschef im Verteidigungsministerium unter Karrenbauer.
Wenn manche Medien genau so schlecht sind wie die Politiker über die sie berichten, dann…
19. August 2025 @ 12:07
Typisch Merz der Kleingeist: er insistiert es müsse vor Frieden einen Waffenstillstand geben selbst nachdem der Zug soeben abgefahren ist! Merz kann weder Kanzler noch Führung! Wie peinlich!
19. August 2025 @ 14:23
Wenn überascht es noch dass dumme Doppelstandards in der Politik (rechtlich fürs Inland sind die halt geboten), Deutschland schaden?
Was ein Stress es um Baerbock gab als sie Kanzlerkandidatin war, man traute ihr (berechtigterweise) das AA nicht zu.
Bei Merz aber, der ebenso wenig jemals eine Regierung auch nur in Thüringen, dem Saarland oder im Sauerland geführt hätte, nichtmal Minister war vorher, kein Problem.
Man überlege sich: Nominal war Laschet in dieser Hinsicht qualifizierter.
19. August 2025 @ 11:10
Waffenruhe –
Wer glaubt an Minsk III?
Gebietstausch? Kursk ist weg, man hat nichts mehr zum Tauschen.
Wenn Russland Odessa einnimmt, ist auch das Schwarze Meer weg.
Die Europäer sitzen am Tisch um den Wiederaufbau zu finanzieren. Sie dürfen entsprechende Verträge unterzeichnen.
19. August 2025 @ 08:59
Was soll das Genörgel? Ich habe heute früh im Radio gehört, dass die Washington-Expedition ein voller Erfolg war:
— Friedrich der Große hat Trump „über den Tisch gezogen“ – nach ordentlicher Schmierung des Tisches mit Schleim.
— Der Alte Fritz hat auch mutig einen Waffenstillstand als Voraussetzung von Friedensverhandlungen gefordert – während Trump sich gerade Cola nachschenken ließ.
— Frau von den Laien hat von ihren Enkelkindern erzählt und Trump damit zu Tränen gerührt.
— Selenskyj hat die Hürden für einen Frieden erhöht – ohne von Trump gleich standrechtlich erschossen zu werden.
— NATO-Truppen werden zur Friedenssicherung an die urkrainisch-russische Grenze vorrücken.
— … und natürlich der schicke Anzug von Selenskyj – ein Traum
Also 6:0 für die EU – ganz ohne Elfmeterschießen. Hoffen wir mal, dass das Spielergebnis heute von Trump nicht annulliert wird.
19. August 2025 @ 09:15
Sehr schön zusammengefasst – alles wird gut 🙂
19. August 2025 @ 07:42
Interessanter Ausschnitt aus dem Gespräch mit Trump. Merz betont noch einmal, wie wichtig ein sofortiger Waffenstillstand sei, „denn die Glaubwürdigkeit zumindest unserer Bemühungen hängt davon ab, ob es zumindest einen Waffenstillstand gibt…vor dem nächsten Treffen.“
So ist es. Dieser Waffenstillstand hat weniger etwas mit der Ukraine zu tun, sondern mit dem Image der Europäer. Sie stehen ohnehin nackt da, aber ohne Waffenstillstand noch nackter als nackt. Milliarden wurden versenkt, viele sind völlig unnötig gestorben, die Ukraine ist ein zerstörtes Land in das auch viele Ukrainer nicht wieder zurückkehren werden.
Nun bettelt man um einen Waffenstillstand, damit das eigene Image nicht so abgrundtief schlecht ist.
https://x.com/MagnetStefan/status/1957538725795176647
Ebenfalls aufschlussreich war ein post von Oleksandr Dubinsky, der in einem offenen Brief an Trump darum bittet, dass dieser Wahlen in der Ukraine fordert. Er beschreibt, dass Selenskyj nicht die Mehrheit der Bevölkerung vertritt und nicht legitim im Amt sei. Ebenso betont er, dass „European leaders also do not represent Ukrainians; we never elected them.“
https://x.com/Dubinsky_pro/status/1957103940979368025
Dubinsky war lt. Wikipedia in korrupte Machenschaften verwickelt und sitzt zur Zeit im Gefängnis. Allerdings gehörte er anfangs zu Selenskyjs Partei und war im Bereich Finanzen tätig, bis er in Opposition zum zunehmenden ukrainischen Nationalismus und Radikalismus ging.
https://en.wikipedia.org/wiki/Oleksandr_Dubinsky
19. August 2025 @ 12:03
“die Ukraine ist ein zerstörtes Land in das auch viele Ukrainer nicht wieder zurückkehren werden.”
Letztes Jahr lief im ÖRR diese Reportage über eine Ausländerbehörde in Hannover. Hängengeblieben bei mir, die eine Ukrainerin am Empfang die ihren Aufenthaltsstatus letztlich umschreiben lassen wollte auf “mit Deutschem verheiratet”.
Würd mich ja so GZSZ mäßig sehr interessieren, wie viele Deutsche Männer von den Ausreiseregeln dort “profitiert” haben 😉 .
19. August 2025 @ 12:35
“Ebenso betont er, dass „European leaders also do not represent Ukrainians; we never elected them.“”
Nun, was die Wahl der “EUropean leaders” in Brüssel angeht, da geht es uns EU-Bürgern ja auch nicht anders als den Ukrainern!
19. August 2025 @ 07:05
Die Taktik der Europäer ist banal: bedingungsloser Waffenstillstand und Quasi-Nato-Beitritt der Ukraine.
Da man in Europa weiss, dass sich Putin und Selenski niemals einig werden und „Friedensverhandlungen“ ewig dauern würden, will man mit dem Waffenstillstand den Vormarsch der Russen stoppen, die Ukraine neu aufrüsten und Truppen aus UK, F und D an die Front entsenden.
Für Russland ein No-go.
Die Europäer wollen Putin provozieren, den Krieg weiterzuführen, um ihm die Schuld am Scheitern von Trumps Friedensbemühungen zu geben, verbunden mit der Forderung nach mehr Sanktionen.
Einmal mehr ist klar: Europa will Russland ruinieren, besiegen und verzwergen.
Fazit: Der Krieg geht weiter,
so lange, bis entweder die Ukraine oder Russland militärisch besiegt ist.
Mal schauen, wie der Westen eine Atommacht mit China, Indien und Nordkorea als Verbündete militärisch besiegt …
19. August 2025 @ 02:02
„Denn der Ukrainer lehnt den von Putin geforderten und von Trump zunächst unterstützten “Gebietstausch” ab.“
S. begründet das ja mantraartig mit der ukainischen Verfassung, die ihm Gebietsabtretungen verbiete – er sollte mal nachschauen, ob nicht der Fortbestand der Ukraine (inkl. ihrer Verfassung) und last but not least das Leben von unzähligen jetzt noch lebenden Ukrainern nicht auch irgendwo in der ukrainischen Verfassung bedacht worden sein könnte… und dann mal eine Güterabwägung in Betracht ziehen!
18. August 2025 @ 23:02
Danke für die Zusammenfassung. Bisher ist ja alles noch sehr vage. EUropa hat sich jedenfalls nicht mit Ruhm bekleckert und will offenbar keine verbindliche Friedenslösung. Sie müssten sich sonst eingestehen aufs falsche Pferd gesetzt zu haben.
Jetzt müssen wir wohl abwarten, was tröpfchenweise so durchsickert.
19. August 2025 @ 02:06
„Sie müssten sich sonst eingestehen aufs falsche Pferd gesetzt zu haben.“
…erinnert irgendwie an die Deutschen in der Zeit ab Stalingrad, die dann selbst ein D-Day nicht mehr zum Absteigen vom toten Gaul bewegen konnte.
18. August 2025 @ 19:39
Ich kann es nicht begreifen: warum kann keiner dieser Typen aus der EU einfach mal Putin anrufen?
18. August 2025 @ 22:04
Weil sie nicht wüssten, was sie dem sagen sollten.
Einerseits belügen sie ihn seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert. Man erinnere sich: Am 25. September 2001 lud Putin vor den versammelten Abgeordneten des Deutschen Bundestages alle Europäer dazu ein, eine gemeinsame Wirtschaftszone auf dem gesamten europäischen Kontinent zu schaffen.
https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/putin/putin_wort-244966
Seine Rede wurde mit stehenden Ovationen bedacht von den versammelten Berufslügnern. Keine Sekunde lang haben die daran gedacht, die weit ausgestreckte Hand zu ergreifen für eine friedvolle Zukunft in Sicherheit und Wohlergehen.
Fortan wurde mit jedem einzelnen Schachzug, den der selbsternannte Wertewesten vollzog, die Russländische Föderation (RF) belogen, betrogen, bedroht, beschädigt. Die günstig abgegebenen Kohlenwasserstoffe hat man aber gerne genommen, bis das endgültig nicht mehr zum verlogenen Narrativ passte.
Statt dessen wurde von Anfang an daran gearbeitet, die Russländische Föderation zu behindern, wirtschaftlich zu schädigen, auszubeuten und – damit das alles im Sinne westlicher Werte vonstatten gehen kann – militärisch einzukreisen. Was endlich so 2013/14 zu den ersten massiven Widerstandshandlungen (Krim) führte. Aber auch das war den westlichen Machthabern nur Ansporn, die Anstrengungen zu verstärken.
Und immer weiter zu verstärken. Bis heute. Was soll denn einer von denen dem Putin am Telefon erzählen? Dass man zu den Minsk-Verträgen zurück will? kicher
19. August 2025 @ 00:46
Es wäre auch das ultimative Eingeständnis, das man den Krieg jahrelang unnötig in die Länge gezogen hat, nur um am Ende doch den Kürzeren zu ziehen; das man die Ukraine in eine schlechtere Position als 2022 gebracht hat.
Generell können die Spitzenpolitiker der EU hier keine konstruktive Rolle mehr spielen, ohne ihr Gesicht komplett zu verlieren. Wenn die Waffen irgendwann wirklich schweigen, werden neben dem ganzen menschlichen Leid auch die Kosten für die Unterstützerstaaten nach und nach ersichtlich werden.
Vielleicht hoffen unsere Politiker ja insgeheim, den Krieg noch solange am Laufen halten zu können, bis ihre Amtszeiten vorbei sind. Das wäre das einzig rationale an einer Politik, die ansonsten ein Totalschaden ist.
18. August 2025 @ 18:30
Ist denn bekannt, ob er mit seinen Pullover mit der OUN-Mistgabel erscheint oder sich von seinem geraubten Vermögen einen Anzug ausleihen konnte? Wenn nicht, sind wir Europäer gerne bereit, weitere Milliarden in den betreffenden Anus zu stecken, damit die rassistische Tradition der OUN nicht durch Trump in Gefahr gerät.
19. August 2025 @ 01:56
“Diesmal werde er – wie von Trump gewünscht – einen Anzug tragen, der allerdings immer noch die Zeichen des Krieges trage”
Da ist die Frage, was das für “Zeichen des Krieges” sein sollen, berechtigt: irgendwas symbolisches mit OUN, ASOW oder gar NS-Bezug, wie man sie oft an der Kleidung oder auf der Haut ukrainischer Nationalisten und Soldaten sieht (letzterer wäre ja unter Teilen der weissen Anhängerschaft Trumps durchaus gesellschaftsfähig)?
Aber vielleicht auch nur ganz harmlos der Duft nach Mottenkugeln oder eben Mottenlöcher, weil der Anzug seit Februar 2022 unangetastet im Schrank hing… 😉