Spanien sperrt Luftraum für Irankrieg – Deutschland ermöglicht US-Angriffe

Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen.

Die Maßnahme sei “Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen”, erklärte der Stellvertreter von Ministerpräsident Sanchez, Cuerpo.

Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Großbritannien oder Frankreich aus operieren, heißt es in “El País”.

Deutschland ist nicht betroffen – es liegt zu weit weg, und es traut sich auch nicht, den USA irgendwelche Rechte zu verweigern. Im Gegenteil: Die Nutzung der zentralen Airbase in Ramstein unterliegt keinerlei Beschränkungen.

Angriffsplanung aus Ramstein

Von Ramstein gehen sogar die Angriffspläne aus. Signale von Drohnen im Nahen Osten werden per Satellit nach Ramstein geleitet, dort verarbeitet und in die USA weitergeleitet, was Angriffe und Zielerfassungen ermöglicht.

Die Bundesregierung sieht sich in der Pflicht, die Nutzung von Ramstein im Rahmen der Nato-Bündnisverpflichtungen zu ermöglichen – obwohl der Irankrieg mit der Nato nichts zu tun hat und Kanzler Merz ihn vorgeblich ablehnt!

Deutschland und viele andere europäische Länder spielen “still und leise eine entscheidende unterstützende Rolle”, stellte das “Wall Street Journal” kürzlich fest. Spanien zeigt nun, daß es auch anders geht!

Siehe auch: Iran: Wird Deutschland wieder zum Drehkreuz für einen großen Krieg? sowie “Sanchez Superstar: Außenpolitik geht besser ohne die EU”