14. Juli in Paris: Vom Volksfest zur Kriegsvorbereitung

An der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag hat diesmal auch die Ukraine teilgenommen. Auf Einladung von Staatschef Macron kamen ukrainische Soldaten und Präsident Selenskyj, aber auch Kanzler Merz nach Paris.

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Das gemeinsame Defilé auf den Champs Élysées zeige den “réveil stratégique de l’Europe”, also das strategische Erwachen Europas, erklärte Macron. Er meint es ernst, todernst: Zur Not werde man auch Blut vergießen, um Europa zu verteidigen.

Am Montagabend kündigte Macron zudem noch gemeinsame Manöver der “Koalition der Willigen” in Nachbarstaaten der Ukraine an. Außerdem organisierte er eine “antiballistische Koalition”, die die Flugabwehr in der Ukraine verbessern soll.

Die eigentliche Parade war dann eine Waffenschau der Superlative. 6 700 Uniformierte, 98 Flugzeuge, 31 Helikopter und 315 Fahrzeuge: Noch nie wurden so viele Soldaten und Waffen über die Pariser Prachtstrasse geführt, noch nie hat Frankreich so geprotzt.

“Mächtig und kampfbereit”

Und noch nie war der Krieg so nahe. “Unsere Armeen sind mächtig und kampfbereit”das war die Botschaft, die Macron in die Welt senden wollte. Frankreich stehe nicht allein, sondern Seit’ an Seit’ mit der Ukraine – und sei bereit, zuerst einzugreifen.

„Es ist eine große Ehre für uns, hier zu sein“, reagierte Selenskyj nach der Parade. „Emmanuels Einladung an unsere Verteidiger ist ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung der Stärke der Ukraine, unseres Volkes und unserer Streitkräfte.”

Früher war der 14. Juillet ein Volksfest, diesmal wird das Volk auf einen Krieg gegen Russland eingestimmt. Dabei wurde Frankreich gar nicht angegriffen, und die Ukraine ist immer noch kein Mitglied der EU…

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Siehe auch Paris und London bereiten sich auf “offenen Krieg” mit Russland vor und Französischer General: “Wir müssen akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren”

P.S Während sich Selenskyj in Paris feiern ließ, ist in Kiew seine Regierung zurückgetreten. Ministerpräsidentin Swyrydenko folgte damit dem Wunsch bzw. Befehl des zunehmend autoritär regierenden Präsidenten. Seit dem russischen Einmarsch ist es schon der zweite überraschende Wechsel des Regierungschefs. Selenskyj sprach von “neuen Herausforderungen und neuen Aufgaben”