Russisches Vermögen: Euroclear abgemahnt, Orban prüft Rückzug

Der geplante Zugriff der EU auf das russische Vermögen in Belgien hat erste negative Folgen: Das Rating von Euroclear ist in Gefahr, Investoren könnten ihr Vermögen abziehen. Ungarn droht schonmal.

Die US-Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für den belgischen Finanzdienstleister Euroclear auf “negativ” herabgesetzt und eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit in Aussicht gestellt.

Grund seien rechtliche Gefahren und Liquiditätsrisiken wegen der EU-Pläne, so Fitch.

Bei Euroclear in Brüssel liegt das Gros der geschätzten 210 Mrd. Euro an russischem Vermögen. Belgien fürchtet rechtliche und finanzielle Risiken und sträubt sich daher gegen die EU-Pläne, die Kanzler Merz beim EU-Gipfel durchboxen will.

Unterdessen prüft der ungarische Regierungschef Orban, das bei Euroclear angelegte ungarische Vermögen abzuziehen. Das Geld sei in Brüssel nicht mehr sicher, sagte Orban.

Wenn die EU schon russisches Vermögen abgreifen wolle, könne sie es auch mit ungarischem tun. Wegen rechtsstaatlicher Probleme hat die EU-Kommission bereits Milliarden-Zahlungen an Ungarn gesperrt…

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