Rajoy mit dem Rücken zur Wand

Es ist noch gar nicht so lange her, da bekundete Kanzlerin Merkel ihr volles Vertrauen in Spaniens Ministerpräsident Rajoy. Der harte Sparkurs sei richtig, schon bald werde das Land wieder voran kommen, hieß es im Frühjahr 2012.

Das war vor dem Banken-Bailout – und dem Korruptionsskandal, der Merkels Schwesterpartei PP erschüttert. Nach mehreren Enthüllungen steht der Premier mit dem Rücken zur Wand – heute besucht er die Kanzlerin in Berlin.

Offiziell geht es nur um das EU-Budget und den Sondergipfel am Donnerstag. Doch hinter den Kulissen dürfte es nur noch um Rajoys politisches Überleben gehen. Wenn der Merkel-Vertraute stürzt, dürfte dies die Eurokrise neu anheizen.

Schon jetzt steht das Land denkbar schlecht da. Wegen des von Berlin forcierten Banken-Balouts ist das lange vorblidliche Staatsbudget in die Meisen gerutscht. Und wegen des Sparkurses fällt die Rezesson härter und die Arbeitslosigkeit höher aus.

Ein Funke genügt, und Spanien steht in Flammen. Das wäre dann kein Schwelbrand mehr wie in Griechenland… Mehr zum Thema hier.

P.S. Wie erwartet, hat Merkel Rajoy gelobt. Wie zu befürchten, steigen die Spreads, und die spanische Börse fällt. Eine neue Trendwende rückwärts?

 
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