Nun soll es Kerry richten

In Brüssel stellt man sich auf eine lange, quälende Brexit-Krise ein. Denn solange die Briten keinen Austritts-Antrag stellen, können keine Verhandlungen beginnen. Nun soll US-Außenminister Kerry vermitteln.

Kerry kommt am Montag zunächst in Brüssel mit Kommissionschef Juncker und der  EU-Außenbeauftragten Mogherini zusammen. Danach geht es weiter zu Krisengesprächen nach London.

Das ist doppelt interessant. Denn zum einen haben sich die USA nicht einmal auf dem Höhepunkt der Eurokrise so engagiert. Zum anderen wollen sie sich offenbar nicht allein auf Kanzlerin Merkel verlassen.

Merkel setzt darauf, die Krise auszusitzen und den Status Quo zu erhalten, der für Deutschland überaus günstig ist. Demgegenüber drängt Juncker auf eine schnelle Lösung, da bahnt sich Ärger an.

Die USA wiederum betrachten UK als privilegierten Partner, der auch amerikanische Interessen in EUropa vertritt, nicht zuletzt bei Terrorabwehr und Sicherheit.

“Die Interessen und die Werte, die die USA und UK verbinden, haben sich durch das Referendum nicht geändert”, betonte Kerry  in Brüssel. “Niemand darf jetzt seinen Kopf verlieren”, fügte er hinzu…

 
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