Neues vom Wirtschaftskrieg (279): Exporte in die USA brechen ein
Ukrainische Angriffe auf Russland verunsichern den Ölmarkt. Neue EU-Sanktionen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Und die Exporte in die USA brechen ein, der Überschuss schrumpft.
- Exporte in die USA brechen ein, Überschuss schrumpft. Im Zuge des Zollstreits mit den USA ist der Überschuss im Warenaustausch der EU mit ihrem wichtigsten Handelspartner gesunken. Er fiel auf 13 Milliarden Euro im Juli, nach 18 Milliarden Euro vor Jahresfrist, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Die Exporte der EU in die USA sanken im Juli um 4,4 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro, während die Importe aus den Vereinigten Staaten um 10,7 Prozent auf 31,2 Milliarden Euro kletterten. (Handelsblatt) US-Präsident Trump verzeichnet damit einen ersten Erfolg. Er wollte den europäischen Überschuss begrenzen; der unfaire Deal mit EU-Chefin von der Leyen scheint dieses Ziel zu erreichen. Für die USA lohnt sich der Handelskrieg – vorerst…
- Neue EU-Sanktionen auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlich sollte das 19. Sanktionspaket gegen Russland längst fertig sein. Nun wurde es verschoben – denn es gibt Druck von innen und außen. US-Präsident Trump drängt die EUropäer, sofort aus dem Öl- und Gasgeschäft mit Russland auszusteigen und Sekundärsanktionen gegen China und Indien zu verhängen – ein unmoralisches Angebot. Derweil sträuben sich mehrere EU-Staaten gegen den Plan, russische Touristen abzustrafen, indem die Visavergabe deutlich eingeschränkt wird. Das Thema sei kurzfristig von der Tagesordnung genommen worden, sagen Diplomaten in Brüssel (ebo). – Um die Krise zu lösen, hat von der Leyen Trump einen neuen Plan zu russischer Energie zugesagt. Knickt sie schon wieder ein?
- Ukrainische Angriffe auf Russland verunsichern den Ölmarkt. Russia’s oil pipeline monopoly Transneft has warned producers they may have to cut output following Ukraine’s drone attacks on critical export ports and refineries, three industry sources said. In a statement on its website, Transneft described the news as “fake” and part of the West’s “information war” against Russia. Kyiv has stepped up attacks on Russian energy assets since August in a bid to impede Moscow’s war effort in Ukraine and reduce the Kremlin’s revenues as attempts to secure an end to the conflict through peace talks have stalled. (Reuters) Fakt oder Fake? Fest steht, dass der Ölmarkt auf eine geringe russische Produktion wettet und der Ölpreis steigt. Davon profitieren die USA – aber auch wieder Russland…
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18. September 2025 @ 13:10
Wer kommt auf die Idee, vdL “knicke ein”? Sie macht doch nur ihre blow-jobs … in Europa kräftig die warme Luft fairer Handelsabkommen und unverbrüchlicher Freundschaften, alternativloser Aufrüstungspolitik – Hauptsache gegen bösen Mächte dieser Welt- verblasen und im Speziellen ihre Unterstützer Trump und Selenskyj verwöhnen. Mit warmen Worten und EU-Geldern natürlicht, damit da nix falsch interpretiert werden kann.
18. September 2025 @ 08:40
Die Exporte knicken ein, wegen Zöllen und weil die Konkurrenzfähigkeit sinkt. Die Importe steigen, sicher nicht nur aus den USA. Wovon werden in Zukunft die Importe bezahlt? Von neuen Schulden? Was hat Westeuropa noch zu bieten?
18. September 2025 @ 11:34
Einen großen Binnenmarkt, aber es wird ja Politil für international agierende Großunternehmen gemacht. BlackRock & Co sind da ja große Shareholder. Wenn wundert es also.
Die vielen KMUs, die die meisten Arbeitsplätze stellen, kommen zunehmend unter die Räder.
18. September 2025 @ 14:23
„Einen großen Binnenmarkt“
Bei immer mehr Bürgern dieses „Binnenmarktes“ geht aber fast das ganze Geld für Wohnen, Energie und Lebensmittel drauf, so dass für einen Restkonsum immer weniger bleibt. Eine Folge von jahrzehntelangem Lohndumping durch schamloses Ausnutzen dieses „Arbeitskräfte-Binnenmarktes“…
17. September 2025 @ 22:27
Tja, wir haben eben kein gottgegebenes Recht auf Exportüberschüsse. Die USA unter Trump wollen kein Dauerdefizitland sein. (Welche Nachteile den USA durch dauerhafte Defizite entstehen, hat Günter Grunert auf Makroskop im Juli beschrieben).
Die EUKoPrä scheicnt wenig konfliktfähig zu sein, wenn sie alleweil einknickt und alles abnickt.