Neues vom Wirtschaftskrieg (145): Nach Embargo – Polen geht die Kohle aus

Großbritannien ist in die Rezession gerutscht – sie könnte bis 2024 andauern. Außenministerin Annalena Baerbock will die Sanktionen gegen Russland durch eine Winterhilfe für die Ukraine ergänzen. Und Polen geht die Kohle aus, nachdem die EU ein Embargo gegen Importe aus Russland erlassen hatte.

  • Nach EU-Embargo: Polen geht die Kohle aus. Drei Millionen Haushalte in Polen sind auf Kohle angewiesen. Doch der Brennstoff ist knapp, seit Russland nicht mehr liefert. Das führt zu hohen Preisen und langen Warteschlangen bei den Kohlehändlern. (…) Zurzeit kostet hochwertige Kohle pro bis zu 637 Euro. Das entspricht einem Monatslohn vieler Bewohner Oberschlesiens. „Ich brauche mindestens drei Tonnen für den Winter“, meint die Frau im Gespräch mit der DW. Damit liegt sie im Durchschnitt: Um ein Einfamilienhaus zu heizen, braucht man circa drei bis vier Tonnen Kohle pro Winter. Bisher kam man mit umgerechnet 400-600 Euro gut über die Heizperiode. In diesem Jahr aber muss man mit einem Vielfachen rechnen. – Der Artikel der „Deutschen Welle“ kommt ohne einen einzigen Hinweis auf das Kohleembargo aus, das die EU verhängt hat…
  • Außenministerin Annalena Baerbock hat zur Winterhilfe für die Ukraine eine koordinierte Aktion der G7-Runde wirtschaftsstarker Demokratien angekündigt. „Den gemeinsamen Sanktionen, die wir auf den Weg gebracht haben, denen folgen jetzt die gemeinsamen Winterhilfen von G7-Partnern“, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag zum Auftakt der Beratungen in Münster. Viele andere Länder hätten bereits angekündigt, sich dem anzuschließen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt gezielt die Energieinfrastruktur der Ukraine angreifen lassen.
  • Bank of England: UK ist schon in der Rezession – sie könnte bis 2024 andauern. The UK is already in recession, the Bank of England warns, and it could be a prolonged one too.The Bank estimates that the UK entered recession in the third quarter of this year, as household incomes were squeezed by higher global energy and goods prices. Alarmingly, it predicts that this downturn will last until mid-2024. GDP will keep falling throughout 2023 and even in the first half of 2024, the Bank fears, as “high energy prices and materially tighter financial conditions weigh on spending”.

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