Metsola macht sich wichtig – und verleiht Merkel einen Orden
Kennen Sie den europäischen Verdienstorden? Wohl kaum – denn er wurde neu geschaffen und nun zum ersten Mal vergeben. EU-Parlamentspräsidentin Metsola verlieh ihn unter anderem an Altkanzlerin Merkel.
Insgesamt wurden 20 Personen mit dem neuen “Order of Merit” ausgezeichnet. Neben Merkel gehören dazu auch so illustre Personen wie EUropas neuer Kriegsherr/held Selenskyj oder die Chefin des Pleitestaats Moldau, Sandu.
Aber auch Richter, Physiker und ein Kardinal wurden geehrt. Sie alle hätten am Aufbau der EU mitgewirkt, hieß es in einem Präsentations-Film. Die sei zwar noch nicht vollendet, aber genau deshalb seien die Ordensträger so verdient.
Die Schaffung des Preises und die teils merkwürdige Auswahl der Ordensträger haben wir Parlamentspräsidentin Metsola zu verdanken. Die kennt zwar kaum jemand; die EU-Bürger konnten sie auch nicht in ihr hohes Amt wählen.
Ein Orden, ein Staat?
Doch die Konservative aus Malta möchte ihre Amtszeit im EP verlängern und später – wer weiß – vielleicht sogar Kommissionschefin von der Leyen beerben. Deshalb macht sie sich wichtig – und verleiht einen eigens geschaffenen Orden…
Merkel bedankte sich brav und hielt ein Plädoyer für Frieden, Wohlstand und Demokratie – den ihrer Meinung nach wichtigsten Versprechen der EU. Leider wurden sie alle drei gebrochen, Besserung ist nicht in Sicht.
Stattdessen wohnen wie der “Staatenwerdung” der EU bei – nun auch mit einem eigenen Verdienstorden. Am Ende der Zeremonie im Europaparlament in Straßburg wurde die europäische Hymne gespielt – wie bei Staatsempfängen…
Mehr zu Metsola hier. Siehe auch “Diplomatie fehlt”: Merkel verreißt die Ukraine-Politik der EU
P.S. Nach Angaben der AfD haben die rechten Fraktionen im Europaparlament die Ordensverleihung an Altkanzlerin Merkel boykottiert. Daraufhin habe die Parlaments-Verwaltung “entgegen aller parlamentarischen Gepflogenheiten Claqueure auf die Plätze unserer Abgeordneten gesetzt”, so der AfD-Abgeordnete Fröhlich. Ein sehr ungewöhnlicher Vorgang…

20. Mai 2026 @ 01:43
Komisch… während ihrer Kanzlerschaft wurde Merkel doch beständig vorgeworfen, sich zu wenig um EUropa zu kümmern. Bisweilen sogar vorgehalten, ihr ginge EUropa regelrecht am Gesäss vorbei. Und jetzt bekommt sie einen Orden.
Und Selenskyj – welchen Preis hat der eigentlich noch nicht bekommen? Er sollte kommendes Jahr am ESC teilnehmen… unbedingt! Dann hat Israel absolut keine Chance – und wird wieder Zweiter!
19. Mai 2026 @ 23:15
Die Schwestern und Brüder im Geiste huldigen einander selbst.
“Richter, Physiker und ein Kardinal wurden geehrt. Sie alle hätten am Aufbau der EU mitgewirkt”, – vermutlich immer mit unserem Geld und unserer Arbeitskraft.
20. Mai 2026 @ 01:44
Die Richter sind wohl die, die Leute wie vdL davonkommen lassen!
19. Mai 2026 @ 18:18
Ganz großes Kino! Mitarbeiter des EP auf den Plätzen der Abgeordneten als klatschende Strohpuppen?
Willkommen auf dem MXLVI. Parteitag des ZK der KPdSU! “Von der Sowjetunion lernen heisst siegen lernen” 🙂
19. Mai 2026 @ 14:31
Inflation? Inflation!
19. Mai 2026 @ 14:03
Überrascht dss noch jemanden? Vom kleinsten Buchpreis bis zum Nobelpreis wurden die letzten Preise so vergeben, dass man es als Normaldenker als Provokation empfinden muss, und das ist Teil der Agenda in Richtung Feudalismus. Die Epoche der Demokratie wurde mit der Zeitenwende beendet. Das Wort ist nun Teil der psychologischen Kriegsführung und hat mit dem eigentlichen Sinn nichts mehr zu tun.
19. Mai 2026 @ 13:39
Die Mode, transatlantische Wasserträger mit Orden totzuschmeißen, ist ein Zeichen der zunehmenden Gleichschaltung des Meinungskorridors. Schlimmer ist nur noch, dass sich auch die deutschen Kirchenorganisationen zunehmend in die militärische Mobilmachung einspannen lassen.
19. Mai 2026 @ 14:36
Ein Kardinal war in Straßburg auch dabei 😉
20. Mai 2026 @ 01:46
Es werden halt nur noch Kardinalfehler gemacht in Brüssel!
19. Mai 2026 @ 13:15
… und Metsola selbst!? Kein Preis? So nach dem Motto ( a la Baerbock ): Selbstbedienung!
19. Mai 2026 @ 14:36
Kommt bestimmt noch 🙂
20. Mai 2026 @ 01:47
Das Geld für die Preise – ist das eigentlich das Geld, was Kallas der Biennale in Venedig weggenommen hat?