Macron ignoriert Merz – und baut direkten Draht in den Kreml auf

Der französische Staatschef Macron baut einen neuen Draht zum Kreml auf. Die technischen Vorarbeiten hätten begonnen, hieß es im Pariser Elysée-Palast.

Aus Moskau kam eine Bestätigung; es gebe Gespräche auf Arbeitsebene. Allerdings seien noch keine direkten Gespräche zwischen Macron und Präsident Putin geplant.

Mit diesem Vorstoß setzt sich Macron über die Bedenken von Kanzler Merz hinweg. Der Franzose weiß aber Italien und einige andere EU-Länder hinter sich.

Die EU-Kommission in Brüssel wollte sich nicht zu dem Vorstoß äußern; offenbar wurde sie übergangen. Behördenchefin von der Leyen lehnt Gespräche mit Putin ab.

Sie will am vierten Jahrestag der russischen Invasion nach Kiew reisen und der Ukraine neue Unterstützung im Krieg zusagen. Auf Diplomatie setzt sie schon lange nicht mehr.

Macron plant allerdings auch keine Friedensgespräche. Wie es aussieht, stellt er sich schon auf die Zeit nach dem Ukraine-Krieg ein.

Dann will er die “Koalition der Willigen” führen, die wacklige “Sicherheitsgarantien” versprochen hat. Unter anderem will Macron französische Truppen in die Ukraine schicken.

Wenn es dann Spannungen mit Russland gibt (Moskau lehnt die Stationierung westlicher Truppen ab), könnte sich ein direkter Draht in den Kreml als überlebenswichtig erweisen…

Mehr zu den Plänen der “Willigenhier

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P. S. Die USA und Russland haben die Wiederaufnahme ihres seit 2021 unterbrochenen Dialogs hochrangiger Militärs vereinbart. Die EU und Deutschland wirken mit ihrer Verweigerung des Dialogs zunehmend isoliert…