“Klitschko kann es nicht”

Die Krise in der Ukraine hält die EU in Atem. Einerseits bemüht sie sich um Vermittlung, andererseits will sie keine neuen Hilfsangebote machen. Wie kommt all dies bei den Demonstranten in Kiew an? Setzen sie auf V. Klitschko, den Kanzlerin Merkel zum Hoffnungsträger aufbauen will? 

Darüber habe ich auf Einladung von “Jung & naiv” per Google-Hangout mit zwei Aktivisten der Opposition gesprochen. Was sie sagen, unterscheidet sich markant von der allgemeinen Medien-Sauce. Hier ein paar Stichworte:

  • Bei den Demonstrationen geht es nicht in erster Linie um die EU, sondern um ein korruptes Regime und die Forderung nach Demokratie
  • Klitschko ist zwar sehr populär, doch seine (mithilfe der Konrad-Adenauer-Stiftung gegründete) Partei ist nicht sehr bekannt
  • Er ist kein guter Redner, und viele Ukrainer zweifeln an seinen Fähigkeiten als Politiker.
  • Er lässt sich auf Mauscheleien mit rechtsextremen Parteien in der Ukraine ein
  • Wegen seines Wohnsitzes in Deutschland darf er möglicherweise gar nicht bei Präsidentschaftswahlen in der Ukraine antreten, was auch ein Artikel bei n-tv bestätigt
  • Die Opposition ist unzufrieden mit Ashton und der EU, weil diese nur redet, wo Taten gefragt wären
  • Ein neues Austeritätsprogramm, wie es EU und IWF für die Ukraine planen, wäre katastrophal (auch für die Opposition)
  • Hinter dem Sturz der Lenin-Statue standen rechtsextreme Kräfte (Swoboda & Co.)
  • Die Rechtsextremen könnten sich als noch gefährlicher entpuppen als das Janukowitsch-Regime, doch Klitschko begreift dies nicht.

 

Hier das Video:

 

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