Sorry, Mr. Merz: Irland bremst bei der EU-Beistandsklausel

Kanzler Merz will der Ukraine militärischen Beistand zusichern – auch mithilfe der Beistandsklausel nach Artikel 42.7 des EU-Vertrags. Doch sein Vorstoß lief ins Leere. Nun kommt die nächste Klatsche aus Irland, das ab Juli den sechsmonatigen EU-Vorsitz übernimmt. Das neutrale Land – es ist nicht Mitglied der Nato – steht bei Artikel 42.7 auf der Bremse. Es gehe dabei um wechselseitige Hilfe (“assistance”), nicht um Verteidigung (“defence”), sagte der irische Europaminister Byrne bei einer Vorstellung der irischen Prioritäten in Brüssel. Es sei generell nicht richtig, von Verteidigung zu sprechen, da es eine europäische Verteidigung gar nicht gebe. – Da hat Mr. Byrne recht – auch wenn Herr Merz anderes erzählt. Die EU hat zwar einen sogenannten “Verteidigungskommissar” (Kubilius), aber der verteidigt nur sein milliardenschweres Portfolio – er befehligt keinen einzigen Soldaten, geschweige denn eine Armee…

Siehe auch Merz und die Ukraine: Ungedeckte Schecks und tickende Zeitbomben Mehr zur Beistandsklausel hier