Gipfel in Washington: EUropäer fürchten nächste Klatsche

Kurz vor dem EU-Ukraine-Gipfel in Washington (!) zeichnet sich eine neue Klatsche für die EUropäer ab. US-Präsident Trump macht harte Vorgaben und droht: “Take it or break it”.

Erst stellte Trump klar, dass er den ukrainischen Präsidenten Selenskyj zunächst unter vier Augen treffen will (in einem ordentlichen Anzug).

Dass heißt, dass dass die EUropäer leider warten müssen (ihr Treffen mit Trump beginnt wohl erst gegen 20:15h MEZ).

Dann gab der MAGA-Mann die mit Kremlchef Putin vereinbarte Linie vor: Die Krim bleibt russisch, der Nato-Beitritt ist ausgeschlossen.

Zudem formulierte er eine kaum verhüllte Drohung: “Der ukrainische Präsident Selenskyj kann den Krieg mit Russland fast sofort beenden, wenn er will, oder er kann weiterkämpfen”.

Das klingt nach “Friß oder stirb”. Wenn Selenskyj nicht spurt, will ihm Trump die Schuld für die Fortsetzung des Krieges zuschieben – und die Kosten auf die EU abwälzen.

“Rezept für ein Desaster”

Für die EUropäer wird es damit endgültig zum “take it or brake it”-Moment. Sie sollen Trumps Vorgaben schlucken – oder einen Bruch riskieren.

Das sei das “Rezept für ein Desaster”, sagt sogar der regierungstreue und CDU-nahe Sicherheitsexperte N. Lange.

Es war wohl gute Idee von Kanzler Merz & Co., überstürzt nach Washington zu reisen. Die EUropäer sind so nervös, dass sie nun auch noch ein vorbereitendes Treffen mit Selenskyj abhalten…

Siehe auch EU-Gipfel in Washington: Selenskyj & Friends zum Rapport bei Trump sowie unseren Liveblog hier

P.S. Übrigens repräsentieren die EUropäer in Washington nicht die EU. Die Mehrheit der EU-Staaten fehlt, von der Leyen ist fehl am Platze (zuständig wäre Ratspräsident Costa), und Trump-Buddys wie Meloni oder Stubb mögen die Stimmung aufhellen – legitime Vertreter sind sie nicht!