“Geld oder Blut”: Abstruse Thesen vom EU-Gipfel

Jeder EU-Gipfel ist eine Fundgrube für Zitate. Manche sind lustig, andere ernst. Im Streit um die Ukraine und das russische Vermögen wird es abstrus.

“Wir wollen die russischen Vermögenswerte dafür nutzen, die ukrainische Armee für mindestens zwei weitere Jahre zu finanzieren. Wir wollen diesen Schritt nicht gehen, um den Krieg zu verlängern. Wir wollen ihn gehen, um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden.”Kanzler Merz vor dem EU-Gipfel.Mein Kommentar dazu steht hier

“Wir stehen vor einer simplen Wahl: Geld heute oder Blut morgen” – Polens Regierungschef TuskAuch mit dem russischen Geld wird Blut fließen, denn die Ukraine soll davon Waffen kaufen

“Wir werden dieses Gebäude nicht verlassen, bis wir eine Entscheidung (zum russischen Vermögen) haben.”EU-Gipfelchef CostaDann kann der Gipfel ja locker bis Montag dauern 🙂 Die erste Entscheidung Costas war übrigens, die Debatte auf den Abend zu verschieben!

“Wenn wir uns einigen, dann können wir alle von dieser Klippe springen und hoffen, daß der Fallschirm uns tragen wird” – Belgien Premier De WeverFragt sich nur, wohin?

“Dies ist der wichtigste EU-Gipfel seit Kriegsbeginn” – Schwedens Regierungschef KristerssonWarum, nach vier Jahren Krieg? Um ihn nochmal um zwei Jahre zu verlängern?

“Die Ukraine verteidigt Europa – Ihr müsst uns helfen”Regierungschef SelenskyjEs ist genau umgekehrt: Die EU verteidigt die Ukraine – und rutscht so in den Krieg gegen Russland, für den sie keinen Exit-Plan hat