- Dieses Thema hat 34 Antworten sowie 8 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 3 Wochen, 3 Tagen von
Ralph Feltens aktualisiert.
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20. März 2026 um 06:45 Uhr #300880
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20. März 2026 um 07:56 Uhr #300881
Helga Karim
::Die “Chefs” sind zerstritten. Gut so. Die Bevölkerungen der EU-Länder haben leider so gut wie keine Stimme mehr, sonst wäre es offensichtlich, daß der größte Riß zwischen Politik und Presse einerseits und den Menschen andererseits ist. Keine echten Alternativen bei Wahlen, Demos sind unütz und Meinungsunterdrückung, siehe J. Baud u.a.
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20. März 2026 um 08:16 Uhr #300882
Guido B.
::Das Gute an Demokratien ist, dass man nur katastrophale Fehler machen kann, wenn Konsens herrscht. Für katastrophale Fehler braucht es in der EU Einstimmigkeit. Solange noch mindestens ein Mitglied den Verstand und den Mut hat, den Konsens zu verhindern, kann man durchatmen. Allerdings arbeiten Schwarze Magier emsig daran, das Einstimmigkeitsprinzip abzuschaffen, damit wieder mühelos katastrophale Fehler gemacht werden können. Wie @Helga bemerkte, ist das Volk dagegen machtlos. Es müsste die Schwarzen Magier mit Mistgabeln aus ihren Komfortzonen vertreiben.
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20. März 2026 um 09:09 Uhr #300883
Lucki
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20. März 2026 um 09:13 Uhr #300884
Helmut Hoeft
::Die €U ist von Anfang an implizit(!!) auf Scheitern ausgelegt, nun soll sie dieses Ziel auch endlich erreichen.
Alle “Verträge” und “geduldiges Papier” halten nur mehr oder weniger verklausuliert, mehr oder weniger divergierende Interessen und Vorstellungen fest … und dann wird in wesentlichen Punkten auch noch Einstimmigkeit verlangt. Ohne Rücksicht auf Sprachen, Kultur, Geschichte und nationenspezifischer Narration!
Jetzt ist die €U endlich soweit … neue, bessere Ideen zu entwickeln. Auf geht’s von der €U zur EU, auf nach Europa!
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20. März 2026 um 09:41 Uhr #300885
jjkoeln
::Oh je, dieser völkische Quark, dass die EU die Eigenarten der Nationen plattbügele.
Im Großen und Ganzen ist die EU immernocj eine EWG. In einigen Bereicjen vereinheitlicht die sinnvollerweise die üble europäische Kleinstaaterei und ermöglicht ein Mindestmaß an Mobilität.
Eine echte EU braucht viel mehr Vereinheitlichung denn weniger. Das gilt besonders für Steuern und Sozialsysteme.
Das politische Gerangel der deutschgeführten EU, die sich in Transatlantizismus und Ukrainismus ergeht, ist eine Katastrophe. Aber diese ist nicht ein Problem der EU sondern des unqualifizierten Personals.
BTW: Mit Ihren Arfumenten können wir genauso Deirschland wieder in deinde Bundesstaaten zerlegen. Unser Orban heißt Söder.
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20. März 2026 um 10:00 Uhr #300886
Niko
::Die EU, ehemals eine Europäische Wirtschaftsgemeinschaft “EWG”, die Betonung liegt auf Gemeinschaft, hat sich leider immer mehr zu einem zerstrittenen Hühnerhaufen voller Egoisten, Abstauber, selbsternannter Führungsfiguren, und größenwahnsinnigen Möchtegernfeldherren entwickelt.
Im Wahn, die Größe macht’s, hat man aus einem friedlichen, halbwegs funktionierendem Gebilde, durch die maßlose Expansion jede Menge Zoff importiert. Statt beizeiten die EU zu demokratisieren, am besten mit Demokraten, hat man einige Staaten aufgenommen, von denen klar war, dass diese durch ihre ausufernde Korruption nicht zur Verbesserung der Gemeinschaft beitragen können. Es ist also kein Wunder, dass wir inzwischen einen Haufen von 27 totalen Egoisten haben. Statt innezuhalten und zu überlegen, wie man daraus vielleicht doch noch so etwas wie Demokratie gestalten kann, expandiert man lustig weiter. Es gibt auch mindestens drei Länder innerhalb des Gemischtwarenladens, welche glauben, sie könnten die Führung, auch militärisch, an sich reißen. Die restlichen Länder nicken zwar brav, das Grausen davor ist aber unübersehbar. Ich glaube, in Wirklichkeit will kein einziges Land, dass Deutschland, Polen oder Frankreich tatsächlich führt. Ganz sicher will niemand, dass sich Deutschland noch einmal zur militärischen Großmacht entwickelt. Einzig die Kohle verhindert, dass man dies auch deutlich zum Ausdruck bringt. Deshalb mein Fazit: solange der Laden so uneinig ist, wird letztendlich das Schlimmste nicht eintreten. -
20. März 2026 um 10:26 Uhr #300887
Michael
::Ohne Integration und europäisches Demos war und bleibt heillose Zerstrittenheit in der EU immer Normalzustand! Schengen oder der Euro waren diesbezüglich nur bedingte Ausnahmen, die ohne Integration auch nicht von Dauer sein können! Aber überzeugende Führungstalente die Integration voranbringen könnten gibt es weder in Brüssel noch in irgendwelchen Hautstädten gibt es nicht!
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20. März 2026 um 10:28 Uhr #300888
Reykjavik
::@Lucki: Genau :-). Als hätte ebo das schon vorausgesehen, müsste man den Titel des Blogs dann nur ganz geringfügig ändern in “Lost Europe”.
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20. März 2026 um 11:48 Uhr #300889
KK
::“…daß die EU doch noch die “regelbasierte Ordnung” hochhält.”
Na, wenn auf den Arm nehmen auch als eine Form des Hochhaltens gilt, dann kann man das so sehen.
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20. März 2026 um 13:35 Uhr #300890
Arthur Dent
::North Atlantic Treaty in Middle East? Verwechselt der Nato-Generalsekretär da nicht was?
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20. März 2026 um 13:58 Uhr #300891
Michael Josef Rittel
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20. März 2026 um 18:35 Uhr #300892
Fubar
::Ich würde das mal als Ausfluss von: “Et is noch immer alles jut jejangen” oder wie Ihr dass dort schreibt, interpretieren. Aber an diesem simplen Beispiel kann man schon sehen, dass es schwer genug ist zwischen Teilen/Städten des gleichen Landes mit gleicher Sprache und 1000+ – jähriger Geschichte Ausgleich und Einigkeit herzustellen, geschweige denn zwischen Staaten und Gemeinschaften wo dies eben nicht der Fall ist.
Gysi sagte es korrekt vor 28 Jahren, dass man einen Kontinent nicht über Geld einen kann, sondern in der Geschichte jedes dieser Experimente, selbst zwischen Deutschen Ländern, zerfiel und selbst wenn dies hier nicht oder nicht komplett der Fall sein sollte (manches Gute hatte die EU ja, aber außer Normierung und Standardisierung fällt mir seit dem Lissabon Vertrags Coup auf Anhieb nix ein) waren diese vergangenen drei Dekaden größtenteils Verschwendung in Bezug auf was man hätte erreichen können und sollen.
Man kann das sehr schön daran sehen, dass man jetzt wieder über ein “Europa der zwei Geschwindigkeiten” diskutiert, wie schon vor über 20 Jahren!
Dieses -ich will wirklich keine Wörter meines Vaters verwenden, aber- kopflose “pro EU um jeden Preis” hat uns nicht weiter gebracht sondern mindestens stillstehen lassen und wie Erich Fromm uns lehrte, wer still steht, regrediert gezwungenermaßen. -
20. März 2026 um 21:17 Uhr #300893
Art Vanderley
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20. März 2026 um 21:22 Uhr #300894
Art Vanderley
::Die regelbasierte Ordnung hat fertig, das Völkerrecht nicht. Es wird sich weiterentwickeln, weil es unaufhaltsam ist.
Was es aber geben kann ist eine vorübergehende Phase sozialdarwinistischen Faustrechts. Hats bekanntlich schon öfter gegeben, war aber immer zeitlich begrenzt, Faustrecht widerspricht den evolutionären Gesetzmäßigkeiten.
Der Regelbasierten muß man keine Träne nachweinen, man hat sie einseitig mißbraucht für westliche Interessenpolitik und auch versucht sie mit Wokeness gleichzusetzen. -
20. März 2026 um 22:18 Uhr #300895
umbhaki
::Dem Nordatlantiker ist alles Nordatlantik. Zum Beispiel das Chinesische Meer, das zu meiner Schulzeit (lange her …) ja auch noch nicht zum Nordatlantik zählte, heute aber ebenfalls dringend von der NATO verteidigt werden muss. Wegen Freiheit, wissenschon!
Bekanntlich ist doch nicht nur die geografische Bezeichnung von dieser Organisation eine Lüge, sondern auch die Selbstdefinition als „Verteidigungsbündnis“. Diese NATO hat schon allerlei Kriege geführt und eine Menge Leute auf dem Gewissen, aber es musste noch nie einen seiner Bündnisstaaten verteidigen.
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21. März 2026 um 01:23 Uhr #300896
KK
::Zumal heute wieder in diversen TV-Formaten die NAhTOd als Antwort auf den seit jeher im Westen als sogenannten “Warschauer Pakt” verunglimpften Warschauer Vertrag dargestellt wird – obwohl es genau umgekehrt war!
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21. März 2026 um 15:27 Uhr #300897
Ralph Feltens
::Stimme Ihnen vollkommen zu. Gestolpert bin ich nur über den Nebensatz
“… hat man einige Staaten aufgenommen, von denen klar war, dass diese durch ihre ausufernde Korruption nicht zur Verbesserung der Gemeinschaft beitragen können.”
Wie korrupt die Elite eines Mitgliedstaates ist, entscheidet nicht unbedingt darüber, welche politische Ausrichtung deren Vertreter in der EU vertreten. Grundsätzlich ist da vieles möglich (und dabei), von konservativ, wirtschaftsliberal, patriotisch-national bis stramm rechts. Und, nicht zu vergessen, von extrem transatlantisch ausgerichtet bis zu einer Politik, die sich nicht dem pro-westlichen “Werte”-Kanon anschließen möchte.Was das Thema “Korruption” angeht: Da bekommt Deutschland von Transparency International keine allzu guten Noten. Drehtüren, Lobbyismus, Vorteilnahme im Amt und Parteienfinanzierung in der Politik, aber auch die ganz klassische Wirtschaftkriminalität. Und das Ganze durchdrungen von Netzwerken, Stiftungen und dem dazu gehörenden Nepotismus
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