EU stellt sich hinter Trumps Friedensplan – aber auch dagegen
Nach den ersten, panischen Reaktionen versucht die EU, sich zum Ukraine-Friedensplan von US-Präsident Trump zu positionieren. Ein neues “Leader’s Statement”, das die EU-Kommission veröffentlicht hat, zeugt von Ratlosigkeit. Es ist voller Widersprüche.
Hier das Statement:
We welcome the continued US efforts to bring peace to Ukraine.
The initial draft of the 28-point plan includes important elements that will be essential for a just and lasting peace.
We believe therefore that the draft is a basis which will require additional work. We are ready to engage in order to ensure that a future peace is sustainable. We are clear on the principle that borders must not be changed by force. We are also concerned by the proposed limitations on Ukraine’s armed forces, which would leave Ukraine vulnerable to future attack.
We reiterate that the implementation of elements relating to the European Union and relating to NATO would need the consent of EU and NATO members respectively.
We take this opportunity to underline the strength of our continued support to Ukraine. We will continue to coordinate closely with Ukraine and the US over the coming days.
Siehe auch “Erstmal Selenskyj fragen”: EU erneut im Panikmodus
P.S. Trumps Friedensplan müsse überarbeitet werden, sagt Frankreichs Staatschef Macron am Rande des G20-Gipfels in Südafrika. Der Plan sei nicht mit den Europäern verhandelt worden, so Macron. Warum wohl? Weil sie selbst keinen Plan haben – sie haben ihre “strategische Autonomie” längst an Selenskyj und Trump abgetreten…

Arthur Dent
23. November 2025 @ 16:02
@KK
…”hat sich das deutsche Volk gegeben”…
Nee, dem deutschen Volk wurde gegeben. Die “Mütter & Väter” des GG waren aus den Landesparlamenten entsandt, nicht gewählt worden. Eine Volksabstimmung zur Verfassung gab es auch nicht.
KK
23. November 2025 @ 18:50
Ich hatte das GG lediglich ZITIERT! – und was soll ich da machen? Die im GG getroffene Aussage im Zitat verfälschen? Also bitte!
Arthur Dent
23. November 2025 @ 22:29
Ist ja ok.
jjkoeln
23. November 2025 @ 15:26
“We are clear on the principle that borders must not be changed by force.”
Ah der Kosovo soll zurück nach Serbien.
Nachdem die NATO ihn erstmal rausgebombt hat.
Niko
23. November 2025 @ 12:23
Ich sehe gerade den internationalen Frühschoppen auf Phönix. Dort wird überdeutlich, wie einseitig die Ausrichtung ist. Gott sei Dank, dass diese Leute keine Mitsprache zu den Friedensgesprächen haben und auch nie bekommen.
Arthur Dent
23. November 2025 @ 12:19
Die EUropäer stehen stets wie die begossenen Pudel da, weil sie wieder nix gewusst haben, was auf der Welt so geschieht. Danach betonen sie dann immer wieder ihre eigene Wichtigkeit. Ein Hühnerhaufen hat mehr Struktur.
Erst stößt Merz beim Klimagipfel Brasilien vor den Kopf, jetzt brüskieren die Europäer beim G-20 Gipfel Südafrika, weil sie die Ukraine in den Mittelpunkt rücken.
Beim Wort “Frieden” fährt den Politikern sofort der Schreck in die Glieder, sie sind doch ganz auf Kriegstüchtigkeit gepolt.
Entweder man riskiert den ganz großen Krieg oder die Ukraine wird weiter zerstört. Solange man nur über ukrainisches Territorium Russland attackiert, wird sich nichts ändern. Da ist Russland klar im Vorteil. Es wäre ratsam, Verhandlungen aufzunehmen.
Dr. Rolf Lindner
23. November 2025 @ 11:35
Vision für eine neue Kriegsführung
Dass die Gewehre richte
man nicht auf fremde Seelen,
nein, auf die Bösewichte,
die das Töten befehlen.
Ist es mit dem Krieg schon Schluss,
Kriegsfurie keine Menschen mäht,
fällt nur ein einz’ger Schuss,
auf den, der an der Spitze steht.
Gibt es dann immer noch Soldaten,
denen würde ich raten,
statt Bomben und Granaten,
nehmt Eier und Tomaten.
Verliert der Krieg sein Schrecken
und ist der dann recht bald vorbei
lässt Freund und Feind sich’s schmecken,
gibt es Tomatenrüherei.
Schlägt das dann auf den Magen,
ist es mit dem Soldatsein aus,
wer diesen Krieg konnt’ nicht vertragen,
kehrt nur mit Diarrhoe nach Haus.
Und in dem ganzen Streite
hat die Partei den Krieg gewonnen,
in der die meisten Leute
sind der Diarrhoe entronnen.
Niko
23. November 2025 @ 10:40
Hätte ich eine Stimme in der Frage, ob die Europäer auch nur im Geringsten einbezogen werden bei der Friedensregelung, würde ich das grundsätzlich ablehnen. Dass der größte Teil der EU, entgegen aller Beteuerungen, sehr viel zur Eskalation dieses Krieges beigetragen hat, dürfte inzwischen sehr vielen klar sein. Ebenso die sehr starke Vermutung, dass denen ein Ende des Krieges so gar nicht in das Konzept passt, denn Russland sollte doch wirtschaftlich und militärisch niedergerungen oder mindestens stark geschwächt werden. Das ist halt bis jetzt sehr schiefgegangen. Leider zeigt das Verhalten der EU, dass man denen überhaupt nicht mehr trauen kann.
wilfried
23. November 2025 @ 10:36
Bin gestern auf dieses Video ~30 min von Napolitano/pepe escobar gestoßen, sehr bedenkenswert
https://uncutnews.ch/us-imperialismus-tarnt-sich-als-friedensstifter/
Guido B.
23. November 2025 @ 08:13
Ich habe vergessen zu erwähnen, dass auch Andrij Jermak, der faktisch zweitmächtigste Politiker der Ukraine, jüdischer Herkunft ist.
Die ukrainische Machtelite hat auffällige Gemeinsamkeiten und Beziehungen nach Israel und zur judischen Lobby in den USA. Das ist einfach eine Tatsache.
Muss das tabuisiert werden?
Der Banderismus, der in Selenskis Dunstkreis
zelebriert wird, kann auch Tarnung sein.
Gut möglich, dass ich diese Fakten überbewerte. Aber ich finde es schon erstaunlich, welchen gigantischen Einfluss der kleine Schauspieler in den Medien und auf die Machtzentren des Westens zu haben scheint. Das ist kaum vorstellbar ohne mächtige Akteure im Hintergrund.
Eric Bonse
23. November 2025 @ 10:00
Die Herkunft spielt hier keine Rolle! Wenn überhaupt, dann interessiert mich die Herkunft des 28-Punkt-Plans…
Guido B.
23. November 2025 @ 10:21
Die Herkunft spielt keine Rolle, aber die Netzwerke. Und diese haben oft auch mit der Herkunft zu tun. Oder nicht?
Ric
23. November 2025 @ 18:38
@Guido, bin auch gegen den Begriff Herkunft. Rückt zu sehr in die Nähe von Rasse, was sicher so nicht gemeint ist. Ist ja nur eine Religion.
Erneuerung
22. November 2025 @ 21:28
@Eric Bonse:
Ich möchte es verstehen, was in den Köpfen vorgeht, also:
territorial Integrität für wen, für Ethnien und deren Eigenheiten oder für eingerichtete Seilschaften?
nationale Selbstbestimmung, mit oder gegen die Mehrheit des jeweiligen Volkes ?
Was war in Yugoslawiem wirklich los?
Wie tickt der Zweibeiner wie Merz, Kallas und vdL?
KK
23. November 2025 @ 01:44
„territorial Integrität für wen, für Ethnien und deren Eigenheiten oder für eingerichtete Seilschaften“
Das ist der Widerspruch zwischen dem „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ und der „territorialen Integrität“ aka Unverletzlichkeit von Staatsgrenzen.
Und unsere westlichen Eliten picken sich immer das raus, was ihnen gerade am besten in den eigenen Kram passt: Im Falle Jugoslawiens (bis zu den Kosovo-Albanern, wo die NAhTOd ja selbst einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Serbien führte) das Selbstbestimmungsrecht der Völker, im Fall der Ukraine die territoriale Integrität und Unverletzlichkeit staatlicher Grenzen.
Guido B.
22. November 2025 @ 19:06
Einspruch, Herr Bonse!
Europa hat sehr wohl einen Plan. Europas Plan besteht darin, den Krieg gegen Russland möglichst lange weiterlaufen zu lassen. Das Blut sollen die nützlichen Patrioten/Idioten der Ukraine vergiessen. Europa liefert das Geld und die Waffen. Es spielt für Europa
keine Rolle, ob die Ukraine den Krieg gewinnt. Europa will Russland ausbluten
und wirtschaftlich strangulieren. So lange, bis
Russland kraftlos genug ist, um von der NATO mit geringstem Aufwand niedergerungen werden zu können.
Der Plan ist seit Jahren offenkundig: KEIN FRIEDEN! KRIEG BIS ZUR NIEDERLAGE RUSSLANDS!
Trump wird sich einmal mehr dem Diktat der Europäer beugen müssen. Und es ist ihm egal. Er macht so oder so Geschäfte, mit Krieg ebenso wie mit Frieden.
Eric Bonse
22. November 2025 @ 20:41
Nein das ist nicht Europas Plan. Die Verlängerung und Ausweitung des Krieges wollen nur wenige, vor allem Kallas und die baltischen Länder, vielleicht auch Finnland und Polen. Sie fürchten, bei einem Ende des Konfliktes selbst ins Visier Moskaus zu geraten. Manch einer strebt auch einen “Sieg” über Russland an, am deutlichsten wiederum Kallas.
Die Mehrheit hat gar keinen Plan, sondern hängt an hehren Prinzipien wie territoriale Integrität, nationale Selbstbestimmung etc. Sie will Russland eindämmen und isolieren, folgt ansonsten aber Selenskyj und seinen Anhängern. Dies war in den letzten Tagen auch “sehr schön” zu beobachten. Selenskyj ist Dreh- und Angelpunkt der Ukrainepolitik.
Natürlich gibt es die von Ihnen erwähnten Pläne, Russland ausbluten zu lassen, die Ukraine zu einem Vorposten des Westens auszubauen etc. Die kommen jedoch aus US-amerikanischen Thinktanks, nicht aus Brüssel oder Berlin. Selbst Nato-Generalsekretär Rutte hat sich noch nicht in diese Richtung geäußert, nur sein Amtsvorgänger Rasmussen denkt so.
Guido B.
22. November 2025 @ 22:01
„Die Mehrheit hat gar keinen Plan, sondern hängt an hehren Prinzipien wie territoriale Integrität, nationale Selbstbestimmung etc. Sie will Russland eindämmen und isolieren, folgt ansonsten aber Selenskyj und seinen Anhängern.“
Wer Selenski und seinen Anhängern folgt, will den Kreml in Brand setzen und Russlands Rohstoffreichtum plündern. Man sollte nicht vergessen, wer Selenski
ist, welche Leute zu seinem Umfeld
zählen (Kolomoisky, Mindich) und welche Lobby ihn politisch und medial unterstützt. Selenskis Mission ist die Kontrolle von einschlägigen Finanzakteuren über Russlands Ressourcen. Der Hunger dieser Akteure ist unstillbar.
Blackrock-Insider wie Friedrich Merz und
Investment-Banker wie Emanuel Macron unterstützen Selenski, weil sie diesen Finanzakteuren nahestehen und deren Interessen vertreten. Russland soll als Beute aufgeteilt werden.
Helmut Höft
23. November 2025 @ 11:20
@ebo, @Guido B.
“Die Mehrheit hat gar keinen Plan, sondern hängt an hehren Prinzipien …” Die Mehrheit hängt an Tagträumen, am “hehren Prinzip” vom “besseren Menschen” (btw.: etwas dazu beitrgane möchte sie natürlich nicht) und an Partikularinteressen. Da ist keine Besserung zu erwarten.
Siehe auch bspw. das Klimapalaver in Belém: Man ist sich nur einig darin, den Klimawandel zu unterstützen, zu beschleunigen. Dazu Bert Brecht bereits 1936: »Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen // Und schrien sich zu ihre Erfahrungen // Wie man schneller sägen konnte, und fuhren // Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen // Schüttelten die Köpfe beim Sägen und // Sägten weiter.«
Das Brecht natürlich nicht dierekt auf das Klima gemünzt – obwohl … Foote 1856, Arrhenius 1895, Soddy 1921 … es passt perfekt auf die Klimasituation heute und die Multikrisen in die sich die Menschheit seit Jahrtausenden immer wierder stürzt.
Arthur Dent
23. November 2025 @ 12:45
Rassmuss, war glaube ich, der Vorvorgänger, sonst hieß er Stoltenberg
😉
Eric Bonse
23. November 2025 @ 13:00
Richtig, aber Stoltenberg ist nicht so radikal wie Rasmussen
KK
22. November 2025 @ 15:50
“We are clear on the principle that borders must not be changed by force.”
Ja, das Prinzip haben wir beim Herausbomben des Kosovo aus Serbien gesehen…
Erneuerung
22. November 2025 @ 15:07
Dann müssen sicher auch noch einige Verfassungen vorher geändert werden, z.B. auch das Grundgesetz der BRD, wo die Würde des Menschen an erster Stelle steht. Das muss nun geändert werden in:
Die willkürlich und ohne ethnische Berücksichtigung gezogenen Grenzen nach dem zweiten Weltkrieg sind, notfalls unter Verwendung der letzten verfügbaren Mittel, mit militärischer Gewalt zu verteidigen. Das Leben und die Würde des Menschen spielen dabei keine Rolle.
Kann mal jemand einen Ernüchterungsdrank in den europäischen Hauptquartieren westlich des Dnepr spendieren?
KK
22. November 2025 @ 17:54
“…das Grundgesetz der BRD, wo die Würde des Menschen an erster Stelle steht.”
An erster Stelle des GG – noch vor der Menschenwürde des Artikel 1 – steht allerdings die Präambel, beginnend mit folgendem Satz:
“Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.”
An erster Stelle steht also nicht der Mensch mit seiner Würde, sondern tatsächlich Gott. Die in Artikel 1 folgende “Würde des Menschen” ist in der Verfassungswirklichkeit dann oft auch nur noch als Konjunktiv zu begreifen… und das mit dem “Frieden der Welt dienen” stellt sich auch mehr und mehr als unverbindliche Floskel heraus, die mehr und mehr von den heute handelnden Akteuren ins Gegenteil verkehrt wird.