EUropa rüstet die Ukraine weiter auf – die Kosten explodieren
Bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister werden neue Rüstungspläne zugunsten der Ukraine bekannt gegeben. Allein die Niederlande sagen 250 Mill. Euro an Waffenhilfe zu. Derweil explodieren die Kosten des Krieges in Kiew.
“Wir erleben täglich schwere Luftangriffe in der Ukraine. Die einzige Möglichkeit, ihnen kurzfristig zu helfen, besteht darin, Hilfsgüter aus amerikanischen Beständen zu liefern”, sagte der niederländische Verteidigungsminister Brekelmans.
Den Haag will daher Waffen in den USA bestellen – über das neue NATO-Programm PURL. Die Ukraine bestellt, ein EU-Land zahlt, und die USA kassieren: das ist der neue “Mechanismus”. 250 Mill. Euro ist das den Niederländern wert – die europäische Industrie geht leer aus.
Anders ist das bei einem weiteren Programm namens SAFE. Hier geht es um Kredite von 150 Mrd. Euro, die die EU-Kommission für die Aufrüstung bereitstellt. 19 von 27 EU-Staaten machen mit, das meiste Geld geht nach Polen.
Doch der größte Nutznießer dürfte wiederum die Ukraine sein. Wie “Verteidigungskommissar” Kubilius mitteilt, haben 15 von 19 beteiligten Ländern angekündigt, die Ukraine beteiligen zu wollen. Hier geht es um Milliarden, jubelt Kubilius.
Derweil meldet die “Kiew Post”, daß die Militärausgaben der Ukraine aus dem Ruder laufen. Die Kosten für den Krieg stiegen schneller als die Einnahmen, heißt es in einer neuen Studie. Verteidigungsausgaben machen demnach 70% der Gesamtausgaben aus.
Und weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, plant die EU eine neue Finanzspritze von bis zu 140 Mrd. Euro. Allerdings ist die Finanzierung nun wieder unsicher – denn Belgien lehnt eine Nutzung des russischen Vermögens kategorisch ab…
Siehe auch “Fundamental falsch”: Merz will dennoch russisches Vermögen abgreifen. Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

european
2. Dezember 2025 @ 09:49
Vielleicht gibt es aber auch ganz andere Gruende und EUropa ist gar nicht so selbstlos mit seiner Unterstuetzung. Es gibt dazu ganz interessante Berichte. Der erste lautet War and Theft und ist eine Studie des Oakland Institutes aus Anfang 2023, der den von aussen gesteuerten und von Selenskyj umgesetzten Umbruch im ukrainischen Agrarsektor beschreibt. Demzufolge befanden sich zum Zeitpunkt der Studie bereits 28% des Agrarsektors unter auslaendischer Kontrolle, ueberwiegend aus USA und Europa. Die Finanzierung seitens auslaendischer Corporations war und ist immer gebunden an Privatisierung und – wen wundert es – drastische Austeritaet. Ebenso wurde eine Landreform gefordert, die Selenskyj bereits in 2000 gegen den Willen der Bevoelkerung durchgepeitscht hat. Die Bevoelkerung befuerchtete einen Anstieg der Korruption und eine einseitige Bevorzugung der “Investoren”, was sich zunehmend bestaetigt. Grosse Firmen greifen staatliche Foerderungen ab, waehrend die lokalen Farmer ohne suppor bleiben. Der ganze Bericht kann unter diesem Link heruntergeladen werden.
https://www.oaklandinstitute.org/report/war-and-theft
Ein Jahr spaeter schreibt der Kiew Independent ueber den massiven Zuwachs auslaendischer Firmen in der Ukraine. Dieses Mal geht es nicht um die Landwirtschaft, sondern um andere Wirtschaftszweige und es werden die fuehrenden 10 Laender aufgelistet. Ganz vorne die Tuerkei, Polen noch vor den USA, Deutschland und UK sind auch mit dabei. Leider findet sich nicht viel Information ueber die Natur der Unternehmungen, aber Finanzen sind auf jeden Fall dabei.
Die Frage ist also, ob die Unterstuetzung der Ukraine weniger dem Land gilt als den Firmen, die sich dort bereits niedergelassen haben. Mit dem Bailout von Firmen zu Lasten der Steuerzahler kennen wir uns ja aus 😉
https://kyivindependent.com/foreigners-ukraine-businesses/
european
2. Dezember 2025 @ 12:34
“Ebenso wurde eine Landreform gefordert, die Selenskyj bereits in 2020 (!!!) gegen den Willen der Bevoelkerung durchgepeitscht hat.”
Sorry, Tippfehler.
Helmut Hoeft
2. Dezember 2025 @ 21:41
Jetzt kommt der Schriebvähler for mein Auge: Auch sorry!
Helmut Hoeft
2. Dezember 2025 @ 21:40
“Ebenso wurde eine Landreform gefordert, die Selenskyj bereits in 2000 gegen den Willen der Bevoelkerung durchgepeitscht hat. Die Bevoelkerung befuerchtete einen Anstieg der Korruption und eine einseitige Bevorzugung der “Investoren”, was sich zunehmend bestaetigt.” Die einseitige Bevorzugung von Kleptokraten und Ologarchen (aka “Investoren”) versteht sich von selbst, das ist serienmäßig eingebaut. Aber Elendskyj und “Landreform in 2000”? War der denn damals schon unterwegs?
Niko
2. Dezember 2025 @ 09:30
Ich vermute, dass es nicht mehr sehr lange dauert, bis in der Ukraine die Abnehmer für die Militärspielzeuge ausgehen. Meine Empfehlung, einfach zurückschicken zu den Absendern. So wie es bekannterweise mit Unmengen an nicht benötigten Masken zum Ende der Pandemie geschehen ist. Es werden dann sicher auch die passenden Gründe für die Abnahmeverweigerung gefunden. Einfach Spahn fragen, der kennt sich damit aus.
Der Skeptiker
2. Dezember 2025 @ 09:02
Veruntreuen unserer Steuergelder durch unfähige politische Eliten.
Erneuerung
2. Dezember 2025 @ 08:54
Unabhängig von der Kostenexplosion ist die Möglichkeit nicht auszuschließen, dass es im Natobereich weitere Explosionen gibt, die die von der Nato geförderte Ukraine durchführt, wie gestern z.B. türkische Tanker, die noch dazu gar kein russisches Öl geladen hatten. Aus blinder Wut schießt die Ukraine weltweit um sich. Die verschwundenen Gelder und Waffen machen es möglich. Die Gefahr sind die nationalfaschistischen Banderas, nicht Putin. Aber die Betonfestigkeit (auch der Betonköpfe) hat sich seit den 80ern verdoppelt.
Arthur Dent
1. Dezember 2025 @ 23:33
Krieg führt nicht nur ein Land gegen ein anderes, hier wird Krieg gegen Arbeiter, Rentner, Steuerzahler geführt. Weniger Lohn, weniger Rente, explodierende Lebenshaltungskosten, schwindende öffentliche Güter…
KK
2. Dezember 2025 @ 11:35
Ja, diese “Demokratie”, die da angeblich in der Ukraine verteidigt wird, ist nicht “die Herrschaft des Volkes”, sondern “die Ausbeutung des Volkes”!
Ulf Jährling
2. Dezember 2025 @ 12:43
Unter den Voraussetzungen ist sogar eine bedingungslose Kapitulation und Unterwerfung unter die Russischen Besatzer mit Abstand das beste was dem Ukrainischen Volk passieren kann. Unter westlicher Herrschaft auch als souveräner Staat wäre das größte Fiasko für die Bevölkerung.
Es gehe dann ähnlich aus wie mit der Treuhand im deutschen Osten.
Herbert
1. Dezember 2025 @ 17:21
Der NATOd Doppelbeschluss zur Kompensation der sowjetischen SS 20 durch die Nachrüstung der NATOd auf das Pershing 2 System und der folgende Rüstungswettlauf hat die Sowjetunion überfordert und damit zerstört.
Heute rüsten die NATOd und die Europäischeunion über ihre Leistungsfähigkeit hinaus auf was das Zeug hält und diese EU wird den gleichen Weg gehen wie damals die SU.
KK
1. Dezember 2025 @ 18:31
Besser früh als spät… diese EU hat fertig, um das in Anlehnung berühmter Worte eines Fussballlehrers zu sagen.
Michael
1. Dezember 2025 @ 15:08
Die Kriegsgewinnler leisten ganze Arbeit, denn wenn die Kosten explodieren dann explodieren auch die Profite und die „kickbacks“! Ein wunderbares Feuerwerk!
KK
1. Dezember 2025 @ 13:22
Es explodieren ja nicht nur die Kosten, nicht wahr?
Das, was mit unseren Abermilliarden gekauft wird, explodiert ja auch… und dann wird neues gekauft, was dann wieder explodiert… ein perpetuum mobile. Es fliegt auseinander, was nicht zusammen gehört… oder wie sagte man einst?
Eric Bonse
1. Dezember 2025 @ 13:51
Ein explosives Thema 🙂